29.Mai 2008

Pinola muss bleiben

Dass nahezu alle Frischen Fische dem Fussballvirus verfallen sind, ist in diesem Blog nur schwerlich zu übersehen. Hier also meine Symphiebezeugung für den neuen Rekordabsteiger 1. FC Nürnberg, der mit seinem Pokalsieg im letzten Jahr “die Region wachgeküsst hat” (Hans Meyer). Doch kaum ist der Abstieg in die Zweitklassigkeit besiegelt, blickt die Stadt nach vorne und frägt sich, wer wohl in der nächsten Saison gegen Osnabrück und Koblenz auflaufen wird. Dabei herrscht ungeteilte Einstimmigkeit, dass einer nicht fehlen darf: Javier Horacio Pinola

Er war der einzige, der nach dem Abpfiff am letzten Spieltag die Courage hatte, und sich zu den Fans in die Nordkurze begab und verabschiedete. Das wird einem hierzulande hoch angerechnet. An den Straßenlaternen in Nürnberg kleben derzeit “Pino”-Plakate und über 20.000 Fans haben sich in den letzten 10 Tagen schon eingetragen unter pinola-muss-bleiben.de. Doch noch ist nichts gewonnen – und glanzlose Werksmannschaften wie Bayer Leverkusen buhlen weiter um die Dienste des argentinischen Fußballgottes. Ich bin gespannt, wie das Ringen um den linken Flügelflitzer ausgeht, und würde mich rießig freuen, wenn wir auch nächstes Jahr in Nürnberg skandieren könnten: Pinola Superstar!

Endlich wissen die Touristen, dass wir nicht die berühmte Molkerei sind, seit dem diese ein Hinweisschild an den Parkplatz gestellt hat. Sonst kam es immer mal vor, das die Touristen gern unser Büro besichtigen wollten. Das Problem wäre somit gelöst. Aber heute zeigt sich der neue Trend. Die Busfahrer der großen Reisebusse stellen sich gern vor die Molkerei, um die Insassen möglichst nah am Eingang auszusetzen. Das gefällt der Stadt nicht, denn es gibt Busparkplätze, die aber etwas entfernt liegen. Trotzdem scheint da noch keine Lösung gefunden zu sein. Der neuste Trend bildet sich aber ab: Sollte vor der Molkerei kein Platz sein, parken die Busse nun gern vor unserer Haustür (Unser Büro ist hinter der Molkerei) und so haben wir die Touristenschwemme wieder und das direkt vor unserer Haustür. Besonders angenehm natürlich, wenn der Busfahrer wegen der Klimaanlage die ganze Zeit den Motor laufen lässt. Ich hoffe, das kommt nicht so oft vor.