Kategorie: Agenturleben

Dies ist der erste Teil der angekündigten
Blog-Soap "Weihnachten mit den Fischen"

Was ist denn das für ein Lärm da draußen? Viel zu früh am Morgen des Heiligabend 1996 erwachte ich durch dröhnendes Geklangsel von der Straße. Okay, ich war in Thessaloniki, der vielleicht lebendigsten Balkan-Metropole und das geräuschvolle Anpreisen von Gemüse, Möbeln, Wein, Fisch oder Parteien mit Lautsprecherwagen war ich mittlerweile gewohnt. Also die Decke über den Kopf und weiterschlafen.

Ging nicht. Kaum war ein Gedröhn auf Rädern im Schritttempo um die nächste Ecke gebogen, schlich das nächste heran. Worum es bei dem mit etwas Musik gepaarten Lärm ging, war durch die übersteuerten Flüstertüten nicht zu dechiffrieren. Es dauerte wohl eine gute Stunde, bis ich mir die Mühe machte, die Türläden aufzuziehen und auf den Balkon hinauszutreten.

Unter dem Balkon hielt gerade ein schäbiger Pickup mit 8-9 weihnachtsmannbemützten Kindern auf der Ladefläche, die zu mir hochglotzten. Ich glotzte doller zurück, schließlich hatten die Kids an dem Morgen sicher schon andere müde Männer in Schlafwäsche gesehen, ich aber noch nie eine solch ulkige Parade. Da! Ich hatte ein paar Wortfetzen von dem übersteuerten Gequäke verstanden: „Der Weihnachtsmann kommt.“ So so, wenigstens quäkten sie in friedvoller Absicht und es wurde nicht schon wieder das Wasser abgestellt, noch drohte ein Fußballderby zwischen PAOK und Olympiakos.

Als nächstes begriff ich, weshalb die Kinder mich so angestarrt hatten: Vom Nachbarbalkon der Kyria Maria prasselte nämlich eine Handvoll Bonbons und Kleinmünzen auf sie herab, wofür sie artig 3 Sekunden in das Weihnachtsmann-Lied aus dem Lautsprecher einstimmten, um dann die weiteren Balkone zu fixieren. Und so zog bis mittags Wagen um Wagen mit dem gleichen Lärmbrei durch meine kleine Straße. Ein einziges Mal war die Lautsprecheranlage eines Wagens offensichtlich neu oder gewartet und ich erkannte, dass die Melodie dieses Weihnachtslieds ausnehmend hübsch klingen kann:

YouTube Preview Image

Leider konnte ich im Web keine wirklich angemessene Aufnahme finden. Sonst nur Fankurvengesänge derselben schönen Melodie aus Fußballstadien.
Den ganzen Beitrag lesen…

Es lässt sich trotz des relativ warmen Herbstwetter nicht mehr ignorieren: Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und egal, wie man als Erwachsener zum Fest aller Feste steht, bei einem sind wir uns in der Agentur zumindest alle einig: am schönsten war Weihnachten als Kind. Daher feiern wir im Blog die Vorfreude auf Weihnachten mit mehreren Beiträgen, in denen jeder seinen eigenen persönlichen Weihnachtsschwank zum Besten geben wird. Und da wir gerade so in Kindheitserinnerungen schwelgen und der Rolling Stone uns in seiner Dezember-Ausgabe mit einem Special zu unser allen liebsten TV-Serienhelden beglückt, schließt wir uns heute der Blogparade „Lieblingsserien aus der Kindheit” im Fische-Steckbrief-Style an.

  • Steffi, Account Managerin, Jahrgang 1980
    Twitter: @pop_effi
    Besonderheit: Absolutes TV-Kind
    Lieblingsserien: Soaps! Alle! Am liebsten: California Clan, Falcon Crest, Reich&Schön. (Hauptfeature, das sich bis heute gehalten hat bei allem, was ich im TV schaue: Hauptsache peinlich. Und damit meine ich nicht Frauentausch, Dschungelcamp oder Bauer sucht Frau…)
    Warum? Die Spannung! Die Intrigen! Beziehungsverwicklungen allgemein.
    Lieblingsszene: 

    YouTube Preview Image

 

  • Celia, Account Director, Jahrgang 1982
    Besonderheit:
    sehr geriner Fernsehkonsum im Kindesalter
    Lieblingsserie: Star Trek – The Next Generation (zu meiner Entschuldigung; die erste Generation kannte ich nicht) Warum? Ich fand den Weltraum ein wenig gruselig, aber sehr, sehr aufregend. Und ja, ich gebe zu, mit meinen 8 Jahren (?) war ich ein ganz klein wenig in Fähnrich Wesley Crusher verknallt (das ist mir etwas peinlich, heute).
    Lieblingsszene: Jedes Beamen. Kam ja auch jede Folge vor, mit entsprechendem Vorbereitungsritual und ein paar Unfällen. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass das real wird, sobald ich nur groß genug bin.
    Lieblingscharakter: Jean-Luc Picard
    YouTube Preview Image
  • Annie, Jahrgang  84
    Lieblingsserie: Die Schlümpfe
    Was war daran so toll? Der böse Gargamel und Fauli Schlumpf :-)
    Lieblingsszene: Fauli wird fleißig – mit sächsisch sprechendem Schlumpf

YouTube Preview Image

  • Juliane, Grafikerin, Jahrgang 1986
    Twitter:
    @MissLeeaSays
    Lieblingsserie:
    Ready or Not
    Was war daran so toll?
    1. Typische 90er Jahre-Teenie-Serie (und die sind sowieso Kult!)
    2
    . Zwei beste Freundinnen, die “Schminktussi” Amanda und die unaufgeregte, burschikose Schlagzeugerin Betsy, werden zusammen erwachsen – Schule, Jungs, der erste BH, doofe Brüder – was wollte das Klein-Juliane-Herz mehr?!
    3. Das Titellied hab ich gelieeeeebt :D
    Lieblingsszene:
    YouTube Preview Image

 

  • Sebastian, Social Media Manager, Jahrgang 1973
    Twitter:
    @SalvaDDor
    Lieblingsserie: Die Cosby Show
    Warum? Wieso? Weshalb?: Wir waren selber eine kleine Großfamilie, die sich zwischen liebenswertem Chaos und bürgerlicher Langeweile bewegte. War die einzige Serie, die wir alle sechs zusammen gesehen haben (vor oder nach KnoffHoff?).
    Lieblingsszene: Jede Szene mit Lisa Bonet! Das hier ist aber auch sehr typisch:

YouTube Preview Image


  • Oceanya, kanadischer Fisch, Jahrgang o.O
    Lieblingsserie: Blossom
    Warum? Die Serie war damals einfach lustig.
    Gibt es eine Lieblingsszene?
    Ein Blossom-Special, in dem das Leben eines Schauspielers veräppelt wird. Aus heutiger Sicht finde ich, dass Lady Gaga Blossom ziemlich ähnlich sieht. :)
YouTube Preview Image

 

  • Simone, Account Managerin, Jahrgang 1981
    Lieblingsserie: Mila Superstar
    Warum die?
    Wegen der Story! Sport verknüpft mit Geschichte à la Hanni und Nanni
    Lieblingsszene: Das Intro: Mila kann lachen wie die Sonne übern Fujiyama…
YouTube Preview Image

 

  • Christian, Senior Account Director, Jahrgang 1996 (und das ist kein Tippfehler)
    Lieblingsserie:
    Raumschiff Enterprise
    Was war daran so toll? Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir befinden uns in einer fernen Zukunft. Dies sind die Abenteuer des neuen Raumschiffs Enterprise, das viele Lichtjahre von der Erde entfernt unterwegs ist, um fremde Welten zu entdecken, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen. Die Enterprise dringt dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. — Noch Fragen?
    Lieblingsszene:
    YouTube Preview Image

 

  • Silvie, Account Managerin, Jahrgang 1975
    Lieblingsserie: Zu viele: Augsburger Puppenkiste (Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer), Die Biene Maja, Meister Eder und sein Pumuckel,
    Dr. Snuggles, Die rote Zora (die wildeste Bande mit der verwegensten Anführerin…), Pippi Langstrumpf (eh klar), Captain Future und NATÜRLICH Herr Rossi (psychedelische Farben und tolle Phantasiewelten – und Gastone, der Hund…)
    Lieblingsszene:
YouTube Preview Image

 

  • Kathi, Account Managerin, Jahrgang 1980
    Twitter:
    @kamikatzekathi
    Lieblingsserie: Als Kind: Pipi Langstrumpf & Ronja Räubertochter, als Teenie: 21 Jumpstreet (erst wegen Johnny, klar, aber dann kam Booker ^^) und Beverly Hills 902010 (und nur wegen Dylan McKay aka Luke Perry, wer bitte wollte denn Jason Priestley?)
    Was war so toll daran?
    Haaaallloooo…. Pipi schruppt ihren Fußboden, indem sie sich Schrubber unter die Füße schnallt und über den Küchenboden pest. Außerdem hat sie den Spunk, das ist Grund genug. Ronja lebt auf der Borka-Feste und diese Liebesstory mit Birk – heartbreaking. Zu Dylan McKay und Booker muss ich wohl nix mehr sagen, oder?
    Lieblingsszene: Das Intro, sobald das läuft, tanze ich wild im Jazzdance-Style der 90er Jahre. Das wollt ihr nicht sehen, nein!
YouTube Preview Image

 

  • Marietta, Account Director, Jahrgang 1980
    Twitter
    : @madffbln
    Lieblingsserie: Cartoons! Alle, die ich kriegen konnte.
    Warum: In Cartoons ist alles möglich :D
    Gibt es eine Lieblingsszene? Donald Duck versus A- und B-Hörnchen im Kampf ums Popcorn:
YouTube Preview Image

 

 

 


Glück gehabt! Um 11:34 Uhr bestätigte Miriam Herzberg meine Kontaktanfrage auf Xing. Um 12:03 Uhr sicherte ich ihr zu, dass ich gern sämtliche PR- und Social-Media-Aktivitäten für ihr Unternehmen übernehmen würde. Unentgeltlich natürlich. Um 16:44 Uhr antwortete sie, dass sie gern darauf zurückkommen würde – aber erst wenn die Eintracht wieder in der 2. Liga spielt.

Frau Herzberg ist Pressesprecherin der Eintracht Braunschweig GmbH & Co KGaA und hat mein damaliges Angebot glücklicherweise vergessen. Denn seit dem Sommer 2011 ist die Eintracht wieder zweitklassig. Damals wäre ich in der Tat glücklich gewesen, hätte ich meinem Club des Herzens in schwieriger Lage etwas helfen können – heutzutage würde es meinen blanken Ruin bedeuten. Die Anforderungen an Pressestellen von Fußballvereinen haben sich in den letzten dreieinhalb Jahren dramatisch verändert.

Damals gab’s bei der Eintracht 2-3 Pressemitteilungen pro Woche, die Aktualisierung einer weitestgehend statischen Website, Dreizeiler zu Ehrentagen Altgedienter, etwas Forenbetreuung und einen Liveticker als dynamischstes Element einmal pro Woche. Freilich hat sich der Verein vom damaligen 13. Platz in der Regionalliga auf den aktuell 6. Platz in der Zweiten Liga sportlich vorgearbeitet und dadurch per se etwas mehr  Relevanz und damit mehr Kommunikationsaufgaben – das Gros der Änderungen hat aber der Zeitgeist mitgebracht.

Die aktuellen Kommunikationskanäle im Überblick:

  • Pressemitteilung: 1 x täglich
  • PKs: 2 x wöchentlich
  • Website: 1 x große News täglich, mehrere kleine
  • Offizielles Forum: ca. 500 Beiträge täglich zu monitoren
  • Facebook: 3 x News täglich (27.000 Fans)
  • Twitter: 5 x News täglich (800 Follower, ausbaufähig)
  • Liveticker: ca. 40 x pro Saison, dazu SMS-Ticker
  • Magazin: ca. 20 x pro Saison, 64 Seiten
  • Dazu noch Fanradio, Webcam, 3-D Community, Chronik, Newsletter, Stadionführungen, Sponsorentermine, selbst bei Google+ sind sie schon und vermutlich zig weitere kleine Dinge.

Also, liebe Frau Herzberg, Sie machen einen tollen Job und bitte greifen Sie erst auf uns zurück, wenn es vielleicht um eine Internationalisierung geht. Das wuppen wir dann gern für One Traditional Costume Brunswick. Versprochen.

Stipendien werden im Allgemeinen immer noch als reine Spitzenförderung von Genies (oder mindestens Halbgenies) verstanden.

Auch in der Wikipedia ist das Stipendium vorrangig als Element der Begabtenförderung erklärt. Also etwas für Leute, die in Mathe, Physik oder Musik eine Eins mit Sternchen auf dem Zeugnis hatten und ihre Kindheit und Jugend nicht mit Blutgrätschen in den Pfützen dreckiger Bolzplätze verschwendeten.

Aber das stimmt so erstens schon jetzt nicht mehr und zweitens spricht vieles dafür, dass Fachkräftemangel, Innovationsdruck und Kommunikationswandel für einen entscheidenden Anstieg von Stipendien sorgen werden. Und zwar Stipendien, die von Unternehmen getragen werden und nicht wie bisher üblich von Stiftungen oder Vereinen.

Unternehmen müssen die Fachkräfte von morgen so früh wie möglich auf ihre Seite ziehen und die Zeiten unbezahlter Praktika und schlecht bezahlter Diplomanden-Jobs dürfte sich hoffentlich gerade dem Ende zu neigen. Im Gegenteil werden stattdessen engagierte Studenten mit hoher sozialer Kompetenz unabhängig von ihrer Fachrichtung sogar finanziell unterstützt werden, ohne dass direkte Gegenleistungen vertraglich fixiert werden.  Und dabei können und werden Unternehmen bereits während der Studienzeit von den Stipendiaten profitieren:

Wissensmanagement und Kommunikation

Kein Mittelständler kann sich vor den Themen Innovation und Internationalisierung verstecken.

Lernen fürs Leben! (Und für Deine Marke?)

Stipendiaten können z.B. an der Pflege des Unternehmen-Wikis beteiligt sein, in denen wissenschaftliche Texte, Medienberichte oder Innovationen gespeichert, übersetzt und zur internen (Trendforschung) und externen (Blog, Facebook) Kommunikation verarbeitet werden. Nicht länger werden also nur herausragende Ingenieure gefragt sein sondern auch Soziologen oder Sprachwissenschaftler, die sich für ein Thema begeistern können, wo sie ihr erworbenes Wissen und ihre Fähigkeiten praktisch einbringen können und Verantwortung übernehmen können, ohne dem ernsthaftem Druck ausgesetzt zu sein.

Produktdesign: Potential, dass es weh tut

Besonders gefragt könnten auch angehende Produkt-Designer sein.  Da steckt in Deutschland in meinen Augen noch so viel Potential, dass es schon wehtut.
Den ganzen Beitrag lesen…

 

(c) www.keksedieb.de

“Shit! Was war das!?” Zusammenzucken, Erstarren und Lauschen sind alles eins. Ein lautes Geräusch wie von einer zugeschlagenen Tür hallt durchs verlassene Gebäude. Ist noch jemand hier? Oder war es nur der Wind, der durch zerschlagene Fenster und kaputte Türen ungehindert durch die Gänge streift und die zerfetzten Gardinenreste wie von Geisterhand aufbläst? Ich kann nicht verhindern, dass sich meine Nackenhaare aufstellen und mir eine Gänsehaut über den Rücken läuft. Geister gibt es keine, sagt mir meine logisch-rationale Stimme. Dank zu vieler Gruselfilme glaube ich mir das leider gerade selbst nicht so ganz. Beim Anblick der traurigen Möbelreste in den verwitterten Räumen des alten Verwaltungskomplexes, die im plötzlich viel zu kleinen Lichtkegel meiner Taschenlampe auftauchen, braucht es auch nicht besonders viel Phantasie, um Bilder vom vergangenen Arbeitsalltag heraufzubeschwören: ein cholerischer Chef schreit mit hochrotem Kopf durch die Abteilung, hektisch umher eilende Angestellte, nie stillstehende Telefone und riesige Aktenberge, die jeden Augenblick umzukippen drohen. Doch das sind längst vergangene Zeiten. Jetzt knirscht nur noch kaputtes Glas unter meinen Schuhsohlen und Spinnen krabbeln mir in den Kragen. Gern würde ich schreiend aus den Kellerräumen zurück ins warme Tageslicht fliehen, doch ich bin schließlich nicht zum Spaß hier!

 

Es gilt, eine Mission zu erfüllen, einen Schatz zu bergen! Oder genauer gesagt: Eine Plastikdose mit einem Logbuch darin finden, um meinen Namen einzutragen und einen weiteren Statistikpunkt zu ergattern. Das ist schließlich der Sinn des Geocachens, auch wenn es keiner so zugeben würde. Die meisten verstecken sich hinter Allgemeinplätzen wie “tolle Landschaft sehen”, “unbekannte Orte entdecken” oder “mal an der frischen Luft bewegen”. Alles Quatsch, sage ich. Die ganzen GPS-Taschenlampen-Nerds sind allesamt konkurrenzgeile Statistik-Fetischisten. Wer hat die meisten Caches? Die häufigsten Erstfunde? Den goldenen Earth-Cache-Gürtel? Den ersten Platz in der Region? Immerhin kann man alle diese Infos detailliert aufgelistet in den Nutzerprofilen nachlesen. So sieht das nämlich aus!

 

(c) www.keksedieb.de

 

Anstatt mich also bei 30°C im Schatten am Badesee zu parken, wie es jeder normale Mensch tun würde, treibe ich mich hier im modrigen DDR-Firmenbunker eines verfallenen Fabrikgebäudes rum, wo nicht einmal mehr mein heißgeliebtes iPhone auf Empfang gehen kann. Auch die Akkulaufzeit liegt schon wieder knapp unter 10%. Es stellt sich also die klassische Frage: Ist ein iPhone zum Cachen überhaupt geeignet oder sollte man lieber dem bewährten Allround-GPS vertrauen? Bald erfahrt Ihr mehr…

Bis dahin: viel Spaß beim Entdecken! Weil, heil rauskommen aus dem Bunker tut so gut wie jeder – ich bin der lebende Beweis…

 

Auch wenn Dresden in der deutschen Blog-Landschaft ungefähr so wichtig ist wie Leipzig in Sachen Profifußball, findet sich doch die eine oder andere Perle, die auch für geneigte Leser aus Aachen, Flensburg oder Konstanz interessant sein können.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und mit dem ausdrücklichen Wunsch nach User generierter Ergänzung, möchte ich Euch gerne einige Blogs vorstellen, die über die Grenzen Dresdens oder Sachsens hinaus strahlen. Es sei angemerkt, dass ich ein großer Fan von Blogs bin, die zwischen zwei und zehn Postings pro Woche aufzubieten haben. Mehr wird mir zu viel für den Reader und dann verliere ich sie aus dem Blickfeld. Qualität von Quantität, wobei Qualität nicht meint, dass man drei Tage an einem Artikel sitzen muss. Der Gedanke zählt!
*************
Beginnen wir mit einem klassischen Hidden Champion! Das Salection Blog ist eine Kombination aus Blog & Shop für digitales DJ- und Producing-Equipments und ist das vielleicht “effektivste” Dresdner Corporate Blog. Mir fällt gerade eigentlich überhaupt kein einziger Online-Shop ein, dessen Geschäftserfolg so sehr an ein Blog geknüpft ist, wie ich es hier vermute. Absolute Fachkompetenz, Charme, Humor und Ausdauer haben Salection einen dicken Vorteil gegenüber vielen Wettbewerbern verschafft; In der Kunden- und in der Lieferantenbeziehung. In meinen Augen ein Best-Practise-Beispiel, das in jedes Social Media-Handbuch gehört. Es wird treue Leser nicht überraschen, dass ich auch die “Über uns”-Seite ziemlich gelungen finde :-)
*************
Das Blog der SLUB bietet einen sehr sympathischen Einblick in die tägliche Arbeit einer eine der größten und leistungsfähigsten wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland. Besonders schön: Input der Leser – wie zum Beispiel die erste öffentliche Luftpumpe der Stadt – werde aufgegriffen und umgesetzt. Über Dresden hinaus dürfte die Leserschaft an Themen wie Digitalisierung, mobilen Lösungen und eBooks sein. Die SLUB versteht sich halt weniger als Lobbyist des Buches denn als Lobbyist des Wissens!
Den ganzen Beitrag lesen…

Kaum etwas verdeutlicht die Tatsache, dass Open Innovation in der deutschen Wirtschaft (und nicht nur hier) noch in den Kinderschuhen steckt, besser, als die lahmarschige Entwicklung im Bereich des Mobile Payments.

Statt gemeinsam Lösungen zu suchen, tragen Technologie, Handel, Finanzwesen und Wirtschaftspolitik seit Jahren Scheuklappen, wenn es um das Thema geht, statt in wirklich groß angelegten offenen Projekten, gemeinsam (!) Lösungen auf den Weg zu bringen. Paybox, Luupay, mpass, SMS Payment und diverse Handyticket-Systeme haben so ungefähr alle denkbaren Varianten in kleinem Rahmen angefasst: Prepaid, Kreditkarte, Lastschrift oder Handyrechnung. Allein: Ein einheitlicher Standard schien so fern wie die Champions League für den SC Paderborn.

Na sowas: Die Sparkassen machen den Weg frei

Die Zauberformel mit dem wahrscheinlich größten Potential heißt NFC; das wird bisher vor allem in Japan und den USA (also Google) gepusht, und hierzulande sorgen ausgerechnet die Sparkassen für Schlagzeilen als treibende Kraft. NFC, das heißt Near Field Communication und meint: Zwei Geräte (bzw. zwei Chips) kommen sich so nah wie Gentleman und Demi Moore beim Handykuss und tauschen dabei Informationen aus – unter anderem Zahlungsinformationen.

Im ersten Schritt will die Sparkasse damit ihre EC-Karten ausstatten. Zunächst soll das prepaid passieren, ähnlich also der Geldkarten-Funktion. Die wird zwar kaum wirklich genutzt, aber außer Hardcore-Parkhaus-Parkern profitiert auch kaum jemand davon. Der große Vorteil von NFC: Der Vorgang geht erheblich schneller als das Auslesen in einem Kartenleser, was sowohl menschliche (Kein Kramen in der Brieftasche) als auch technische Gründe hat.

Mein Freund Erich Schmidt-Teichler ist bestimmt nicht der einzige, der regelmäßig böse Statusmeldungen absetzt, wenn vor ihm jemand im Supermarkt ein Duplo und eine Limo mit Karte bezahlt. Und ich nicht der einzige, der dann errötet. Ja, ich gestehe: Ich bin ein notorischer Kartenzahler, dem permanent das Bargeld fehlt. Wenn ich in meinem Leben wirklich mal schwarz gefahren bin (ein, zwei oder achtundsiebzig Mal), dann immer nur, weil ich keine Münzen einstecken hatte! Seit handyticket auch auf dem iPhone verfügbar ist, passiert mir das in Dresden zum Beispiel nie!

So skeptisch viele Experten sind, ich traue den Sparkassen aufgrund ihrer Reichweite einiges zu und mit Edeka, Douglas und DM sind bereits die ersten interessanten Händler mit im Boot. Und je mehr Akzeptanz-Stellen, desto schneller werden dann auch die Gerätehersteller nachziehen. Denn da liegt noch der Hund begraben. Chip.de nennt gerade mal neun NFC-fähige Geräte im deutschen Markt.

Mehr zum Mobile Payment findet ihr auch auf auf teltarif, mehr zu NFC erläutern Nick Pelly und Jeff Hamilton von Google:

YouTube Preview Image

 

 

Jeder, der irgendwie mit der Beratung von Gründern aus der Kreativwirtschaft (Fotografen, Bands, Illustratoren, Schneidern oder Programmierern) zu tun hat, kennt deren Probleme bei der Akquise neuer Aufträge. In letzter Zeit habe ich diverse Workshops vor Gründern aus der Kreativwirtschaft gehalten und dabei überrascht festgestellt, dass teilweise gerade mal 25% der Teilnehmer ihre Handynummer im Netz freigeben.

Sie schalten Anzeigen, drucken Flyer, besuchen Netzwerktreffen und legen teuer gepimpte (aber redaktionell vernachlässigte) Facebook-Seiten an, um Aufmerksamkeit (und somit Aufträge oder Gigs) zu ergattern…Und doch heißt es immer wieder: “Man gibt dem Neuen (sprich: mir) keine Chance!”

Und das ist ja auch richtig! Ich selbst habe ein Netzwerk etablierter Partner aus nahezu allen Bereichen! Warum sollte ich also zu einem neuen wechseln? Der häufigste Grund dafür ist, dass einer dieser festen Partner gerade nicht verfügbar ist (Urlaub, Krankheit, Aufträge) und ich aber gerade spontan jemanden brauche.

Und da kommt die Handynummer ins Spiel. Denn all jenen, die nicht permanent und durchgehend an ihrem Schreibtisch sitzen und einen stets erreichbaren geschäftlichen Festnetzanschluss (zum Beispiel weil sie zwischen Coworking-Space, Cafe und Wohnung tingeln) ihr eigen nennen, kann ich nur dringend den Tipp geben:

Veröffentlicht Eure Handynummern immer und überall!”

Gerade bei Bands, DJs oder Fotografen oder Bühnen-Technikern gilt: Staus, plötzliche Erkrankungen oder die Deutsche Bahn bringen den Auftraggeber oftmals in heikle Situationen. Die Vorband fällt aus. Der Fotograf hat Mumps. Der DJ einen gebrochenen Finger. Ich brauche Ersatz! Es brennt die Luft! Da habe ich nicht die Zeit, abzuwarten, ob jemand meine E-Mail liest oder seinen Anrufbeantworter abhört.

Darum gilt:

- Pflege eine eigene Website (Nicht jeder Auftraggeber mag Facebook oder gar myspace)

- Pflege im Zweifel ein XING-Profil (Die mobile App ist für viele Auftraggeber die neue Visitenkarten-Schatulle)

- Publiziere auf Website und XING-Profil Deine Handynummer (Im Zweifel mit Hinweisen auf Tage, wo Ihr auf keinen Fall könnt)

- Übrigens: Am besten bei XING die “0″ aus der Vorwahl entfernen, nur dann ist bei Smartphones der direkte Anruf über die App möglich

Das gilt übrigens auch für die PR! Es kommt nicht selten vor, dass ein Redakteur ganz kurzfristig einen Experten zu einem Thema braucht. Wenn ihr also während der Geschäftszeiten nicht dauerhaft im Büro über eine Festnetznummer zu erreichen seid, dann ist es sicher nicht verkehrt, die Handynummer auch in der Rubrik “Presse” zu veröffentlichen.

Meine Nummer steht seit Jahren öffentlich im Netz! Ich habe noch nie eine Spam-SMS bekommen, die darauf zurückzuführen ist (was sich bestimmt mit diesem Beitrag ändert – ich lache jetzt schon) oder hatte Anrufe von Call-Centern (außer O2, aber verstecke mal vor denen als Kunde Deine Nummer).

Also: Die Angst vor dem Verlust der Privatheit ist absolut nachvollziehbar und gesundheitlich auch vollkommen richtig! Aber sie ist in Zeiten der Gründung ziemlich unbegründet. Veröffentlichte Handynummern werden von Verkäufern zur Kaltakquise nach meinen Erfahrungen wirklich extrem selten benutzt. Und sobald Euch wirklich jeden Tag nach Feierabend ein Interessent anruft, läuft Euer Geschäft wahrscheinlich so gut, dass von Akquise-Problemen keine Rede sein kann. Und wenn Euch jeden Tag ein Redakteur anruft, dann könnt ihr Euch ja mal nach einer gescheiten PR-Agentur umschauen :D

Habt ihr andere Erfahrungen? Wie findet ihr schnell Ersatz für ausgefallene Dienstleister? Ist Skype eine weitere Alternative?

 

 

 

 

 

Wer nix wird, wird Wirt! Das oder ähnlich „Geistreiches“ hat wohl jeder Kneipier schon mal gehört. Wer allerdings jemals zu Studienzeiten gekellnert hat, weiß, dass das harte Gastroleben weniger nach Sekt und mehr nach Spülwasser schmeckt. Da will man sich als einfache Aushilfe gar nicht vorstellen, wie anstrengend das Leben als Besitzer des Ladens sein muss. Wer dann trotz alle dem immer noch Lust auf ne eigene kleine „Butze“ hat, der gründet dann vielleicht doch lieber etwas vermeintlich weniger anstrengendes – ein Start-up, irgendwas mit Mobile und Internet und natürlich in Berlin, machen ja sowieso gerade alle hier. Machen sie wirklich?

In den Medien wird Berlin derzeit geradezu gehypt, was die Start-up-Szene angeht. Fast jeden Tag werden neue Gründungen bei deutsche-startups.de bekannt gegeben und Techcrunch Blogger Mike Butcher hielt erst kürzlich Hof im St. Oberholz und lud die Entrepreneurs dieser Stadt zur Vorstellungsrunde ein. Berlin brennt vor Gründungswilligen und Kreativen, doch wie innovativ, erfolgreich und nachhaltig sind die Berliner Start-ups wirklich? Um diese Kernfragen ging es am letzten Mittwoch bei der Podiumsdiskussion im Museum für Film und Fernsehen, veranstaltet von Inforadio/rbb.

Zur Diskussion waren vier Gründer aus der Berliner Szene eingeladen: Philip Eggersglüß, unter anderem Gründer des Modelabels “Berlin Loves You” und einer der Leiter vom Founder Institute Berlin, Lydia Horn, Mit-Gründerin von Mobile Melting, einem Unternehmen, das technische Lösungen für ortsbasierte Unterhaltungen wie GPS-basierte Stadtführungen anbietet, sowie Prof. Dr. Liv Kirsten Jacobsen, Unternehmensberaterin und Lehrstuhlinhaberin am Centre for Entrepreneurship der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder und Theofanis Vassiliou-Gioles, CEO der Testing Technologies GmbH. Harald Asel vom Inforadio leitete das Panel, in dem die zentrale Fragen des Gründens auf den Tisch gepackt wurden. Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Gründen? Wo bekommt man Kapital her? Was macht eine Gründerpersönlichkeit aus und wie und woher bekomme ich die nötige Expertise, um meine Idee auch in die Tat umsetzen zu können?

 

Panel zum Thema Gründer und Gründen in Berlin

Panel zum Thema Gründer und Gründen in Berlin

 

Matchmaking-Challenge: diejenigen, die es können suchen diejenigen, die es wollen

Nach und nach wurden an dem Abend die Kernthemen rund ums Gründen diskutiert, in einem Punkt waren sich allerdings alle Beteiligten schnell einig: das Fundament für eine erfolgreiche Gründung ist und bleibt ein gut funktionierendes Team. Lydia Horn von Mobile Melting brachte es treffend auf den Punkt: An erster Stelle steht das Team, die Expertise findet sich dann automatisch. Langsam kristallisierte sich im Laufe der Diskussion  heraus, dass die eigentliche Herausforderung eher darin besteht, diejenigen zusammen zu bringen, die es können und diejenigen, die es wollen. Technisches Know-How meets Creativity!

Doch woher kriege ich als Ideengeber genau den Programmierer/Entwickler, der meine Idee auch technisch realisieren kann? An der Uni, dem vermeintlichen Melting-Pot der Innovationen? Zumindest das Berliner Unisystem ist dafür nur minder geeignet: Techniker sitzen an der TU, Geisteswissenschaftler an der FU & HU und auch innerhalb der Uni sind die Campi fachbereichsgerecht meist fein säuberlich voneinander getrennt. Man geht doch nicht als Literaturwissenschaftler in die Juristenmensa! Der begehrte Programmierer wird zumindest in der Mensa so zur Nadel im Heuhaufen.

Für ein gelungenes Start-up-Matchmaking gibt es in Berlin zum Glück jede Menge Veranstaltungen, Organisationen und Institute, wie zum Beispiel den Entrepreneurs Club Berlin oder auch das Founder Institute, letzteres mitgeleitet von Panel-Teilnehmer Philip Eggersglüß. Der Modelabel-Gründer weiß aus seiner Arbeit, dass es bei einer Gründung eigentlich nie wirklich an Ideen mangelt. Die Schwierigkeiten seien wesentlich komplexer. Wie geht man eine Gründung überhaupt an? Was gibt es rechtlich zu beachten? Wo kommt das notwendige Kapital her? So werden die Studenten am Founder Institute, so Eggersglüß, eben auch auf diese Herausforderungen vorbereitet. Mentoren aus der Praxis unterstützen mit ihrer Erfahrung und jahrelanger Expertise. Wie soll man auch wissen, dass man sich vorab schon rechtlich schützen kann für den Fall, dass man sich zum Beispiel von einem Mit-Gründer trennen muss? Eine Art “Ehevertrag für Gründungspartner” – das hätte sicher so manchen Entrepreneur viel Ärger erspart.

 

Gründerpersönlichkeit – Talent oder doch erlernbar?

Das Thema Gründerpersönlichkeit und Gründungswille nahm an diesem Abend ebenso viel Raum innerhalb der Diskussion ein. Was für ein Typ Mensch gründet denn überhaupt in Deutschland? So ganz genau konnten die Panelteilnehmer nicht den Finger drauf legen, welche persönlichen Eigenschaften ein Gründer haben muss. An eins darf es jedenfalls nicht mangeln: Mut, Spaß und den Willen, etwas auf die Beine zu stellen. Klingt pathetisch, klingt verdammt nach Studententraum und genau von denen würde man diese Attitüde erwarten. Pustekuchen! Prof. Jacobsen verriet im anschließenden Gespräch, dass nach ihrer Erfahrung doch sehr viele Studenten nach dem Studium unbedingt bei einem der großen, alteingesessenen Konzerne einsteigen, dort die Karriereleiter hochklettern möchten und sich in die „klassische“ Laufbahn reinkatapultieren lassen wollen. Bitte was?

Die Professorin und Unternehmensberaterin hat selbst bei ihren Gründungsseminaren sogar oft mit der Meinung der Eltern zu kämpfen. Die können dem Gründungswunsch ihrer Sprösslinge häufig nicht viel abgewinnen. „Kind, du musst doch nicht gründen, du hast doch studiert, mach doch was Anständiges“ – schon erstaunlich, dass gerade in Zeiten der Finanzkrise auf altbewährte Riesen der Branche „vertraut“ wird. Woher rührt dieser Wunsch nach der vermeintlichen finanziellen „Sicherheit“ eines Großkonzerns, nach der „klassischen“ Karrierelaufbahn, womöglich noch mit anschließender Verbeamtung? Subjektiv gefühlt sind die meisten Eltern heutzutage doch eigentlich der Meinung, dass ihr Kind beruflich etwas machen sollte, was ihm auch Spaß macht. Selbstverwirklichung wird gepredigt, aber sobald die mögliche finanzielle Unsicherheit dazu kommt, zieht man doch den „klassischen“ Karriereweg vor? Nicht, dass alle Konzerne schlecht wären und auch eben genau so eine Karriere auch zu Anfang sehr lehrreich sein kann, aber eigentlich müssten doch die Impulse für neue, junge, innovative Firmenkonzepte eher auch von der jungen Generation kommen, oder?

Zum Glück gibt es auch noch die anderen, die Studenten, Jungunternehmer, die Bock auf etwas „Eigenes“ haben und diejenigen, die vielleicht erstmal ein paar Jahre Berufserfahrung in einem Konzern sammeln, um dann von dort aus zu gründen.  Unsicherheit gehört nun mal zum Leben dazu, klingt wiederum pathetisch, ist aber so und Theofanis Vassiliou-Gioles sagte es an dem Abend ganz treffend: Gründen macht Spaß! Und wisst ihr, was noch Spaß macht: die Wertvorstellungen der Eltern ab und an auch über Bord zu werfen und lieber ein ernsthaftes Gespräch mit dem Kneipier seines Vertrauens zu führen.

Wer sich übrigens unsicher ist, ob er überhaupt zum Gründer taugt,  der kann dies sogar beim schon erwähnten Founder Institute testen lassen. Wie der Test genau aussieht, wurde an dem Abend leider nicht verraten, es hätte mich aber brennend interessiert.

Den Hörfunkbeitrag vom Inforadio/rbb gibt es hier in voller Länge.

 

Letzten Donnerstag, 22 Uhr, Berlin-Kreuzberg. Da saß ich mit ihrer Begleitung im Innenhof des Voo-Stores auf der O-Straße. Mutewatch, das schwedische Start-Up, das kürzlich seinen Firmensitz an die Spree verlagert hat, lud zur Launch-Party ihrer gleichnamigen Uhr. Passend zur Fashion Week war das illustre Partyvolk auf viel zu hohen Absätzen, mit viel zu bunten Klamotten (und  btw: mit viel zu niedrigen BMI) natürlich auch hier an Ort und Stelle.

Äußerst passende Kundschaft, denn die Mutewatch hat meines Erachtens definitiv das Potential, die Brücke zwischen Fashion Accessoire und Geeky Gadget zu schlagen. Das Design der Uhr ist schlicht und erinnert dunkel an die guten alten Livestrong-Armbänder, die vor einigen Jahren noch jedes Promihandgelenk zierten. Auf den ersten Blick ist die Uhr als solches auch nicht zu erkennen, denn typische Charakteristika wie Ziffernblatt, Stellschräubchen, Zeiger oder ähnliches fehlen schlicht und ergreifend.

Im Verkaufsraum des Designerladens lagen an diesem Abend natürlich mehrere Exemplare zum Testen bereit. Das lässt sich die katze nicht zweimal sagen: wo es was zum Testen gibt, da wird auch getestet und das ausgiebig. Nach anfänglichen Rumgetatsche- und -gedrücke hatte ich den Clou dann raus: die Mutewatch will einfach eine gewischt bekommen. Mit einem Fingerwisch bringt man das unsichtbare Display zum Leuchten und die Uhrzeit erscheint.

Ein großartiger Spaß, dieses Hin- und Herwischen, mit dem man auch die drei Funktionen Alarm, Timer und Uhr einstellen kann. Wie ich später erfuhr, erkennt ein eingebauter Bewegungssensor sogar die individuelle Lage am Handgelenk, so dass die Uhrzeit selbst im Kopfstand richtig angezeigt wird. In der Position dürfte einzig der nötige Fingerwisch die wahre Herausforderung sein. Auch passt sich der Vibrationsalarm dem individuellen Bewegungsverhalten an. Sehr praktisch, denn so fällt einem beim morgendlichen Weck-Vibrations-Alarm nicht direkt der Arm ab und beim Abtanzen im Club erinnert die Uhr auch ausreichend stark an den zuvor eingestellten Termin.

Aber zurück zur Launch-Party: Solch ein Gadget lässt natürlich Raum zum Träumen, was vielleicht in der Zukunft noch so geht. Christoph, seines Zeichens mein ehemaliger Arbeitskollege und Start-Up-Spezialist, hatte da eine phantastische Idee: Es müsste eine Mutewatch geben, dessen Design man quasi customized online auf die Uhr runterladen kann, je nach Gelegenheit und passenden Outfit – wie ein wiederbeschreibbarer DVD-Rohling. Ein Traum für jedes Fashion Victim – wobei bei den Outfits an diesem Abend das Design eine echte Herausforderung gewesen.

Also Mutewatch – Varmt välkommen in Berlin wünscht die katze (und bedankt  sich höflichst für die tolle Party)!

 

YouTube Preview Image

Pages: Prev 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ...12 13 14 Next
Pages: Prev 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ...12 13 14 Next