Kategorie: Agenturleben

23.Dezember 2010

Sam X

Wir holen allmählich die Netze ein, kurbeln die Angeln hoch und konzentrieren uns die nächsten neun Tage auf den puren Verzehr frischer Fische.

Das Jahr hat großen Spaß gemacht – dank den tollsten Kollegen der Welt, dank den spannendsten Kunden der Galaxie, dank den talentiertesten Redakteuren des Kosmos, dank den attraktivsten Mitlesern des Alls!

Ich wünsche allen eine entzückende Geburtstagsfeier für den kleinen Jesus! Und für Sam X natürlich.

PS: Blog, Facebook und Twitter lassen wir auch über die Feiertage geöffnet.

Während für die meisten von uns Weihnachten ein Fest der Freude in vertrauter und liebevoller Runde ist, drückt es all denen umso schlimmer aufs Gemüt, die in diesen Tagen einsam und traurig sind oder gerade eine harte Zeit durchmachen und auf ein weniger erfolgreiches oder erbauliches Jahr zurückblicken können.

Ich kann dieses Gefühl nachvollziehen, obwohl ich meine Familie wirklich über alles liebe und in dieser auch zu jeder Zeit meines Lebens aufgehoben war. Aber ich bin sozusagen gebrandmarkt. Das Weihnachtsfest 2004 gehört zu meinen unglücklichsten Erinnerungen. Eine private Trennung kurz zuvor – verbunden mit so richtig allem Scheiß, der so dran hängen kann (Haus, Kinder, Job). Plötzlich konnte ich sehr gut verstehen, was Hilflosigkeit für die bedeutet, die nicht auf so ein herzliches Umfeld zurückgreifen können. Über Weihnachten erreichte uns dann auch noch die Nachricht, dass ein heißgeliebter und bewunderter Cousin Opfer des Tsunamis in Thailand geworden war. Um es kurz zu machen: „Oh Du fröhliche“ war nicht gerade mein Ohrwurm damals.

In einem drin wächst in solchen Zeiten einfach nur der Wunsch, einen Neuanfang der Extraklasse hinzulegen. Sein Leben in neue Bahnen zu lenken: Selbstbewusster zu sein, konsequenter zu sein, erfolgreicher zu sein, so unbeschwert wie früher zu sein. Das ist alleine aber ziemlich schwer und nicht umsonst erlebt der Beruf des Coaches gerade einen ziemlichen Boom.

Aber welchen Coach wählen? Wer passt zu mir? Wie viel muss ich von mir selbst preisgeben? Und wer bezahlt das? Viele Menschen scheuen davor zurück, professionelle Beratung zu suchen und bauen stattdessen auf eines der unendlich vielen Ratgeberbücher. Aber wie individuell kann ein Buch auf die Probleme des Einzelnen eingehen? Und was, wenn das Buch zu Ende gelesen ist?

Darum finde ich das Video-Coaching Angebot unseres Neukunden Motivado so spannend. Für mich klingt das sehr erfolgversprechend für all jene, die den Kontakt mit einem persönlichen Coach (noch) scheuen, die aber aus dem Lesen eines Ratgebers nicht genug Kraft ziehen, wirklich etwas zu ändern. Die Videos sind viel individueller als jedes Buch es sein kann und sie erlauben eine dauerhafte Fortführung des Coachings.

Für ungewollte Singles oder Menschen mit ernsthaften Problemen im Job, die sich für 2011 viel vorgenommen haben, gibt es hier am Ende den entscheidenden Motivationsschub.

Kontakt aufnehmen kann man zu Motivado auch auf Facebook. Ich bin sehr gespannt auf die Reaktionen und Dialoge dort.

ich wünsche Euch, dass Ihr Eure guten Vorsätze für 2011 erreichen werdet. Ob mit oder ohne Coach, ob mit Video, Buch oder persönlichem Trainer. Macht´s gut und bis nächtes Jahr.

Drei FischeDrei Frische Fische gehen zusammen zum Mittagessen. Alle drei bestellen das gleiche Tagesmenü für je 10 Euro: Kürbissuppe, Spaghetti al dente mit Pesto und zum Dessert Eiscreme mit heißen Himbeeren.

Nach dem Essen wird die Rechnung verlangt und jeder Frische Fisch gibt dem Kellner einen 10-Euro-Schein. Der Kellner geht zum Restaurantchef und gibt ihm das Geld. „Du hast schon wieder vergessen, dass das Tagesmenü als Teambestellung billiger wird und für drei Leute gemeinsam nur 25 Euro kostet“, sagt stirnrunzelnd der Restaurantchef. „Hier hast du 5 Euro, gib sie den Gästen zurück!“

Der Kellner weiß aber nicht, wie er drei Leuten 5 Euro zurückgeben soll und so steckt er flugs 2 Euro in die eigene Tasche und gibt jedem der drei Frischen Fische je 1 Euro zurück.

Wie viel hat nun jeder bezahlt?

10 Euro bezahlt
1 Euro zurückbekommen
= 9 Euro

3 x 9 Euro = 27 Euro
+ 2 Euro in der Tasche des Kellners
= 29 Euro

Wo ist der letzte Euro abgeblieben? Drei Fische

Magische Momente während eines Konzerts kennt jeder Musikliebhaber: Ein unvergessliches Gitarrensolo, eine plötzlich über alle Maßen knisternde Atmosphäre, ein spontanes Pamphlet des Sängers… Es gibt eine Menge Gründe, warum sich (illegale) Bootlegs immer neben dem hochgestylten Livealbum behauptet haben.

Simfylive hat vor drei Jahren daraus eine Geschäftsidee entwickelt und versorgt mit mehreren mobilen Recording-Studios Konzertgänger auf europaweiten Tourneen. Die entstandenen Aufnahmen werden dann im Onlineshop als MP3-Datei (Download oder USB Stick) angeboten.

Wir stellen heute die Top 5 Downloads im Jahr 2011 und noch einige private Konzerthighlights von Mitarbeitern der Frischen Fische vor. Verlinkt sind jeweils die Twitter-Accounts, vielleicht findet Ihr ja musikalische Freunde zum Folgen :-)

Simfylive:

1. KISS – Oberhausen – König-Pilsener-Arena – 01.06.2010
2. Mark Knopfler – London – Royal Albert Hall – 30.05.2010
3. Simply Red – Arnheim – Gelredome – 03.12.2010
4. Scorpions – Köln – Lanxess Arena – 13.11.2010
5. Elton John – Grand Rapids – Van Andel Arena – 24.04.2010

Stefen Niemeyer:

High- und Lowlight an einem Tag war hier:
Top Jethro Tull und The Australian Pink Floyd Show, oberpeinlich Eric Burdon.

Simone Riecke

Mein Konzerthighlight war die Farewell Tour 2010 von A-ha, die am 25.07.2010 das Elbufer rockte. Leider war das auch die Abschiedstour.

Stefanie Mainitz

Kat Frankie, drei Mal gesehen 2010 (24.04./Admiralspalast; 10.06./Aufsturz; 28.10./Festsaal Kreuzberg) und immer großartig. Auch nicht schlecht: The XX am 22.01. im Astra Kulturhaus.

Eric Eitel

Ganz eindeutig “Trans Am” im Bang Bang Club zu Berlin:
Sensationelles Konzert der drei leicht gealterten Herren aus Washington DC. Ich habe die Jungs auf ihrer ersten Europa-Tour 1997 in einer Zwischennutzungs-Galerie in Frankfurt mit ca. 10 weiteren Gästen gesehen, das nächste Mal in Brooklyn im ausverkauften LUXX. Trans Am wurde jedenfalls von Gig zu Gig besser und intensiver, bin gespannt, wie lange dieser Trend noch anhält.

Icke

Hundreds am 12.05. in der Scheune (DD), Sophia (Robin Proper-Sheppard Solo) am 01.06. im Societaetstheater (DD), WhoMadeWho beim La Pampa Festival und Grandfathers beim Orange Blossom Special.

Apropos Musik! Suchst Du noch ein kleines Weihanchtsgeschenk für musische Mitmenschen mit Humor? Mit der DVD Sammlung “Loriot und die Musik” macht man garantiert nichts verkehrt! Neben den von Loriot inszenierten Opern und vielen Interviews und Hintergründen befinden sich auch alle musikalischen Sketsche auf den insgesamt 5 DVDs.

Was spielst Du denn da?

Wie war das noch mal mit dem Boot? Ach ja, wir sitzen gerade alle drin. Heiligabend rückt näher, die Anzahl der Menschen in Kaufhäusern steigt rapide und die Gedanken an mögliche Geschenke häufen sich merklich. Wie gut nur, dass die Internetaffinen unter uns sich damit beruhigen können, dass WIR unsere Geschenke natürlich ganz relaxt online kaufen. Error 666 – Irrtum vorprogrammiert, liebe Netzgemeinde!

Denn wer abends auf der Couch sitzend mal den ersten Bestellversuch wagt, den ergreift nach kürzester Zeit die pure Panik bei der Flut an ganz innovativen und außergewöhnlichen Geschenkideen. Seiten über Seiten werden durchwühlt, gegoogelt und gebingt, in letzter Verzweiflung auf Yahoo und Alta Vista zurückgegriffen, um dann letztendlich doch bei den bekannten Verkaufsketten zu landen.

Damit aus purer Verzweiflung nicht doch irgendjemand auf die Idee kommt, ein echt tolles Gadget, wie z. B. diesen USB-Hund zu verschenken, der dann fortwährend den heimischen Laptop penetriert, versorge ich die ahnungslosen Suchenden in den Weiten des Netzes mal mit den Früchten meiner stundenlangen Recherche.

Ladies first – Lighted Lapdesk für Rockabellas

Da wir Frauen bekanntermaßen Multitasking-Genies sind, gerne gleichzeitig telefonieren, im Internet surfen und das Fernsehprogramm von der Couch aus scannen, erscheint es nur gerecht, für alle Beteiligten dieser Session ein bequemes Plätzchen zu finden. Das SPI Lighted Lapdesk wäre ein passender Platz für den Laptop der  Liebsten, der gleichzeitig noch ihre Knie schont.  Der portable Schoßschreibtisch im Polka-Dots-Design mit pinkfarbener Handgelenkstütze ist ein echtes Girls Gadget – da strahlt das Rockabella Herz. Im Gegensatz zu vielen anderen Lapdesks verfügt das SPI Lighted Lapdesk über eine integrierte, batteriebetriebene LED Lampe, die nach Herstellerangaben sogar bis zu 50.000 Stunden halten soll. Mit 29 Dollar ist dieser Lapdesk definitiv ein girly gadget, das stylisch und preislich rockt!

Theorymine – Chance für alle Mathenieten

Viele Leute glauben, dass ein nach dem Liebsten benannter Stern ein ganz ungewöhnliches, persönliches und vor allem romantisches Geschenk ist. Und hier ist er  wieder: Error 666 – Irrtum vorprogrammiert. Sternenzertifikate, Stückchen von Mond, Mars oder Venus sind so was von 90er und definitiv out. Wenn schon Zertifikat oder Auszeichnung, dann lieber die wirklich originelle Version theorymine der Universität Edinburgh. Dort haben die schottischen Forscher eine Maschine konzipiert, die neue mathematische Sätze erstellt und prüft. Für nur 15 Pfund kann man einen dieser geprüften Sätze käuflich erstehen und diesen dann nach seinem Liebsten benennen. Die Chance, der nächste Einstein oder Pythagoras zu werden, ist demnach zum Greifen nah. In jedem Fall ist dieses Geschenk Balsam fürs geplagte Mathe-Ego.

via Guardian.co.uk

Drawdio – Jetzt wird Musikgeschichte geschrieben

Wer seiner geliebten Schwägerin schon immer mal indirekt eins mitgeben wollte, der legt seinem Neffen einfach den Drawdio Stift unter den Weihnachtsbaum. Der elektronische Graphitstift produziert mittels eines eingebauten Synthesizers während des Zeichnens Musik, oder sagen wir besser: Geräusche. Ein Stift, an dem die Kids definitiv Spaß haben werden, und durch den Eltern an die Grenzen ihrer nervlichen Belastbarkeit stoßen. Genau das Richtige, um für schlanke 17,50 Dollarchen die Langeweile an den Feiertagen zu überbrücken und Jingle Bells, O Tannenbaum und Co. mal schräg zu untermalen. Hier ein Eindruck vom Drawdio Stift in Action.

via mashable.com

Kekskrümelattacke auf dem Schreibtisch – Henry & Hetty sind auf dem Weg!

Nach Weihnachten und Neujahr folgt traditionsgemäß das Reste-Kekse-Essen im Büro. Damit nach dem Keksgelage am Schreibtisch die zahlreichen Krümel nicht im Nirvana der Laptop-Tastatur ver- schwinden, empfehle ich Henry oder Hetty, the Hoover als ideales Weihnachtswichtel- geschenk für die lieben Arbeitskollegen. Für nur 13,95 kann man Henry in seinem feurigem Rot als auch Hetty mit ihrem sexy Augenaufschlag in Mädchenrosa kaum widerstehen. Ein praktisches Gadget mit Personality -Faktor. And, for the record: I like pinky Hetty und ich bin bereit, auch bei meinen reizenden Arbeitskollegen zu saugen.

via sowaswillichauch.de

Wer kennt das nicht, man arbeitet hochkonzentriert vor sich hin und dann ist ganz plötzlich die Luft raus. In solchen Fällen helfen nur noch Ablenkung und Entspannung der betroffenen Gehirnwindungen. Da kann man einfach mal an der frischen Luft spazieren, die Kaffeeküche besetzen oder in einer Zeitschrift blättern. Aber manchmal hat man auch einfach keine Lust rauszugehen, bleibt sitzen und startet ein kleines Browserspiel.

Da die Suche nach wirklich guten Spielen unter den unzähligen (mehrheitlich schlechten) Angeboten an die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen erinnert, hier meine Top 3 der Spielesammlungen.

1. Flash Gamez
Eine liebevoll gepflegte Spielesammlung mit Shockwave- und Flash Games, der Schwerpunkt liegt bei kurzweiligen „Escape-the-room“ Spielchen.

2. jetztspiele.de
Umfassende Sammlung, auch für eine jüngere Zielgruppe geeignet. Mein Lieblingszeitvertreib ist „Dream Pet Link“.

3. friv.com
Grafischer Augenschmauß mit einer schier unendlichen Auswahl an kleinen Spielen

Und für alle, die gern harte Nüsse zwischendrin knacken, empfehle ich den Sudokuknacker.

Aber Achtung, Suchtgefahr ;)

Und Ihr so?

Die diesjährige Urlaubsfrage brachte uns so manch schlaflose Nacht und Unmengen an Reiseliteratur. Nach langem Hin und Her und Hoch und Runter im Atlas haben wir uns für San Francisco entschieden. Für jemanden, der dem Fliegen in großer Höhe eher skeptisch gegenüber steht, ein Nervenkrieg.- zumindest vorher. Zum Warmlaufen gab es erstmal einen ruhigen Kurzstreckenflug nach Stockholm, wo wir mit Freunden noch ein paar gemütliche Tage verbrachten. Die zehn Stunden Richtung San Francisco war dagegen turbulent und nur auszuhalten dank Entertainment an Bord, dem Lonely Planet-Reiseführer (unverzichtbar), und zwei netten Reisebegleitern in Form meines Herzmannes und des geduldigen Herrn Wolfs.

Herr Wolf erobert San Francisco

Herr Wolf erobert San Francisco

San Franciscos Top 5:

1. Küstenwanderung von der Bay zum Pazifik mit Abstechern zu einsamen Stränden

Strandwanderung von der Bay zum Pazifik

2. California Academy of Sciences: Naturkunde zum Anfassen und Staunen, empfehlenswert ist besonders die Show im Planetarium

Auf dem Dach der California Academy of Sciences

3. Besuch von Alcatraz, dem einstigen ‚Wohnort’ von Al Capone

Alcatraz

4. Picknick im Golden Gate Park
5. Fahrradtour über die Golden Gate Brücke nach Sausalito

Auf alle Fälle sollte man bequeme Schuhe einpacken, denn San Francisco ist eine Stadt der Fußgänger mit einigen anstrengenden Anstiegen.

Wer mal einen Blick riskieren mag, hier findet sich die SausalitoCam.

Spätestens seitdem facebook zum globalen Social Network schlechthin avanciert ist, und allein in Deutschland pro Monat Mitgliederzuwächse in sechsstelliger Höhe verzeichnet, hat sich die Diskussion um Datenschutz und Schutz der Nutzer-Persönlichkeitsrechte schon fast zu einer Art Running Gag entwickelt. Möglicherweise auch als Antwort darauf sind zum 31. Mai 2010  zahlreiche Neuerungen in kraft getreten, die es dem gemeinen facebook-Nutzer  ermöglichen, seine Daten so optimal wie möglich zu schützen – wenn er sich die Zeit nimmt, sich durch die unzähligen Privatsphäre-Optionen durchzuklicken. Hauptvoraussetzung dafür: ein Bewusstsein beim Nutzer dafür bzw. die Erfordernis, seine Kontakte zu ordnen, und zu kontrollieren, wer welche Informationen zu sehen bekommt. Das ‚special feature’, dem dabei die größte Bedeutung zukommt, möchte ich heute anhand zweier kleiner Beispiele etwas näher vorstellen.

Ich habe eine Freundin, nennen wir sie mal Sarah. Sarah ist im prüden, überreligiösen Mittleren Westen der USA aufgewachsen, und als sie vor gut 5 Jahren nach Berlin kam, begann in vielerlei Hinsicht ein neues Leben für sie – grade auch, weil sie zum ersten Mal eine Beziehung zu einer Frau hatte, und sich ihr Freundeskreis allein dadurch veränderte. Seit facebook endgültig nicht nur in Deutschland, sondern auch bei Sarahs Familie und Eltern angekommen ist, jongliert sie nicht zuletzt auch deswegen 5 oder 6 verschiedenen Freundeslisten: family, school friends, queer friends, work,… . Denn: Sie hätte ja schlecht die Freundschaftsanfrage ihrer Mutter und ihrer besten Freundin aus der High School ablehnen können. Nach 2 Wochen des Hin- und Herüberlegens legte sie ihre erste Liste an. Auf die Frage, wie sie all diese unterschiedlichen Sarah-Bilder aufrecht erhält, ohne  komplett durcheinander zu kommen oder/und wahnsinnig zu werden, gab sie mir die Antwort „Well, you know, I decided to just post very general stuff, about politics or cooking“. Na wunderbar.

Genaugenommen hält sie sich 1:1 an die in Thomas Hutters facebook-Leitfaden aufgestellte Grundregel, dass man niemals Inhalte veröffentlichen sollte, die man im Zweifelsfall nicht öffentlich publiziert sehen möchte. Die Freundeslisten ermöglichen ihr, gesammelt an Menschen, die sich untereinander kennen, weil sie zusammenarbeiten oder in die gleiche Schule gegangen sind, Nachrichten zu schreiben, oder benutzerdefinierte Status-Updates abzusetzen.  Auf diese Weise kann Berufliches von Privatem effektiv getrennt werden. Dennoch: höchstwahrscheinlich sieht Sarah nicht die inhärente Problematik eines möglichen Doppellebens in dem Ausmaß, wie ich das tue.

Ja, ich bin ein facebook-Junkie – oder, laut facebookBIZ, ein absoluter Hardcore User, der sogar fast dem Durchschnitt entspricht, was Alter, Geschlecht und Bildungsstand angeht. Ich gebe zu: bei mir hat sich mittlerweile eine Art Drei-Klassen-Gesellschaft etabliert.  Wenn ich wirklich private News teilen will, dann sehen das auch nur meine engsten Freunde. Dann  gibt es noch eine generelle Liste, und eine zu Menschen, den ‚far aparts’, die im Grunde gar nichts sehen können, deren Freundschaftsangebote ich aber aus den verschiedensten Gründen nicht ablehnen wollte – weil ich sie mag, sie aber nicht gut genug kenne, weil ich ihnen nicht alles kommunizieren will… Undsoweiter. You get the picture. Mittlerweile gehe ich circa  einmal im Monat meine Freundesliste durch und sortiere neu. Und ja, ich gebe es zu: gut 70% aller Kontakte sind ‚far aparts’, Tendenz steigend.

Manchmal frage ich mich wirklich, wozu die ganze Sache gut ist, und ob sie überhaupt praktikabel ist, wie sie ist. Meine Prämisse beim Anfreunden auf facebook war eigentlich immer, meine facebook-Freunde zu kennen und zu mögen. Seitdem es die Unterteilung der Listen gibt,  sind diese Prinzipien auch bei mir immer weiter aufgeweicht worden.  Jetzt geht es noch mehr darum, wem ich eigentlich vertraue. Für mich wären weitere Listen aber undenkbar weil schlicht unpraktikabel– siehe Sarah. Don’t get me wrong: ich koche auch gerne, und lese leidenschaftlich gerne den Politikteil meiner Tageszeitung. Aber vielleicht presst das social networking die  Wirklichkeit tatsächlich in immer kleinere digitale Schubladen – um mit dieser sich immer weiter ausdefinierenden digitalen Komponente überhaupt klarzukommen.

Fazit: Wenn man sich dazu entscheidet, Teil dieses Systems zu sein, aus welchen Gründen auch immer, dann  sollte man das bewusst tun – sich bewusst schützen, oder eben nicht. There’s no other way. Für weitere Infos empfehle ich neben dem schon genannten Leitfaden auch die etwas kompaktere, 2-teilige Darstellung auf facebookmarketing.de.

In der Modewelt ist Vintage wieder IN, die Gaming-Community daddelt sich bei der Online-Version des Brettspielklassiker Siedler die Finger wund und auch Nintendo feiert den 25. Geburtstag ihres beliebten Vorzeigeklempners Mario mit einer Wii-Konsole im knallrotem Retro-Design. Jede Menge Klassiker und Altbewährtes finden anscheinend allzu leicht den Weg in die Moderne. Was dabei rauskommt, ist manchmal cooler Retrostyle, manchmal aber auch einfach nur scheußlich anzusehen. Ist futuristisches Design nun out? Oder werden ganz nach dem Prinzip der Heiratsweisheit „was Altes – was Neues – was Gebrauchtes“ neue Trends geboren? Den hier vorgestellten Gadgets haftet jedenfalls ein deutlicher Hauch von Vergangenheit an.

BONE Horn Stand -das Grammophon für das iPhone

Die Jungs von cyberguys.com bringen mit dem BONE Horn Stand einen stromlosen iPhone-Verstärker auf den Markt, dessen Design deutlich an die 20er Jahre erinnert, dabei technisch aber gut durchdacht zu sein scheint. Der Verstärker, dessen Form auf den ersten Blick an eine charmante Mischung aus Grammophon und Mini-Nebelhorn erinnert, ist aus robustem und flexiblem Silikon gefertigt. Mit ihm wird die Audioausgabe des iPhones um 12db hörbar verstärkt (siehe Produktvideo). Preislich ist der Verstärker im Retrodesign mit 25$ auch durchaus erschwinglich. Klares Manko: die Farbe. Auch wenn sich über Geschmack streiten lässt, das „light brown“ sieht zumindest auf den Produktfotos eher „mausgrau“ aus, die schwarze Version wirkt alles andere als edel und der Silikonlook kommt bei beiden Farben leider besonders gut zur Geltung. Ich könnte mir vorstellen, dass es dem ach-so-designbewussten iPhone-Besitzer äußerst schwer fällt, seinem mobilen Schätzchen solch ein Gummihorn überzuziehen, guter Sound hin- oder her. Also, liebe cyberguys, Retro ja, aber nicht im mausgrauen Silikonlook. Vielleicht wäre eine poppig bunte Version mit Glitzereffekt eine Idee? Damit wird das iPhone dann zur coolen Diskokugel und hat das Zeug zum Retro 70’s Must-Have.

Playbutton – Musik zum Anstecken

Ein interessantes Fusion-Gadget aus den Bereichen Musik und Mode ist der für November dieses Jahres geplante Playbutton. In Zeiten von MP3-Playern ist das öffentliche musikalische Statement wohl kaum noch möglich, dabei ist am enthusiastischen Kopfnicken der Hörer in der U-Bahn und der dementsprechenden Lautstärke, die die ganze Bahn beschallt, der Mitteilungsdrank glasklar erkennbar. Mit dem Playbutton kann man sich sein Lieblingsalbum nun stolz auf die Brust pinnen. Das musikbeladene Accessoire der New Yorker Firma Parte LLC ist quasi das Album zum Anstecken. Der designte Button wird mit einem vollständigen Album geliefert, die Play- und Skip-Tasten befinden sich auf der Rückseite des Buttons und ganz wie bei der guten alten Platte (oder für alle Jahrgänge >1984 – bei der CD) lässt sich die Abfolge der einzelnen Tracks nicht ändern. Der Bilder auf dem Button sollen dann individuell gestaltet werden können. Eine tolle Idee, die Fashion und Funktionalität vereint. Bleibt abzuwarten, inwieweit Alben und Design von Playbutton zur Auswahl vorgegeben werden oder ob dann auch ganz individuell eigene Bilder, Designs etc. als Musikbutton möglich sind. Da würde das Verschenken von Musik mal wieder richtig Spaß machen und die ein- oder andere Firma könnte den Soundtrack ihres Geschäftslebens vermarkten.

Samsung Jot – die Wählscheibe des 21. Jahrhundert

Das Retro-Feeling ist auch in der Mobile Branche angekommen. Zumindest erweckt Raymond Bessemers Mobile-Konzept „Jot“ für den Mobilfunkriesen Samsung diesen Eindruck. Das für 2015 Mobile-Konzept „Jot“ hätte so einiges, was das gute, alte Schnurtelefon auch hatte. Das „Jot“ lässt sich nicht nur lässig wie ein Schlüsselbund um den Finger schwingen, gewählt wird hier via Wählscheibe und retro-revolutionär wirft es sogar das Tastatur-Texten über Bord. Demnach werden die Textnachrichten im Jahre 2015 ganz „old school“ wieder per Hand geschrieben. Dabei fungiert der Stylus als klassischer Stift, mit dem man die Nachrichten auf die Rückseite des Gerätes schreibt. Welche Missverständnisse dann allerdings durch nicht-leserliche Handschriften drohen, bleibt abzuwarten. Aber um die technische Umsetzung per Hand geschriebener SMS müssen sich andere Sorgen machen, das außergewöhnliche Design und der Rumspiel-Faktor sind in jedem Fall top.

Es wird noch lebendiger in unseren Büros. Marietta Dräger (sie hat sich ja bereits vorgestellt) und Katharina (Kathi) Zegers verstärken seit September bzw. Oktober die Berliner Fische, Stefanie (Steffi) Mainitz ist zum ersten November ins Dresdner Headquarter gezogen. Auch mit Kathi und Steffi haben wir wieder zwei neue Kolleginnen geangelt, die nicht nur Erfahrung sondern auch ansteckende Leidenschaft und Begeisterung mitbringen. Heute wollen wir sie kurz vorstellen, da beide bereits erste Blogbeiträge in der Pipeline haben und außerdem an einem Konzept für einen Blog-Dialog (nennt man das dann Blogalog?) arbeiten, in dem sie sich hier über ihre Arbeit bei den Fischen austauschen wollen. Das könnte sehr spannend werden.

Hallo und herzlich willkommen, Kathi:

Kathi ist seit Oktober im Berliner Büro der Frischen Fische. Schon während ihres Studiums der Literatur- und Kommunikationswissenschaften sammelte sie vielfältige Erfahrungen bei Online-, Mobile- und Radioredaktionen. Das PR-Fach lernte sie in der Verlagsbranche kennen und lieben, wo sie mehrere Kampagnen speziell im Onlinebereich betreute. Zu ihren außergewöhnlichen „Kunden“ gehörten unter Anderem der famose Erpel Donald Duck sowie die gallischen Enklavenbewohner Asterix, Obelix und – Beim Teutates! – natürlich auch Idefix. Im Fische-Blog berichtet Kathi über spannende, witzige, hübsche und auch hässliche Produkte aus der Welt der Gadgets.

Hallo und herzlich willkommen, Steffi

Eigentlich wie Kathi in Berlin verwurzelt, hat es Steffi im November 2010 nach Dresden in das Hauptquartier der Frischen Fische verschlagen, wo sie ihre Kunden in Sachen PR und Social Media beraten wird. Beim Berliner Querverlag und in der Jubiläumsabteilung der 60. Berlinale war sie an den unterschiedlichsten Online- und Offline-Projekten beteiligt. Auch liebt sie es, Manuskriptgutachten zu erstellen – manche ihrer Freunde unterstellen ihr gar, ein kleiner Buchstabennazi zu sein. Dennoch: Netzwerken und Kommunizieren ist ihre größte Leidenschaft, ihr Herz schlägt für Kino, elektronische genauso wie handgemachte Musik und zeitgenössische Fotografie.
In der Fische-Blogosphäre wird sie vor allem die Untiefen von Social Networks à la Facebook & Co. ergründen.

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