Es mag manchem dialogfixierten Social Media Manager schwer fallen, dies zu glauben, aber auch in Zeiten von Blogs, Webinars und Video-Tutorials lesen 2/3 aller IT-Entscheider regelmäßig White Paper (und zwar zumeist im klassischen PDF-Format). Grund genug für jedes Technologie-Unternehmen, sich mit diesem Kommunikations-Instrument auseinanderzusetzen.

Als Beispiel, um die wichtigsten Ziele und Spielformen zu verdeutlichen, habe ich im folgenden den unüberschaubar gewordenen Markt der cloudbasierten Projektmanagement-Lösungen gewählt. Auf den ersten Blick versprechen alle Produkte nahezu dasselbe – hier die Claims der drei zuerst besuchten Websites unterschiedlicher Anbieter:

  • Planen und managen Sie Ihre Projekte mit nur einem einzigen Tool
  • All-in-One Software für Projektmanagement und Zusammenarbeit
  • Einfaches Projektmanagement und Zusammenarbeiten in Ihrem Unternehmen

Klingt allzu deckungsgleich. Bei der Funktionsvielfalt, der Innovationsfreude und vor allem dem Support unterscheiden sie sich aber in Wirklichkeit gewaltig. White Paper können ein sehr nachhaltiges Instrument sein, um die eigenen Stärken in einem hart umkämpften Markt aufzuzeigen. Nachhaltig deshalb, weil manche Paper über Jahre relevanten Traffic liefern.

Grundsätzlich kann man zwei verschiedene Motivationen unterscheiden:
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Das White Paper ist die Mutter aller Content Marketing-Instrumente und vor allem im B2B-IT-Business schon sehr lange ein wesentliches Kommunikationselement.

In diesem Blogpost will ich einen ersten Überblick über die sechs “W-Fragen” geben, die man sich immer stellen sollte, wenn man als Unternehmen plant, ein White Paper zu erstellen. Auf (fast) alle Punkte wollen wir später in einzelnen Blogposts noch konkreter eingehen. Vielleicht wird ja ein Whiter Paper über Whiter Paper draus, womit schon eine der Fragen angeschnitten wird, die sich gar nicht so selten stellt: Blog-Serie oder White Paper? Dazu aber später mehr.

W wie White Paper: Die wichtigsten Fragen von der Planung bis zum Seeding
Zunächst mal die grundlegende Frage: Warum soll ich mir die Arbeit überhaupt machen? Denn die Produktion eines White Papers ist Arbeit und zwar nicht zu knapp. Planung, Text, Gestaltung, Vertrieb und die spätere Erfolgskontrolle sind keine Tagesaufgaben! Von der Idee bis zur Fertigstellung eines guten White Papers liegen selten weniger als 4 Wochen und gut 10 Manntage kumuliert über alle Beteiligten.

1. Warum

Was will ich eigentlich erreichen? Das Ziel und die Zielgruppe sollten extrem scharf definiert sein. Denn danach richten sich mögliche Themen und weiteres Vorgehen. White Paper sind als Kommunikationsinstrument vor allem geeignet zur

  • Kundenbindung -> Ausführliche und hilfreiche Produktbeschreibungen
  • Erhöhung der Aufmerksamkeit -> Zum Beispiel Marktforschungsergebnisse oder allgemeine Tipps, die sich schnell verbreiten
  • Generierung von Leads -> Lösungen für konkrete Probleme potenzieller Kundengruppen

Hierzu wird es in Kürze einen eigenen Blogpost geben.

2. Was

Am Ende die wichtigste Frage. Der Erfolg eines White Papers steht und fällt nicht mit flotten Texten oder krassen Grafiken, sondern mit der Botschaft. Thema und Inhalt sollten also 100%ig klar sein, bevor ich Texter und Grafiker ins Boot hole. Ab dem Punkt, wo die Umsetzung beginnt, sollten das Warum und das Was nicht mehr geändert werden. Point Of No Return!

Wie man gute Themen findet, auch dazu werden wir einem eigenen Blogpost widmen.
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Neulich in der Buchhandlung. Ich suche ein Geschenk für meinen Ältesten zum 12. Geburtstag. Er ist keine Leseratte, aber immerhin: Er liest. Fantasy-Romane, Jugend-Thriller, ein bisschen Science Fiction und alles über Fußball. Wie alle Eltern, die als Kind noch nicht mal einen Amiga 500 besaßen, füttern wir ihn mit Büchern, so gut es nur geht. Denn eigentlich verbringt er seine Freizeit außerhalb des Fußballplatzes am liebsten mit Daddeln (Smartphone, Computer, Playstation) und Youtube-Filmchen übers Daddeln.

Beim Verlassen der Thalia-Filiale stolpere ich beinah über den obligatorischen Promotion-Stand zum hauseigenen eBook-Reader Tolino und frage mich: Wieso bin ich noch nie auf die Idee gekommen, meinem Junior einen eBook-Reader zu schenken. Er liebt Technik. Er liest gerne. Würde er vielleicht noch mehr lesen, wenn er es auf einem Display tun könnte? Es liegt so nah! Aber offenbar sind Jugendliche keine Zielgruppe für eBook-Reader. Die Werbung richtet sich bei allen Herstellern, die ich im Schnell-Check besuche, ausschließlich an LeserInnen über 30. Bequem im Designer-Sessel lümmelnde Frauen und Business-Typen im Cafe sind die typischen Eyecatcher. Beworben wird ein „Multimedia-Erlebnis für Leser, die mehr vom Leben wollen“ (kobo). Ein Werbeversprechen, das zumindest meinem Sohn ungefähr so stark tangiert wie die neuesten Trends aus der Meißner Porzellan-Manufaktur.

Marktlücke oder kein Bedarf?
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Sie verdeutlichen Abläufe, fassen Wissen übersichtlich zusammen, erzählen Gesichten, vermitteln Zusammenhänge, informieren über Quartals- und Wachstumsdaten, beinhalten Experten-Tipps oder erklären komplizierte Dinge. Echte Alleskönner also, diese Infografiken.

Das auch komplizierte Zusammenhänge anschaulich vermittelt werden können, ist dem reduzierten, logischen und aufgeräumten Aufbau zu verdanken. Vom scheinbar einfachen Äußeren sollte man sich allerdings nicht täuschen lassen: So umkompliziert sich die Fakten präsentieren, so kurvenreich ist der Weg bis zur funktionierenden Infografik. weiterlesen …

Der folgenden Text stammt aus der Feder unseres Schülerpraktikanten Jonas. Seine Aufgabe war es, sich mit den Werbemaßnahmen rund um die WM auseinanderzusetzen, um ein Gefühl für die verschiedenen Spielarten des Marketings zu gewinnen – mit besonderem Fokus auf die Wirkung auf Jugendliche.

Ich gestehe: Den twitternden Brazuca kannte ich gar nicht. Nicht nur deshalb finde ich seine persönliche Sichtweise sehr spannend. Viel Spaß damit!
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Dass beim Fußball mittlerweile nicht nur Spieler und Mannschaften, sondern auch Sponsoren eine Rolle spielen, dürfte jedem klar sein. Doch bei der diesjährigen WM haben die Werbekampagnen ein neues Ausmaß erreicht. Ein Beispiel dafür ist, dass ein mit Sony geschlossener Vertrag dazu führt, dass Spieler anstatt der in ihren Reihen beliebteren Kopfhörer der Apple-Marke „Beats“ im Innenraum der Stadien nur noch Beschaller von Sony tragen dürfen.

Der „Beat“ bestimmt den Rhythmus

Mir als fußball- und nicht wirtschaftsinteressierten Jugendlichen stellt sich dabei die Frage, ob der Sport nicht viel mehr im Vordergrund stehen sollte. Dass Werbung als Finanzierer des Ganzen unumgänglich ist, ist mir dabei bewusst. Jedoch will ich während des Spiels doch nur Tore, Emotionen und mitreißende Spiele anstatt eher langweiliger Produktplatzierungen und Werbevideos sehen.

Immerhin versuchen die Marketingabteilungen der Firmen, den Sport mit all seinen Vorbildern und emotionalen Erlebnissen mit kommerziellen Gedanken zu verbinden, indem sie Stars wie Neymar und Schweinsteiger anheuern, um Teil ihrer Werbevideos zu sein. So findet man bei Youtube ein Video mit über 21 Mio. Aufrufen, in dem Neymar & Co für die Kopfhörer von „Beats“ werben. Die Werbung wirkt echt und überzeugt mich durch die hervorgehobenen Emotionen. Umso kurioser, dass die Stars trotz ihrer Vorliebe zu dieser Marke Produkte von Sony bei der WM tragen müssen, um sich regelkonform zu verhalten. Zumindest  bei mir entsteht dadurch der Eindruck, dass die Kopfhörer nur aus Gründen des Zwangs, und nicht dank ihrer Qualität getragen werden. Ein Eigentor von Sony?!

Das gelungene Marketingkonzept von Apple

Einerseits hält sich die Fifa damit an die Absprachen mit dem Hauptsponsor Sony, aber andererseits könnte genau dieses Verbot zum Gespött der Fans werden. Für mich würde die Entscheidung beim Kauf neuer Kopfhörer klar auf die teureren „Beats“ fallen, da sie nicht nur auffallender aussehen, sondern für mich auch einen besseren Klang haben. Der Übergang von der Direktwerbung zu Cross Promotion bzw. zur Mundpropaganda ist Apple somit gelungen.

Adidas’ neue Werbestrategie

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Dein Kind will ein Smartphone und Du bist nicht sicher, was Du tun sollst? Hier meine bevorzugte Lösung.:

Als ich im Alter meiner beiden großen Jungs (10 und 11) war, hatte unser Familien-Telefon noch eine Wählscheibe. Für dringende Anrufe von außerhalb („komme später vom Fußball“) gab es Münzfernsprecher, in denen es nach kaltem Zigarettenrauch, Kupfermünzen und feuchten Telefonbüchern roch (oder schlimmer). Heute hat jeder zweite Grundschüler ein Smartphone in der Tasche und mein Sohn zeigt mir Funktionen für mein iPhone, die selbst ich als Hardcore-User noch nicht kannte, obwohl er selber keins besitzt. Auch wenn er natürlich furchtbar scharf drauf ist. So wie fast alle aus seiner Klasse. Was zu einigen Diskussionen führt. Zwischen den Schülern, mit den Lehrern und unter den Eltern.

Am Gymnasium meines Großen gibt es kein Handy- oder Smartphoneverbot. Logisch: Wer will heute einem 17jährigen Abiturienten verbieten, in der Pause sein Telefon zu benutzen? Was also tun, darum ging es beim letzten Elternabend und erstaunlich viele Eltern zeigten sich völlig hilflos und wollten wissen, wie ich als „Medien-Fuzzi“ das denn handhaben würde.

Mein Tipp: Tablet und Handy statt Smartphone

Für die Kids gibt es zwei entscheidende Gründe, warum sie ein Smartphone besitzen wollen. Zum einen ist es ein ganz entscheidendes Status-Symbol, zum anderen stehen die multimedialen Anwendungen im Mittelpunkt. Youtube, Games und Chats (Whatsapp) sind die wichtigsten Anwendungen. Und die funktionieren eben auf einem normalen Handy nicht.

Wir Eltern dagegen wollen, dass unsere Kinder uns (und vor allem wir sie) erreichen können. Darum empfehle ich allen Eltern die Kombination aus Tablet und Handy.

Mit einem Tablet ohne SIM-Karte (zB Nexus 7) besitzen sie ein Gerät, das als Statussymbol anerkannt ist und auf dem sie nach Herzenslust chatten, surfen und spielen können (sogar besser als auf dem kleinen Display eines Smartphones). Die entscheidenden Vorteile für die Eltern:

  1. Man kann klare Nutzungszeiten  einführen (und das Gerät bei Missbrauch auch mal wegnehmen) und kann sie trotzdem auf dem Handy erreichen (das ist beim Smartphone komplizierter)
  2. Sie können nur in W-Lan Netzen online gehen, also in der Regel vor allem Zuhause.
  3. Für´s Telefonieren reicht eine klassische Prepaid-Karte, die immer noch die beste Kosten- und Nutzenkontrolle darstellt
  4. Sie nehmen es nicht mit zum Sport oder anderen Freizeitaktivitäten, wo teure Geräte besonders häufig verloren gehen.

Wenn Euer Kind also demnächst mit einem Smartphone-Wunsch anklopft, schlagt doch diese Variante vor. Es ist ein guter Kompromiss, der viele Probleme gar nicht aufkommen lässt und von den meisten Kids sicher akzeptiert wird.

Einmal mehr schreit es „Shitstorm“ durchs Netz und diesmal trifft es adidas. Doch dann schaut man sich die Motive der aktuellen WM-Kampagne an und denkt sich: Hey, war doch klar, dass das heftigen Gegenwind provoziert. Die entscheidende Frage ist nur, von wem? Es sind (und das nicht zum ersten Mal) Menschen, die sich für vegane Ernährung und Tierschutz einsetzen. Diese Interessensgruppe ist stark vernetzt und engagiert (nein, dafür habe ich keine Quelle, das legen eigene Beobachtungen nahe). Das sorgte dafür, dass adidas in kurzer Zeit eine hohe Welle an Kritik entgegenschlug und für entsprechende Aufmerksamkeit allerorten sorgte. Doch stört das adidas? Vermutlich nicht, denn die Gruppe der Kritiker macht sicher nur einen winzig kleinen Teil der eigentlichen Zielgruppe aus. Der Großteil der zahlenden Kundschaft sind Fußballbegeisterte, ja und vermutlich Fleischesser. Die Kritik der einen verstärkt im bestenfalls die Solidarität der anderen mit der Marke. Dabei spielen auch die abgebildeten Spieler als Sympathieträger eine Rolle. Wenn Poldi ein Rinderherz hält, dann ist das schon OK.

Ein ähnlicher Fall hat vor 2 Jahren für Wirbel gesorgt und ist beinahe schon der klassische, da vermutlich einer der am meisten zitierten Shitstorm-Fälle: Damals als der Werbespot in der Fleischerei mit Dirk Nowitzki im Auftrag der ING-DiBa für Protest in der Vegan Community sorgte. Aus dem Case konnten die adidas-Marketer auf alle Fälle ein paar Learnings mitnehmen: Tote Tiere sorgen für Unmut, für Aufmerksamkeit, aber tun den Umsätzen und dem Image keinen Abbruch. Was bei adidas in der Risikoabwägung vermutlich noch eine Rolle gespielt haben dürfte: Das Unternehmen hat eine Historie und stand bereits in Kritik in Bezug auf Tierrechtsverletzungen. Es ging um gezielte Hundetötungen in der Ukraine im Rahmen der EM 2012 und adidas wurde als einer der Sponsoren von den Kritikern in die Verantwortung genommen. Die Erfahrungen aus dem Fall haben adidas offensichtlich nicht davon abgehalten, sich erneut mit den Tierschützern anzulegen.

Auch wenn die Tierherz-Motive von adidas nicht meinen persönlichen Geschmack treffen, grundsätzlich finde ich es legitim, dass ein Unternehmen bewusst Reibung erzeugt, um Aufmerksamkeit zu erregen. Natürlich nur, wenn es nicht um bloße Effekthascherei geht, sondern eine Haltung dahinter steht. Und wenn es zur Marke passt und keine Werte der eigenen Zielgruppen im Kern verletzt werden. Denn bestenfalls kochen die Emotionen nur bei denen hoch, die nicht Teil der eigentlichen Zielgruppe sind.

Dass das Phänomen Shitstorm immer häufiger auch als bewusstes Marketinginstrument eingesetzt wird, darüber haben sich zum aktuellen adidas-Fall auch Lukas Adda und anhand einer Heineken-Kampagne Lorenz Steinke Gedanken gemacht. Das Beispiel Heineken legte den Verdacht nahe, dass die kreative Antwort auf den einkalkulierten Shitstorm schon während der Planung der Kampagne mit vorbereitet wurde.

In Zeiten, wo es für Marken immer schwieriger wird, mit ihrem Handeln und ihrer Kommunikation keine Reibung zu erzeugen, bin ich durchaus der Meinung, dass Risiken bewusst eingegangen werden können, wenn nicht gar müssen – wenn Marken nicht komplett konturlos in Erscheinung treten wollen (hier kann man mein Plädoyer für einen bewussten Umgang mit Risiken noch mal in aller Ausführlichkeit nachlesen) Während man sich im Marketing von Ariel mit seinem 88-Trikot zur WM scheinbar nicht eine Sekunde lang Gedanken um mögliche Risiken gemacht hat, ist bei adidas die Provokation Programm. Mögen die Spiele beginnen.

Zivilcourage ist ein heißes Eisen, aber ohne Zivilcourage ist alles nichts. Warum habe ich noch keine App, die in Notsituationen per Knopfdruck die Polizei ruft? Eine Idee mit Bitte um Ergänzung.

Extrem viele Blogger machen ihre gute Arbeit mit dem ersten Satz kaputt. Vor allem in Unternehmensblogs. Wenn der erste Satz nicht kickt, entsteht keine Neugier und ich klicke weiter. Es gibt – da sind wir uns doch alle einig? – mehr als genug zu lesen im Netz.

Persönlich: Unbedingt! Polemisch: ja! Poetisch: Naja! Palaver: No Way!

Auslöser für diesen Artikel: Ich las gerade im  Blog einer Versicherung einen Artikel über E-Bikes mit folgendem Einstieg:

Wenn die ersten Strahlen der Frühlingssonne vor dem Fenster auftauchen, packt viele die Motivation, doch öfter aufs Rad zu steigen. Das tut nicht nur der Gesundheit gut, sondern sorgt bei gutem Wetter auch für vortreffliche Laune. Wem allerdings schon nach kurzer Zeit die Puste ausgeht, muss sich nicht schlecht fühlen: E-Bikes sind einer der Trends, wenn es ums Thema „Mobilität“ geht.”

Ein typischer Einstieg für einen Text aus der Feder deutscher Mittelstands-PR. Adjektive bis zum Mond. Und zurück. Warum glaubt der Autor,  dass ich mir die Frühlingssonne auf mein inneres Auge projizieren muss, um mich über Versicherungen rund um E-Bikes zu informieren? Ich habe nach “Versicherung + E-Bike” gegoogelt und nicht nach “Kurzgeschichte + Rosamunde Pilcher”. Ich sitze an einem Schreibtisch und nicht auf der Hollywoodschaukel. Ein Blogpost ist wie ein kurzer Vortrag. Darum sind gute Redner auch fast immer auch gute Blogger (Tipp am Rande: Du suchst nach geeigneten Bloggern im Unternehmen? Hör Dich um, wer die besten Reden bei Feiern hält und wer die besten Vorträge!): Zu einer guten Rede gehören Charme, Pointen und ein verdammt guter erster Satz.

Nur ein neugieriges Publikum ist ein gutes Publikum! Nur, wer mehr hören will, folgt Ihren Worten, Ihren Ideen und Ihren Botschaften,” beschreibt es René Borbonus. Er bringt ein schönes Beispiel: Steve Jobs wählte 2007 die Worte „Heute erfindet Apple das Telefon neu” zum Einstieg die erste Präsentation des iPhones. Wumms, das hatte gesessen.  Aber das kann natürlich nicht jeder. Und das muss auch nicht jeder können. Aber es lohnt sich, einen sehr scharfen Blick auf den ersten Satz zu werfen. An ihm zu feilen, bis er glänzt. Ihn entweder polemisch zu machen (“Heute erfindet Apple das Telefon neu”) oder persönlich, denn auch das erzeugt Neugier und Empathie. Beispielsweise:

Meine Kondition ist zurzeit nicht die beste, aber wenn die Frühlingssonne lacht, nehme ich mir vor, wieder häufiger mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Allerdings möchte ich keinesfalls verschwitzt im Büro sitzen. Bin ich reif für ein E-Bike? Und was muss ich dabei versicherungstechnisch beachten?

Das wirkt ehrlicher und macht mich schon allein deshalb neugieriger. Außerdem sorgt eine solche Perspektive für mehr Interaktion zwischen Leser und Autor, denn man kann sich über eigene Erfahrungen austauschen (Hast Du schon mal einen guten Vortrag gehört, in dem der Redner nie “Ich” gesagt hat?).

Also: Bring ein Pointe, sei persönlich, lass die Adjektive im Keller und komm vor allem zum Punkt!

PS: Apropos Einfallslosigkeit beim ersten Satz. Auch deutsche Journalisten sind vorne dabei. Eine Handvoll Tumblr-Blogs zu diesem Thema hat die Süddeutsche gesammelt.

Was haben Pressearbeit und Suchmaschinenoptimierung gemeinsam? Genau: Wenn ich mich kontinuierlich darum kümmere, gewinne ich Kunden. Spürbar. Wenn ich mich jedoch nur um eins von beiden oder sogar um keins kümmere, bekomme ich gar nicht mit, dass mir die Konkurrenz die Kirschen von der Sahne klaut. Schade eigentlich, denn Website-Optimierung und Pressearbeit bauen im Alltagsgeschäft auf der gleichen Grundlage auf, so dass es Verschwendung ist, das eine ohne das andere zu betreiben.

Was auch immer gekauft werden soll, zunächst wird das Produkt oder die Dienstleistung online recherchiert und verglichen. Eine Binsenweisheit, die jeder in Windeseile bei sich selbst überprüfen kann: Als zuletzt etwas Teures für das Unternehmen angeschafft werden sollte, wo hast Du dich informiert?

“In unserer Branche hat Website-Optimierung keine große Bedeutung”
Die Ergebnisse, die Online-Suchmaschinen ausliefern, bestimmen inzwischen maßgeblich das Bild, das Kunden von Produkten oder Unternehmen haben. Als Agentur machen wir verstärkt die Erfahrung, dass Unternehmen mit B2B-Fokus zwar dem Thema Website-Optimierung eine zunehmende Bedeutung einräumen, diese Bedeutung jedoch eher so ganz allgemein zu verstehen ist. Im eigenen Unternehmen oder in der eigenen Branche, so die Auffassung, läuft der Hase anders. Weil der Verkauf über einen eingespielten Vertrieb funktioniert (und der Vertrieb sagt, Suchmaschinenoptimierung wird überschätzt). Weil es ein People´s Business ist (welcher B2B-Bereich ist das nicht). Weil – naja, eigentlich weil sich bisher noch niemand darum gekümmert hat und jetzt ja auch nichts über die Website verkauft wird. Wer hätte schon jemals von einem (lohnenswerten) Kunden gehört, der sich aufgrund der Website gemeldet hätte?

In Neues zu investieren heißt, dies trotz fehlender Erfolgserfahrung zu tun

Der allseits beliebte Schattenkampf um Sinn und Ergebnisse von Suchmaschinenoptimierung ist eine Auseinandersetzung, wie sie bei jeder neuen Methode zu Anfang geführt wird. Und natürlich kommt zum Zeitpunkt der Diskussion kein Kunde über die Website – es findet sie ja kaum jemand. Und je kleiner die Gruppe der Besucher, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass ein „lohnenswerter“ Kunde darunter ist.

Suchanfragen im B2B-Geschäft machen SEO-Bedarf sichtbar

Der laufende Findungsprozess in den Unternehmen, über welche Kanäle die Zielgruppe angesprochen werden sollte, kümmert die Kunden und Google-Nutzer nicht – sie suchen einfach trotzdem: Aus Deutschland wird beispielsweise durchschnittlich 50-mal im Monat „Social Business Software“ gesucht, „Social CRM“ fast 600-mal, „Social Intranet“ 480-mal, „ERP-Software“ 5.400-mal und, um mal in eine andere Branche zu gucken, „Zahnarzt-Software“, in Variationen über 700-mal.

Suchmaschinenoptimierung unterstützt Sales-Team
B2B-Produkte wie Business-Software werden in der Regel nicht online mit dem Ziel gesucht, direkt zu kaufen. Die Google-Nutzer wollen sich vielmehr über Produkt und Anbieter informieren, gerade zwischen Erstkontakt bzw. Beratungsgespräch mit dem Vertrieb und dem eigentlichen Abschluss. An dieser Stelle geben sich Pressearbeit und Suchmaschinenoptimierung die Klinke in die Hand: Wenn der vom Vertrieb angesprochene Kunde im Nachgang zum Gespräch bei Google sucht, welche Informationen und Bewertungen anderer Kunden findet er dann über mich? Und welche Konkurrenten findet er, wenn er im zweiten Suchlauf allgemein nach der Produktklasse sucht? Pressearbeit stärkt Ruf sowie Marke und sorgt für Bekanntheit – also im besten Fall dafür, dass die Marke automatisch für bestimmte Produkte in Erwägung gezogen wird. Suchmaschinenoptimierung sorgt als Staffellauf-Partner dafür, dass die durch PR-Arbeit ebenfalls erzeugten, vergleichenden Produkt-Suchanfragen genauso zum Ziel führen. Idealerweise sollten die Suchenden schließlich nicht bei der Konkurrenz landen.

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Pressearbeit und Website-Optimierung spielen im gleichen Team
Niemand schickt einen Stürmer ohne Mittelfeldspieler und Verteidiger auf den Platz. Ähnlich kann man in der B2B-Kommunikation das Dream-Team Vertrieb, Pressearbeit und Suchmaschinenoptimierung betrachten: Die Pressearbeit und Suchmaschinenoptimierung schaffen und sichern die Chancen, der Vertrieb verwandelt die Vorbereitung in einen Treffer.

Wer seine Unternehmenswebsite auf Kundenanfragen optimieren will, muss zwar im ersten Schritt in die Technik sowie den inhaltlichen Aufbau und die Struktur investieren. Der zweite Schritt jedoch läuft kontinuierlich mit und heißt: Inhalte, Inhalte, Inhalte. An diese Regelmäßigkeit haben sich Unternehmen oft schon über die Pressearbeit gewöhnt. Wer intern oder extern in Pressearbeit investiert, auf dessen Tisch liegen bereits redaktionell wertvolle Texte. Und genau diese Inhalte sind der tragende Pfeiler für funktionierende Suchmaschinenoptimierung.

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