Kategorie: Social Media
Eine der Lieblingsfragen jedes Online-Kommunikation-Beraters ist „Was kostet Social Media?“. Eine Frage, auf die man natürlich genauso wenig eine sachliche Antwort geben kann, wie auf die Fragen: „Was kostet Werbung?“ oder „Was kostet Mobile Marketing?“. Es versteht sich von selbst, dass jedes Unternehmen sich individuell sein entsprechendes Budget kalkuliert. Hängt ja von den Zielen ab. Und von den finanziellen Möglichkeiten.
Das gilt aber natürlich auch für Social Media. Trotzdem ist es natürlich wichtig, sich vor dem Gang ins Social Web Gedanken darüber zu machen, was für Kostenpunkte entstehen und aus welchem Topf diese bezahlt werden. Eine Frage ist:
Braucht man ein eigenes „Social Media Budget“?
Und wenn ja: Ist das ein zusätzlicher Topf? Oder können (müssen?) die Maßnahmen nicht vielmehr in bestehende Budgets (PR, Marketing, Kundenservice, Recruiting) eingerechnet bzw. aus diesen Töpfen bezahlt werden?
Zunächst einmal sollte klar sein, dass – unabhängig von Branche und individuellen Zielen – vor allem eins benötigt wird: Manpower. Denn Social Media Relations werden von Menschen gepflegt. Auch wenn Youtube immer ganz weit vorne steht, wenn es um soziale Netzwerke geht: Virale Videos (und die Kosten dafür) sind kein Social Media sondern reines (Guerilla) Marketing. Und der Etat dafür sollte aus dem Media-Budget kommen. Eigentlich…
Virale Videos funktionieren allerdings umso besser, je engagierter ein Unternehmen im Social Web vernetzt ist. Und das kostet vor allem Zeit. Und somit Personalaufwand. Und zwar in relevanter Größenordnung. Denn das dürfte mittlerweile fast überall angekommen sein: Social Media ist keine Aufgabe für Praktikanten!

Derzeit – so meine Erfahrung – kristallisieren sich zwei Herangehensweisen bei Unternehmen heraus. Zum einen die A) Bildung eines Social Media-Teams aus dem bestehenden Mitarbeiterstamm unter Leitung der PR-Abteilung, und B) andererseits die Implementierung einer neuen Abteilung mit extra dafür eingestellten Mitarbeitern. Beides gibt es logischerweise nicht kostenlos. Und beides hat Vor- und Nachteile:
A: Bildung eines Social Media Teams aus dem Mitarbeiterstamm
Die Bildung eines Teams aus bestehenden Mitarbeitern – in der Regel unter Leitung PR-Abteilung – hat durchaus seine Vorteile:
Den ganzen Beitrag lesen…
Zwei Aktionen von Parallels zum Start von Apples iPad 2: Parallels verkauft nur heute den schnellsten Windows-Virtualisierer für den Mac hier 20 Euro unter Preisempfehlung. Und in Kooperation mit Macnotes.de wird heute ein iPad 2 verlost. Wer wie mitmachen kann beschreibt diese Meldung. Der Gewinner darf sich übrigens die Farbe aussuchen. Und sorry, liebe Fische-Kollegen, alles Betteln war vergeblich: Ihr dürft NICHT mitmachen 

Mit Parallels Desktop 6 für Mac kann man so schnell wie mit keinem anderen Programm seine Windows- (und Linux-) Anwendungen gleichzeitig mit OS X auf dem Intel-Mac laufen lassen. Schon zur Version 4 haben wir beschrieben, wie toll das ist. Mit der sechsten Version hat Parallels für mehr Benutzerfreundlichkeit (z.B. Tastaturbelegung) und Tempo gesorgt (3D-Spiele und CAD), was die Tests beispielsweise von MacTech und Macwelt belegen. Und mit der Universal-App Parallels Mobile kann man mit dem ersten oder dem neuen iPad 2 via LAN oder Internet auf sein virtuelles Windows zugreifen – Outlook und SAP vom Sofa oder Café aus.
Über das iPad 2 muss man nicht viele Worte verlieren, als Fingertablet ist es erstmal ungeschlagen, so mancher Konkurrent sieht da eher alt aus.
Viel Glück!
Das Thema Social Media ist heiss, keine Frage. So war es auch nicht verwunderlich, dass auf den diesjährigen Global Conferences der Cebit auch zu diesem Thema gesprochen und diskutiert wurde. Im Vorfeld wurde uns, meiner Kollegin Kathi und mir, von den Vorträgen eher abgeraten; das sei sicher fade und nicht am ‚Puls der Zeit’. Was tatsächlich eher statisch mit zwei schon fast im Dauerlauf vorgetragenen Vorträgen, u.a. vom CEO von Xing, begann, steigerte sich jedoch merklich. Hier Kathis und meine Beobachtungen.

Als erstes Highlight erwies sich die Keynote von Crazy Entertainer Chris Pirillo, der laut Programmheft als „Internet Celebrity & Gründer von lockergnome.com“ – „a blogging network for people who are curious about the world around them“ – angekündigt wurde. Und auch wenn sein braunes Cord-Jackett schon fast Show-Geek-Charakter hatte, nahm man ihm seine Leidenschaft in seinem doch teils recht philosophischen Vortrag über die Community zu 100% ab. Pirillo zog auf der Bühne das volle Entertainment-Programm durch, locker, amerikanisch unterhaltend, ein bisschen wie Popcorn-Kino. Er brach eine Lanze für kostenlose Inhalte, zeigte die unüberschaubare Anzahl von Apps auf seinem iPhone, wetterte gegen „Trolle“ und forderte von seinem Publikum vor allen Dingen eins ein: die Leidenschaft, mit der er selbst Social Media lebt. Denn wo er Recht hat, hat er Recht: Communities cannot be built – they have to grow.
Nach Pirillos U
nterhaltungsprogramm stand Jeremy Stoppelman, CEO und Mitbegründer von Yelp, dem lokalen Vergleichsportal für Restaurants, Ärzte und andere Dienstleister, auf der Showbühne. Yelp ist als Gegenstück zu Qype mittlerweile auch hierzulande ein Begriff, zumal die Europaaktivitäten gerade erst kürzlich auf Frankreich, Großbritannien und Deutschland ausgeweitet wurden. Abgesehen davon, dass das ursprünglich aus San Francisco stammende Portal sehr erfolgreich ist, kontinuierlich wächst und weltweit monatlich bereits über 46 Mio. User in 42 Städten hat: Mit dem Auftritt von Stoppelman hatten wir endlich mal die Gelegenheit, einen waschechten US-Startup-Entrepreneur/Millionär in Aktion zu erleben: smart, perfekt gestylter Haarschnitt, top vorbereitet, Zahlen, Grafiken, und Präsentation stimmten. So macht man Karriere, doch wo war da bitte die Leidenschaft? Wir dachten, im Startup-Land USA geht es ein wenig verrückter zur Sache. Bierernst, aber stets bemüht entspannt, rannte Stoppelman mit souveränen Gesten durch seine Powerpoint-Präsentation, in der mindestens 2x das Gesicht von Steve Jobs auftauchte, der Yelp während einem seiner zahllosen Vorträge ausführlich lobte. Und dann wollte der smarte CEO dem mehr oder weniger geneigten Publikum auch noch seine ‚Yelp Deals’-Kampagne als völlige Neuheit verkaufen. Groupon lässt grüßen. Ob er uns Deutsche als Hinterwäldler abtut oder wirklich von der Relevanz und Neuheit seiner Idee überzeugt ist, blieb unbeantwortet: Wir jedenfalls waren ob der Werbemessage „schaut her, wir können was“ leicht peinlich berührt.
Wie sagt man doch so schön: Das Beste kommt zum Schluss – und da kam Peter Sunde Kolmisoppi, Mitbegründer der Bit Torrent Plattform The Pirate Bay
und dem Social Micropayments-Dienst Flattr und Held der Hackerszene, der seinen Vortrag in quietschgrünen Turnschuhen, ohne Sakko,mit Joggingjacke und PETA Vegetarian T-Shirt in gewohnt skandinavischer Selbstironie abhielt. Er führte das Publikum zunächst durch die Geschichte des Kopierens und vermeintlichen Klauens. Die Betonung lag natürlich auf „vermeintlich“. Seine These lässt sich einfach zusammenfassen: Immer wenn etwas Neues erfunden wurde, wie etwa der Tonfilm, das Radio, die Kassette oder die CD, profitierten die ‚älteren’ Modelle davon, anstatt unterzugehen. Passenderweise heißt auch sein Blog Copy me happy. Auch wenn man sich teilweise schon fragte, wann er denn nun auf Flattr zu Sprechen kommt (was er dann gegen Ende und für ca. fünf Minuten tat), war sein chronologischer Abriss zu seiner Pirate Bay-Vergangenheit sehr spannend - The Spirit of Anarchy eben. Durch eine aufschlussreiche Schlusspräsentation dürften dann auch diejenigen CeBIT-Besucher Flattr verstanden haben, die eher außerhalb der Blogosphäre verortet sind. Nach Kolmisoppis Meinung sei Flattr übrigens nicht DAS ultimative Konzept, um Inhalte zu monetarisieren. Philosophisch geleitet sieht er das Konzept des Social Micropayment-Portals eher als Beginn einer Revolution des Umdenkens in der Community – wo wir wieder bei Pirillo und seiner „growing community“ wären, denn nur aus der Community heraus können solche Umdenkprozesse funktionieren. Werden sie von der Wirtschaft wie beispielsweise der Musikindustrie oktroyiert, ist die einzige logische Konsequenz der Boykott. Viva La Revolución, Che, ….äääh…Peter! Übrigens: mit den Masterminds von Flattr kann man auch über die sogenannte ‚Schneckenpost’ in Kontakt treten – für all diejenigen, die denselben subversiven Spirit wie Kolmisoppi & Co. atmen genau das Richtige!
Aufgrund eines Kamera-Malheurs können wir leider nicht mit selbst geschossenen Fotos vom Event dienen – deswegen sei an dieser Stelle auf den Livestream (und da vor allem auf Pirillos und Kolmisoppis Keynotes) verwiesen.
(Fotos von Pirillo & Kolmisoppi: Wikipedia; Stoppelman: eigener Blog)
Wie viel Zeit man für ernsthaftes Social Media Marketing benötigt, ist eine immer wiederkehrende Frage im Gespräch mit Kunden und Kollegen.
Nach wie vor dürfte da die Analyse von Gigacom eine der besten sein, die man finden kann. Sie zeigt die aufsteigend arbeitsintensiven Ansätze vom Monitoring bis zur Königsdisziplin, der Betreuung einer einer anspruchsvollen, aktiven Community. Dem Monitoring wird hier vielleicht etwas wenig Zeit eingeräumt, aber das soll jetzt gar nicht das Thema sein.
Je mehr Followings, desto mehr Zeit auf Twitter?
Ausgehend von Gedanken zu diesem Thema, habe ich mich gestern gefragt, ob es wohl eine Relation gibt zwischen der Anzahl derer, denen man auf Twitter folgt und der Zeit, die man auf Twitter verbringt.
Meine These lautet: Nein! Die Verteilung wird sehr breit sein. Menschen, die 5.000 Followings haben, werden nicht automatisch 10 Mal so viel Zeit auf Twitter verbringen wie ich (oder?). Und diverse A, B und C Twitter-Promis mit sehr hoher Tweet-Schlagzahl folgen selbst nur 200 Accounts, scheinen aber permanent und pausenlos am Start zu sein, um ihre wiederum vier- oder fünfstellige Anzahl Follower zu unterhalten und informieren (oder lesen die gar nicht sondern senden nur?).
Ich selbst folge auf Twitter 571 Accounts und verbringe im Schnitt ca. 90 Minuten am Tag auf – oder mit – Twitter. In der Woche manchmal mehr, am Wochenende immer weniger. Das allerdings inklusive Monitoring für einige unserer Kunden und Themen, die mich stark interessieren wie Online-, Mobile- und Guerilla-Marketing.
So komme ich auf einen Quotienten von 90:571 = 0,16
Ich habe dazu eine kleine Umfrage bei twitpoll angelegt und würde mich sehr freuen, wenn Ihr die 30 Sekunden Eurer wertvollen SocialMediaTime abzweigen könntet, um daran teilzunehmen.
Das Ergebnis wird keine wichtige Erkenntnis bringen und vorrangig meine Neugier befriedigen. Aber so what?
Die Chancen und Risiken der digitalen Kommunikation und ihr Nutzwert für Unternehmen und PR-Verantwortliche – darüber ist schon viel nachgedacht, noch mehr geschrieben und noch viel mehr geredet worden. Soviel, dass das ‚Web 2.0’ oder ‚Social Media’ nunmehr ‚Mainstream’ sind. Das zumindest wurde, ausgehend von der Keynote von Roland-Philippe Kretzschmar (Director Digital & Creative Nordic, Edelman) zu Beginn des 5. PR 2.0 Forums am 10.02. in München immer wieder betont.
Wie ‚mainstreamig’ das Thema wirklich ist, lässt sich anhand meiner Eindrücke natürlich nicht abschließend sagen – vielleicht entscheidet ihr einfach selbst anhand meiner kleinen Sammlung an Erkenntnissen.
Erkenntnis 1: Social Media: Ja – um jeden Preis: Nein.
Dass der gemeine PR-Berater mittlerweile – und angelehnt an seine Themenspezialisierung – weiß wie man ‚zuhört’, also professionelles und effektives Monitoring betreibt, und in einem zweiten Schritt in Dialog mit all jenen tritt, deren Ideen, Wissen, Meinung und professionelle Ausrichtung ihn interessiert, das war Konsens. Worüber aber auf dem Forum mehr oder weniger heftig debattiert wurde, war die Frage, ob eine Agentur alle Social Media Kanäle bespielen solle für einen Kunden. Dass diese Frage im Einzelfall mit ‚Ja’ beantwortet wurde, hatte wahrscheinlich mit dem Kunden und dessen Profil zu tun. Dass reine Social Media Agenturen keine Zukunft hätten, war bei der Diskussionsrunde zu den Neuen Herausforderungen für das Brand Reputation Management hingegen ausgemachte Sache – genauso wie die Erkenntnis, dass ein Unternehmen wissen müsse, was seine Strategie, seine Stärken, Schwächen, und potentielle positive und negative Zukunftsperspektiven seien. Wenn da Unklarheiten bestünden, müsse ein von der PR-Agentur ausgerichteter Workshop Licht ins Dunkel bringen – auch, um überhaupt ermitteln zu können, ob Social Media Sinn mache.
Erkenntnis 2: Change yourself before you can change the system.
Interessanterweise beeinflusste Kretzschmars eher wolkig angelegte Keynote mit seinem Ruf nach verstärktem Crowdsourcing, danach, den „people on the street“ zuzuhören und jeden Tag Althergebrachtes zu hinterfragen, auch die Diskussion innerhalb der interaktiven Sessions. Konkret heißt das nämlich für die ‚Many-to-many-Kommunikation’, dass man immer mehr vom Kommunikationsmanager zum Kommunikationscoach werden müsse: neben dem Fokus auf dem in Dialog-Treten mit Journalisten, relevanten Branchenvertretern und allen (!) Interessierten, müsse man immer mehr vom Macher zum ‚Enabler’ seiner Kunden werden, und die Rahmenbedingungen schaffen, dass ein Unternehmen auch im Web 2.0 erfolgreich vertreten ist. Dabei auch ganz wichtig: nicht nur die Kommunikation in Echtzeit – ohne lange Entscheidungsprozesse – auf Kundenseite, sondern auch genuines Interesse und aktives Netzwerken.
Dieser Schritt hin zu mehr Selbstkritik auf PR-Seite gefällt mir. Wenn im Web 2.0 idealerweise jeder mit jedem kommunizieren kann, dann kann man auch die Selbstsicht des PRlers als alles kontrollierender ‚Bottleneck’ ad acta legen. Anstatt sich auf seinem Know-How und dem Konzept der PR als reines Reputationsmanagement auszuruhen, steht nun mehr und mehr das Erlebbar- und Relevant-Machen der ‚sozialen Medien’ im Vordergrund. Mit diesem Prozess hin zu mehr Transparenz steht dann auch ein ganzheitlicherer Blick im Vordergrund – auf betriebswirtschaftliche Fragestellungen genauso wie auf die langfristige thematische Planung.
Erkenntnis 3: deine Geschichte muss gut sein
Roland-Philippe Kretzschmar sagte zu Ende seiner Keynote fast schon im Vorbeigehen den Satz, der eigentlich seit jeher Sinn und Zweck der PR bestimmen sollte: Content matters. Wer eine Geschichte zu erzählen hat, die gut ist, der wird auch viele Menschen aller Altersgruppen und Interessenfelder erreichen. Ein gutes Beispiel aus Schweden, das in die CSR-Richtung geht, zeigte Kretzschmar dann auch noch: die VW-Kampagne ‚Piano Stairs’.
Fazit: auch wenn ich nicht alle Panels und Diskussionen verfolgen konnte, hat mir das PR 2.0 Forum einen guten Querschnitt über die Vielfalt von PR im Jahr 2011 vermittelt. Außerdem (Erkenntnis No.4:) technische Finessen (wie beispielsweise ein Messe-Livestreaming auf 4 Kanälen) beanspruchen unter Umständen zwar reichlich Kapazitäten, können sich aber grade aus PR-Sicht lohnen. Wieso? Weil man so nachhaltiger kommuniziert, weil man potentielle Kunden digital einbindet und Produktleistungen und –eigenschaften wirkungsvoll als Vertriebsinstrument nutzen kann. Außerdem, und sehr überraschend: bei meinem Workshop kamen gut 50-60% der PR-Menschen aus dem IT-Bereich.
A propos: für ein paar Eindrücke geht’s hier entlang.
Web 2.0? Mainstream.
An dieser Stelle sei kurz auf eine aktuelle Koproduktion der Fische mit dem Webgestalter, Programmierer und Blogger Bernd Wiechering hingewiesen.
Bernd und ich kennen uns seit der F-Jugend und haben uns 2010 nach 20 Jahren ohne Kontakt auf Facebook wiedergefunden. Er ist mittlerweile Webgestalter, Programmierer und Blogger und hat vor Kurzem ein tolles Tutorial zu Static FBML Anwendungen geschrieben.
Gemeinsam haben wir uns Gedanken darüber gemacht, ob man als Unternehmen Verhaltensregeln für seine Facebookseite veröffentlichen sollte und wenn ja, wie diese aussehen könnten. Wie verfährt man mit offensichtlicher Werbung auf seiner Pinnwand? Einfach Löschen? Eine Erklärung abgeben? Kommentieren? Und wenn man sie löscht, auf welcher Grundlage?
Das Ergebnis ist ein kleines Tutorial, wo wir erklären, wie man auf Facebookseiten Grafiken unter einem Extra-Reiter einbetten kann, um zum Beispiel Veranstaltungs- oder Angebotsflyer zu integrieren. Das aber eben anhand einer „Hausordnung für Facebookseiten“
Über Feedback im Blog von Bernd freuen wir uns wie der Hausmeister über ein frisch gebohnertes Treppenhaus!
Immer wieder werde ich von Twitter-Neulingen gefragt, was es mit den Hashtags bei Twitter auf sich hat. Daher hier ein paar einführende Erklärungen und Gedanken.
Was sind Twitter-Hashtags?
Hashtags erlauben die semantische Verschlagwortung von Tweets durch Markieren bestimmter Worte oder Kürzel, denen das Doppelkreuz “#” vorangestellt wird und ein Leerzeichen folgt (z.B. #Hashtag ).
Während bei anderen Tag-Systemen (z.B. Blogs, Quora, flickr, youtube) die Kategorie des Inhalts gesondert zugeordnet wird, wird diese bei Twitter also durch Hashtags direkt in die Nachricht integriert.
Hashtags als “Hyperlink” – Semantische Verschlagwortung zur kollektiven Nutzung
Hashtags sind verlinkt (= ich sehe durch Anklicken alle Tweets mit dem selben Hashtag), können ausgelesen werden und erlauben so themenbezogene Feeds oder Darstellungen auf externen Angeboten.
So finden sich zum Beispiel auf unserer Agentur-Website nicht alle Tweets der Fische-Mitarbeiter sondern nur die mit einem Hashtag gekennzeichneten. SuperRTL zeigt Tweets mit dem Hashtag #glee auf der Videotext-Seite 777, um den Start der gleichnamigen Serie zu promoten und diverse Veranstaltungen bieten Besuchern die Möglichkeit, durch Senden bestimmter Tweets Kommentare oder Fragen per Twitter zu stellen, die dann auf einer so genannten Twitwall angezeigt werden.
Ein wahrscheinlich eher bei Singles angesiedeltes Phänomen ist der kollektive Fernsehabend, bei dem Zehn- ja manchmal Hunderttausende Twitterer sich beim Sehen von #Tatort, #Annewill oder Schlag den Raab (#SDR) gleichzeitig via Twitter über die Sendung unterhalten. Gerne übrigens in Verbindung mit dem Hashtag #fail (global gültig für die Kennzeichnung von Tweets, in denen man über (subjektive oder objektive) Fehler von Unternehmen oder Einzelpersonen lästert).

Die Hashtags #fcsp oder #btsv stehen übrigens für FC St Pauli und Eintracht Braunschweig. Echte Fans haben für ihren Verein garantiert eine eigene Suche eingerichtet…
Ein meiner Lieblingsideen zur externen Darstellung war und ist Twitterfountain, eine Lösung, bei der Tweets und Flickr-Bilder mit bestimmten Tags zu einer Art Slideshow verschmelzen. Leider wurde das Projekt der Würzburger Studenten nie ganz vollendet. Außerdem träume ich ganz persönlich von Monitoren in allen Dresdner Ämtern, auf denen alle Tweets mit einem bestimmten Hashtag angezeigt werden.
> Bei oben genannten Beispielen steht also die Idee im Vordergrund, dass der Tweet zugeordnet und gefunden werden kann.
Hashtags als Sprachmittel – Nutzung in einzelnen Tweets
Eine weitere beliebte und auch allgemein akzeptierte Nutzungsart ist die humorvolle Erweiterung von Tweets in Form von Kommentaren oder Kunstworten. Dies soll helfen, Gedanken auf 140 Zeichen zu reduzieren, die Aussage zu verstärken oder ironische Wendungen zu erzielen. Dazu hängt man dann zum Beispiel an seine Tweets #sachengibts oder #verrückt an oder erfindet eigene Schlagworte wie #Busgespräche, um ein gehörtes Zitat im richtigen Kontext zu twittern..
> Bei diesen Beispiel geht es nicht darum, dass der Tweet gefunden oder extern angezeigt wird. Der Hashtag hat rein erklärenden oder unterhaltenden Charakter!
Der sinnfreie Hashtag
Oft werden Hashtags aber auch ziemlich sinnfrei und ohne Zielstellung eingebaut. Im Beispiel unten macht weder der Hashtag #Willkommen, noch der Hashtag #Kollegen wirklich Sinn. Sie erklären nicht den Inhalt, noch ordnen sie den Tweet einer bestimmten Kategorie zu. Solche Hashtags sollte man tunlichst vermeiden!

Hashtags sind ein sehr wertvolles Instrument. Entsprechend sorgfältig sollte man damit umgehen. Semantische Hashtags erlauben es, Twitterer mit den selben Interessen zu finden, Trends zu erkennen, Twitwalls zu erstellen oder Follower zu gewinnen. Hashtags als Sprachmittel ins geeignet, die 140 Zeichen optimal auszunutzen. Sinnfreie Hashtags dagegen stören und wirken unprofessionell.
Quora – das dürfte spätestens vergangene Woche auch hierzulande registriert worden sein – ist ein derzeit extrem angesagtes Webportal.
Auf den ersten Blick ist es dabei zunächst mal nur ein weiteres Frage-Antwort-Portal, auf dem angemeldete User Fragen stellen und beantworten können. Das kennt man auch in Deutschland bereits seit einiger Zeit. Wer-weiss-was.de, gutefrage.net oder die “Mitglieder fragen”-Applikation im Business-Netzwerk XING sind sehr rege frequentiert (von hilfreichem Expertenwissen aber meistens ziemlich weit entfernt…).
Auf den zweiten Blick wird sehr schnell deutlich, dass Quora in einer ganz anderen Liga spielt – und zwar sowohl technisch als auch inhaltlich. Immerhin stecken auch gut 14 Mio. Dollar Risikokapital in dem Start-Up aus Silicon Valley. Das hat nicht nur eine verdammt ausgeklügelte Technologie ermöglicht, sondern eben auch durch die entsprechende Manpower. Dadurch können die ziemlich strikten formellen und inhaltlichen Vorgaben an die Fragestellungen kontrolliert und so die Qualität sehr hoch gehalten werden.
“Im Gegensatz zu herkömmlichen Social Networks wird hier der Social Graph mit einem Interest Graph verknüpft, sodass der User Inhalts-Empfehlungen aufgrund zweier Vektoren erhält, was die generelle Treffergenauigkeit dramatisch erhöht. In Zeiten überbordender Twitter-Timelines und nicht bewältigbarer Unread-Counts im Feedreader ist das Gold wert.”
stellt Thom Nagy in seinem Blog fest.
Ebenso wichtig für den Erfolg dürften die formellen Anforderungen an die Fragen sein. Bereits vor dem Stellen der ersten Frage wird man durch einen Multiple-Choice-Test in das Regelwerk der richtigen Fragestellung eingewiesen.
Diese kann man kurz zusammenfassen mit
„Stelle kurze und sehr präzise Fragen, die möglichst konkrete Antworten erlauben und vermeide Geschwafel und heißen Brei – hier geht um Fakten“
Die Qualität der Fragen und Antworten bei Quora ist bisher sehr hoch und erreicht dadurch eben auch wieder eine sehr interessante Zielgruppe. Beste Vorrausetzung also für eine Monetarisierung des Portals durch Mitgliedsbeiträge oder Werbung – und durchaus auch zur Nutzung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit!
Wie funktioniert Quora und (wie) kann man es zur für PR-Zwecke nutzen?
Den ganzen Beitrag lesen…
Erst waren wir skeptisch, als Anfang der Woche ungewöhnlich viele Links und Artikel zum ‚Unfriend Finder’ im Netz auftauchten – und das, obwohl es ihn schon einige Monate gibt. Ich war neugierig und installierte die App. Und es funktioniert tatsächlich – der Kollege bot sich freiwillig an, mich als Freundin auf seiner facebook-Liste zu löschen, und circa 5 Minuten später bekam ich eine Notification, dass er nicht mehr mein Freund sei.
Manche werden sich fragen: „Was für eine Unterschied macht es, wieso würdest du wissen wollen, wer dich gelöscht hat? Und es kann ja auch sein, dass der/die Betreffende sein Profil gelöscht oder deaktiviert hat? Das lässt sich aber überprüfen durch Suchen des gewünschten Profils – wenn der User sich nicht unauffindbar gemacht hat qua seiner Privatsphäre-Einstellungen. Und es ist schon sehr bequem, gleich eine Meldung zu bekommen, und dann eben ggf. noch seine Nachforschungen anzustellen, oder? Nicht nur, weil ich neugierig bin – ich kenne 90% meiner Kontakte mehr oder weniger gut, und sammele nicht einfach wahllos Namen für meine Liste.

Bugs ja – Spam nein!
Eine weitere Befürchtung, die sich wohl bei der „Who visited your Profile“-App bewahrheitet hat, war, dass ein Einrichten der App mit Facebook-Spam bei allen Kontakten des betroffenen Users einhergehen würde – tut es aber nicht im Fall des Unfriend Finders. Es scheint also, als habe das Management sich zumindest hier von seiner anfänglich ablehnenden Haltung distanziert. Ganz im Gegenteil: auf facebook selbst gibt es eine Gruppe ‚Unfriend Finder’, die schon mehr als 5000 Mitglieder hat und, genauso wie die App selbst, von Edouard Gatouillat, einem in San Francisco lebenden französischen Software-Entwickler, ins Netz gestellt wurde. Auch auf Twitter ist er zu finden. Im facebook-Blog findet sich indes nichts dazu, und auch sonst ergab sich aus meinen etwaigen Google-Suchen nichts, was die Meinung des fb-Managements zum Unfriend-Finder angeht…
Ich habe die Version 23 installiert, und habe schon einige negative Kommentare zur Version 24 gehört – und die vorhergehende App (Nr. 22) scheint noch ganz andere Probleme gehabt zu haben. Ich bin gespannt wie’s weitergeht – and I’ll keep you posted!

Vor einiger Zeit hat die t3n in einem Beitrag zusammengefasst, was Online-Experten für die Megatrends 2011 halten. Mich wundert, dass kaum einer der Experten konkret die Verknüpfung von Facebook und Shoppinglösungen genannt hat.
Bisher erleben (und leben) wir Facebook vor allem als Dialogplattform. Nutzer waren und sind vornehmlich dort, um mit privaten Kontakten Informationen aller Art auszutauschen. Sie profitieren aber auch von einer Veränderung im Dialog mit Unternehmen. Fühlt man sich in Briefen, Mails und Telefonaten schnell als Bittsteller, hebt der öffentliche Dialog via Facebook den Kunden auf Augenhöhe mit dem Unternehmen und macht ihn somit zu dem, was er eigentlich sein sollte: Nicht anonymer Konsument, nicht König, sondern Partner.
Für mich ist nicht die Frage, ob 2011 das Jahr des “f-Commerce” wird, da bin ich mir ziemlich sicher. Ich bin eher neugierig, welche Ausrichtung sich stärker durchsetzt: Shoplösungen zur Integration in Facebookseiten (Facebook-Shops) oder Nutzung von Facebook-Verknüpfungen auf der eigenen Shopseite (Webshop-App).
Integrierte Facebook-Shops sind noch sehr selten. Zu den Anbietern von Shopsystemen zählen zum Beispiel die Jenaer Igniti. Aber auch Facebook selbst arbeitet offenbar intensiv an entsprechenden Features zur Anwendung auf Facebookseiten.
Ein sehr gelungenes Beispiel für eine Webshop-App liefert das DaWanda-Pendant Etsy mit dem Geschenkefinder. Die App erlaubt mir, einen meiner Facebookfreunde auszuwählen und schlägt mir dann für diesen passende Geschenke vor. Die Auswahl der Vorschläge erfolgt dabei anhand von Fanseiten des jeweiligen Freundes. Das funktioniert wirklich ziemlich gut. Mit der Handpuppe im Johnny Cash Style und dem Comic Haarband könnte ich Uwe bzw. Anna garantiert eine Freude bereiten und ohne App wäre ich da nie drauf gekommen.
Unabhängig davon ob intern oder extern: 2011 könnte zum Jahr des f-Commerce werden und der oft gezogene Vergleich von Social Media Marketing und Tupperparty
noch stimmiger als sowieso schon. Eine Veränderung in der e-Commerce Struktur, die für Händler, Kunden und last but not least für Facebook viel Chancen aber auch Risiken bereithält, von denen ich einige hier grob skizzieren möchte. Fakt ist: Ausruhen ist nicht. Und ist das Kissen noch so weich.
Den ganzen Beitrag lesen…
Seiten:
Früher
1
2
3
4
5
Älter
Seiten:
Früher
1
2
3
4
5
Älter