Kategorie: Humor

Da wir ja kein Online-Reiseportal zu unseren Kunden zählen (warum eigentlich?), verschenken wir hier mal die Idee für eine kleine Social-Media-Kampagne an den ersten, der zugreift:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inspiriert by Twitter

 

Alles klar? (Bild: Frankzed cc / flickr)

Sicher gibt das böses Blut doch Sprache ist, das wissen wir, dass allerhöchste Gut und ohne Klarheit in der Sprache ist der Mensch nur ein Gartenzwerg

heißt es in der Lied gewordenen Trinker-Philosophie „Vier Minuten“ der Band Element of Crime.

Wie schwer das mit der Klarheit in der Sprache ist, erlebt man nicht zuletzt bei der passiven und aktiven Auseinandersetzung in und mit diversen Social Networks.

Was habe ich damals die strengen Guidelines des Netzwerks Quora gefeiert, weil ich mir erhoffte, dass klar formulierte Fragen auch klar formulierte Antworten hervorbringen würden. Leider aber schafft es der Homo Socialis, sogar auf eine Frage wie „Was ist das Notebook mit den meisten 3DMark-Punkten“ eine Antwort zu formulieren, die mit „it depends“ beginnt oder hält es – noch besser – für nötig, die Bedeutung des 3DMark-Werts in 1.000 Zeichen auseinanderzunehmen.

Humankind is enslaved by Laberei

Nein, der Mensch ist nicht dazu gemacht, nur dann zu antworten, wenn er eine klare Meinung hat oder etwas wirklich weiß. Dass wissen wir spätestens seit der Erfindung der TV-Talkshow. Interessant ist aber trotzdem, dass selbst in einem Netzwerk mit strengsten Frage-Regeln und strengster Kontrolle die gegebenen Antworten in Sachen Klarheit eher an den Nebel Londons erinnern als die Sonne Palo Altos, wo Quora beheimatet ist.

Dabei hat Quora extrem ehrgeizige Ziele! Eine Wissensdatenbank soll dort entstehen, die Wikipedia oder Google überflüssig macht, in dem die Suche nach Informationen im Netz auf ein neues Level gehievt wird. Menschen, die wissen wollen, was das teuerste Hotel der Welt ist, sollten nicht mehr bei Google nach Keyword-Kombination wie „Hotel+teuerste+Welt“ suchen sondern genau die Frage stellen, die ihnen auf der Seele brennt! Also zum Beispiel „Was ist das teuerste Hotel der Welt?“ oder „Was ist der teuerste Cocktail, der je an einer Hotelbar ausgeschenkt wurde?“ Doofe Fragen, sagst Du? Nun, ich persönlich würde mich nicht wundern, wenn diese Frage weltweit schon häufiger gestellt wurde als die Frage danach, ob ein öffentliches Verkehrsmittel zu Recht Hochbahn heißt, obwohl es kurz vor Schöneberg im Abgrund verschwindet. Um noch mal auf eingangs erwähnten Song zurückzukommen.

Amen: Antworten auf Fragen, die bei Quora noch nicht gestellt wurde

Noch interessanter allerdings ist, dass in eben jenem Berlin ein neues Netzwerk aus dem Boden gestampft wurde, dass nun genau die klaren Antworten gibt, die ich bei Quora vermisse. Ok, manche behaupten ja, mit Amen würde auch die Sprache veramen, aber viel schlimmer ist doch, dass man dort nur mit Antworten um sich wirft auf Fragen, die noch gar keiner gestellt hat.

Als ich neulich Jean Pütz als besten Vorbereiter ever geamet (?) habe, hat niemand meine Provokation aufgegriffen und widersprochen mit „Hell No, Ryan Giggs is!“ – Womit er ja zumindest im Hinblick auf die Premier League absolut recht gehabt hätte (Für Interessierte: Kumulierte 100 Assists in seiner Karriere).

Es bleibt also festzuhalten, dass wir einfach keine Maschinen sind, die auf klare Fragen nur eine – und zwar die richtige – Antwort geben. Genau das ist (das nur mal am Rande für die Popkulturbeutel unter Euch) im Übrigen der Unterschied zwischen der unumstößlichen Wahrheit 42 und der nebulösen 23! Ich fürchte, an dieser menschlichen Laber-Schwäche ändern selbst Seminare von  Thilo Baum (Autor des Werks „Komm zum Punkt!: Das Rhetorik-Buch mit der Anti-Laber-Formel“) nichts. Zumindest drückt sich dieser Eindruck auf, wenn selbst überzeugte Rezensenten des Buches auf Amazon es nicht schaffen, den Inhalt auf weniger als 20 Zeilen zu beschreiben. Auf den Punkt kommen geht irgendwie anders….

Aber sind wir denn nun alles Gartenzwerge? Und was ich Euch eigentlich mit diesem Blogbeitrag sagen will?

Nun, das kommt ganz drauf an!

 

 

 

 

 

 

 

 

Also wenn ihr mich fragt: Ich bin ja fest davon überzeugt, dass Magnetresonanztomographen ursprünglich nicht zur medizinischen Diagnostik erfunden wurden sondern als Trainingsinstrument für Soldaten. Nichts eignet sich besser, um den tapferen Krieger darauf vorzubereiten, eingepfercht in einem Gullischacht extrem laute Granateneinschläge und Maschinengewehrsalven zu ertragen. Wer das keine Stunde aushält, der gehört nicht an die Front. Bei einer heutigen Untersuchung (X-Band wie der Berliner vermutlich schreibt) wurde dieser Verdacht mehr als bestätigt. Die (Wer? Was weiß denn ich!) haben die Methode sogar um eine heftige Folter-Vorbereitungs-Taktik erweitert! Mittlerweile bekommt man nämlich einen Magnetstrahlen-absorbierende Kopfhörer aufgesetzt und wird eine halbe Stunde lang mit einem gemafreien Rondo-Veneziano-Verschnitt gequält. Ohne Mist, noch zehn Minuten länger und sie hätten aus mir sogar rausgepresst, wer damals in der sechsten Klasse wirklich die Schlüssel der Umkleidekabinen geklaut hat.

Leider ist es übrigens nicht möglich, eigene Musik zu hören! Mitgebrachte CDs dürfen nicht eingelegt werden (Gema) und ein eigener iPod würde die Strahlen des Geräts kaum überleben. Auch meine Idee, mein iPhone in der “Schaltzentrale” aufzubewahren und einen drahtlosen Bluetooth-Kopfhörer von BeeWi zu nutzen, scheiterte am dicken Panzerglas und am Protest der ebenfalls nicht gerade hauchdünnen Schwester. Bluetooth no way! Und selbst wenn?

Frage an den Physik-Leistungskurs: Hätte der Kopfhörer überlebt oder wäre er hinterher Schrott?

Apropos Physik-Leistungskurs! Tutorial-Raps sind ja auch wieder so ein unterschätztes PR-Instrument… :D

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PS: Was schlimmer ist: Die Soundkulisse des MRT oder der musikalische LSD-Trip für die Hausfrau? Die Mischung! Eindeutig die Mischung!

Frische Fische Badge

Wer sich bei Foursquare besonders oft in der Nähe von Gewässern aufhält,  bekommt weder das Seepferdchen noch das Schwimmabzeichen in Silber sondern einen “Swimmie“. Ein “Fische”-Badge ist mir dagegen leider noch nicht untergekommen (außer einem eher höhnisch gemeinten Alternativ-Vorschlag). Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, wie ich finde, gegen die man dringend was tun muss.

Und weil virtuelles Einchecken zwar fetzt, sich persönlich kennen lernen aber noch viel mehr, bringe ich zur re:publica 50 exklusive, streng limitierte Frische Fische Buttons mit. Sozusagen die blaue Mauritius unter den Buttons. Der Totenkopfschwimmer in Gold unter den Abzeichen.

Du willst so einen Button haben? Dann musst Du mich bei Foursquare und/oder Twitter adden. Immer wenn ich mich zwischendurch mal bei einer Session einlogge, werde ich erwähnen, ob noch Buttons übrig sind. Du kannst mich dann gerne ansprechen. Im realen Leben trage ich übrigens meistens keine Mütze. Zur Erkennung fragst Du mich, ob ich Fisch bin und ich antworte: “Nö. Jungfrau!” :-)

Den Begriff „Nerd“ gab es in meiner Jugend nicht. Damals hießen diejenigen, die in ihrer Freizeit Integralrechnungen durchführten, noch schlichtweg Streber. An meiner Schule auch kurzzeitig Gipsis („Gut in Physik, scheiße in Sport“). Wann genau sich der Begriff auch in Deutschland eingebürgert hat, ist schwer nachzuvollziehen.

1984 jedenfalls konnte man mit dem Begriff hierzulande jedenfalls noch so wenig anfangen, dass der Kultstreifen „Revenge of the Nerds“ jämmerlich mit „Die Rache der Eierköpfe“ übersetzt wurde. Der Film hat damals bei einem minimalen Budget über 60 Millionen eingespielt. Nicht nur – aber auch – eine Menge selbsternannter Nerds waren begeistert vom Rachefeldzug der Mathegenies gegen die Footballjungs, von denen sie vorher schikaniert wurden.

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Typischer College-Humor eben! Unter der Gürtellinie aber immer harmlos und eindeutig P12. Erst recht mutet der Rachefeldzug im Film harmlos an, wenn man überlegt, dass es Menschen gibt, die steif und fest behaupten, mindestens 5% aller erfolgreichen Hacker-Angriffe auf kleine und mittelständische Unternehmen in den USA seien Rachefeldzüge gegen ehemalige Mitschüler.

All ihr zukünftigen Start-Up Unternehmer – aus welch noch so gut vernetzter BWL-Welt – tut also gut daran, Euch immer gut mit den Jungs aus der AG Astrophysik zu stellen, denn

  • Ihr braucht ihre kostenlose Hilfe beim Aufbau Eures ersten Webportals
  • Ihr braucht ihre Reputation im Social Web
  • Ihr wollt nicht, dass sie Euch später alle Kundendaten hacken, nur weil ihr sie in der 8. Klasse dazu gezwungen habt, ohne Badehose auf den fünf Meter Turm zu klettern

Woher der Begriff Nerd nun wirklich stammt ist nach wie vor nicht geklärt. Aber was für ein Nerd muss man auch sein, diese Frage zum Thema einer wissenschaftlichen Abhandlung zu machen?

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