In der Modewelt ist Vintage wieder IN, die Gaming-Community daddelt sich bei der Online-Version des Brettspielklassiker Siedler die Finger wund und auch Nintendo feiert den 25. Geburtstag ihres beliebten Vorzeigeklempners Mario mit einer Wii-Konsole im knallrotem Retro-Design. Jede Menge Klassiker und Altbewährtes finden anscheinend allzu leicht den Weg in die Moderne. Was dabei rauskommt, ist manchmal cooler Retrostyle, manchmal aber auch einfach nur scheußlich anzusehen. Ist futuristisches Design nun out? Oder werden ganz nach dem Prinzip der Heiratsweisheit „was Altes – was Neues – was Gebrauchtes“ neue Trends geboren? Den hier vorgestellten Gadgets haftet jedenfalls ein deutlicher Hauch von Vergangenheit an.

BONE Horn Stand -das Grammophon für das iPhone

Die Jungs von cyberguys.com bringen mit dem BONE Horn Stand einen stromlosen iPhone-Verstärker auf den Markt, dessen Design deutlich an die 20er Jahre erinnert, dabei technisch aber gut durchdacht zu sein scheint. Der Verstärker, dessen Form auf den ersten Blick an eine charmante Mischung aus Grammophon und Mini-Nebelhorn erinnert, ist aus robustem und flexiblem Silikon gefertigt. Mit ihm wird die Audioausgabe des iPhones um 12db hörbar verstärkt (siehe Produktvideo). Preislich ist der Verstärker im Retrodesign mit 25$ auch durchaus erschwinglich. Klares Manko: die Farbe. Auch wenn sich über Geschmack streiten lässt, das „light brown“ sieht zumindest auf den Produktfotos eher „mausgrau“ aus, die schwarze Version wirkt alles andere als edel und der Silikonlook kommt bei beiden Farben leider besonders gut zur Geltung. Ich könnte mir vorstellen, dass es dem ach-so-designbewussten iPhone-Besitzer äußerst schwer fällt, seinem mobilen Schätzchen solch ein Gummihorn überzuziehen, guter Sound hin- oder her. Also, liebe cyberguys, Retro ja, aber nicht im mausgrauen Silikonlook. Vielleicht wäre eine poppig bunte Version mit Glitzereffekt eine Idee? Damit wird das iPhone dann zur coolen Diskokugel und hat das Zeug zum Retro 70’s Must-Have.

Playbutton – Musik zum Anstecken

Ein interessantes Fusion-Gadget aus den Bereichen Musik und Mode ist der für November dieses Jahres geplante Playbutton. In Zeiten von MP3-Playern ist das öffentliche musikalische Statement wohl kaum noch möglich, dabei ist am enthusiastischen Kopfnicken der Hörer in der U-Bahn und der dementsprechenden Lautstärke, die die ganze Bahn beschallt, der Mitteilungsdrank glasklar erkennbar. Mit dem Playbutton kann man sich sein Lieblingsalbum nun stolz auf die Brust pinnen. Das musikbeladene Accessoire der New Yorker Firma Parte LLC ist quasi das Album zum Anstecken. Der designte Button wird mit einem vollständigen Album geliefert, die Play- und Skip-Tasten befinden sich auf der Rückseite des Buttons und ganz wie bei der guten alten Platte (oder für alle Jahrgänge >1984 – bei der CD) lässt sich die Abfolge der einzelnen Tracks nicht ändern. Der Bilder auf dem Button sollen dann individuell gestaltet werden können. Eine tolle Idee, die Fashion und Funktionalität vereint. Bleibt abzuwarten, inwieweit Alben und Design von Playbutton zur Auswahl vorgegeben werden oder ob dann auch ganz individuell eigene Bilder, Designs etc. als Musikbutton möglich sind. Da würde das Verschenken von Musik mal wieder richtig Spaß machen und die ein- oder andere Firma könnte den Soundtrack ihres Geschäftslebens vermarkten.

Samsung Jot – die Wählscheibe des 21. Jahrhundert

Das Retro-Feeling ist auch in der Mobile Branche angekommen. Zumindest erweckt Raymond Bessemers Mobile-Konzept „Jot“ für den Mobilfunkriesen Samsung diesen Eindruck. Das für 2015 Mobile-Konzept „Jot“ hätte so einiges, was das gute, alte Schnurtelefon auch hatte. Das „Jot“ lässt sich nicht nur lässig wie ein Schlüsselbund um den Finger schwingen, gewählt wird hier via Wählscheibe und retro-revolutionär wirft es sogar das Tastatur-Texten über Bord. Demnach werden die Textnachrichten im Jahre 2015 ganz „old school“ wieder per Hand geschrieben. Dabei fungiert der Stylus als klassischer Stift, mit dem man die Nachrichten auf die Rückseite des Gerätes schreibt. Welche Missverständnisse dann allerdings durch nicht-leserliche Handschriften drohen, bleibt abzuwarten. Aber um die technische Umsetzung per Hand geschriebener SMS müssen sich andere Sorgen machen, das außergewöhnliche Design und der Rumspiel-Faktor sind in jedem Fall top.

Es wird noch lebendiger in unseren Büros. Marietta Dräger (sie hat sich ja bereits vorgestellt) und Katharina (Kathi) Zegers verstärken seit September bzw. Oktober die Berliner Fische, Stefanie (Steffi) Mainitz ist zum ersten November ins Dresdner Headquarter gezogen. Auch mit Kathi und Steffi haben wir wieder zwei neue Kolleginnen geangelt, die nicht nur Erfahrung sondern auch ansteckende Leidenschaft und Begeisterung mitbringen. Heute wollen wir sie kurz vorstellen, da beide bereits erste Blogbeiträge in der Pipeline haben und außerdem an einem Konzept für einen Blog-Dialog (nennt man das dann Blogalog?) arbeiten, in dem sie sich hier über ihre Arbeit bei den Fischen austauschen wollen. Das könnte sehr spannend werden.

Hallo und herzlich willkommen, Kathi:

Kathi ist seit Oktober im Berliner Büro der Frischen Fische. Schon während ihres Studiums der Literatur- und Kommunikationswissenschaften sammelte sie vielfältige Erfahrungen bei Online-, Mobile- und Radioredaktionen. Das PR-Fach lernte sie in der Verlagsbranche kennen und lieben, wo sie mehrere Kampagnen speziell im Onlinebereich betreute. Zu ihren außergewöhnlichen „Kunden“ gehörten unter Anderem der famose Erpel Donald Duck sowie die gallischen Enklavenbewohner Asterix, Obelix und – Beim Teutates! – natürlich auch Idefix. Im Fische-Blog berichtet Kathi über spannende, witzige, hübsche und auch hässliche Produkte aus der Welt der Gadgets.

Hallo und herzlich willkommen, Steffi

Eigentlich wie Kathi in Berlin verwurzelt, hat es Steffi im November 2010 nach Dresden in das Hauptquartier der Frischen Fische verschlagen, wo sie ihre Kunden in Sachen PR und Social Media beraten wird. Beim Berliner Querverlag und in der Jubiläumsabteilung der 60. Berlinale war sie an den unterschiedlichsten Online- und Offline-Projekten beteiligt. Auch liebt sie es, Manuskriptgutachten zu erstellen – manche ihrer Freunde unterstellen ihr gar, ein kleiner Buchstabennazi zu sein. Dennoch: Netzwerken und Kommunizieren ist ihre größte Leidenschaft, ihr Herz schlägt für Kino, elektronische genauso wie handgemachte Musik und zeitgenössische Fotografie.
In der Fische-Blogosphäre wird sie vor allem die Untiefen von Social Networks à la Facebook & Co. ergründen.

Wie sieht die Welt im Jahr 2000 aus? Dieser Frage ist das ZDF nachgegangen und wagte einen Blick in die Zukunft – der Film entstand 1972.

Einiges, das im Video dargestellt wird, gibt es in der einen oder anderen Form heute tasächlich:

•    Flachbildschirm
•    Google TV und Einkaufen von der Couch aus
•    den Transrapid
•    Virtuelle Freundschaften
•    der Trend zum Biogemüse

Ein neues Video fragt dagegen: Wie sieht die Welt 2057 aus?

•    Werden wir mehr als 100 Jahre alt?
•    Gibt es fliegende Autos, vollelektronische Städte und intelligente Häuser?
•    Tragen wir Klamotten, die unseren Gesundheitszustand überwachen?

Have Fun Watching!
Ich bin dann mal off. :)

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Marty McFly: Wait a minute, Doc. Ah… Are you telling me that you built a time machine… out of a DeLorean?

Dr. Emmett Brown: The way I see it, if you’re gonna build a time machine into a car, why not do it with some style?
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Ach, was würde ich gern mal einen Blick auf die gesammelten Lizenz-Abrechnungen von Gershon Kingsley bei der GEMA werfen. Kingsley (eigentlich Götz Gustav Ksinski) wurde am 28. Oktober 1922 in Bochum geboren und hat mit dem Titel “Popcorn” ein Musikstück geschaffen, das nicht nur alle zwischen 1960 und 1980 geborenen bereits nach zwei Sekunden erkennen dürften.

Schuld daran sind unzählige (über 500) Coverversionen, die mittlerweile sogar auf einer eigenen Website erfasst werden sowie der weltweite Einsatz in diversen Multimedia- und TV-Formaten wie zum Beispiel dem legendären DOS-Game “Digger”.

Kennst Du noch Digger, Digger?

Ob es für diese Nutzungsform damals schon Tantiemen gab? Wie sahen wohl 1983 (!!) Verträge zwischen Spieleproduzenten, Musikverlagen und der GEMA aus? Heute ist das ein sehr lukratives Feld für Komponisten. Je verkauftes PC-Spiel zahlt der Spieleproduzent einen Betrag zwischen ca. 0,15 Euro und ca. 0,80 Euro (je nach Spieldauer der enthaltenen Musik) an die GEMA, welche diese Tantiemen nach Abzug ihrer Verwaltungskosten an die Urheber weiterreicht. Dazu bekommt der Urheber unter Umständen eine gesonderte Lizenz für die Nutzung der Musik im Spiel, denn ohne seine Einwilligung darf Musik nicht in einem PC-Spiel benutzt werden.

Kingsley selbst war es am Ende egal. Ihm ging es – soweit man seinen Aussagen Glauben schenken kann – nie um Geld. Sein größtes Ziel beschreibt er 1993 so: “I would love to write a work which would have the same effect on people as the Bach D-minor mass by using only electronic sounds.

Gut vorstellbar, dass Gershon Kingsley den Gedanken der Creative Commons nicht abgeneigt ist. Auch sein wegweisendes Moog-Album “Music to Moog By” war ja von “Coverversionen” geprägt (Beatles, Beethoven). Aber zu dem Thema Creative Commons folgt sicherlich an dieser Stelle noch der eine oder andere Beitrag. Dann auch wieder mit mehr PR-Bezug.

Als Seeding (also säen) bezeichnet man das (gewerbliche bzw. professionelle) Verbreiten von Inhalten (Videos, Games, Texte, Bilder) auf relevanten Internetseiten. Dies können Blogs, Foren und Portale sein oder Soziale Netzwerke wie Facebook, Myspace und Twitter.

Mittlerweile gibt es Anbieter, die sich – mehr oder wenig offen und mehr oder weniger „korrekt“ – auf diese Art der Verbreitung von Inhalten spezialisiert haben. Eine Branche, der zwangsläufig immer etwas leicht Verruchtes anhaftet. Zum einen vermuten viele (nicht zu unrecht), dass zum Verbreiten von Content (und zum Erreichen von Klickzahlen) jede Menge Fake-Accounts zum Einsatz kommen. Und Vorgetäuschtes aller Art gehört nun mal zu den wirklich lästigen Dingen im Internet. Auf aktuelle Fallbeispiele möchte ich hier aber lieber nicht eingehen.

Zum anderen wird wiederum bei den Systemen, wo reale Personen über ihre echten Blogs oder Accounts Inhalte gegen Bezahlung verbreiten, die Kennzeichnungspflicht von Werbung fast zwangsläufig permanent umgangen. Selbst Google AdSense Anzeigen sind in diversen Blogs ja für Laien nicht immer als solche zu erkennen. Wie soll man da auf die Idee kommen, jemand verbreite ein Video in seinem Blog nicht (nur), weil er es toll findet, sondern weil er (auch) dafür Geld bekommt?

Die Meinungen sind geteilt. Während einige Vertreter - wie z.B. Roland Kühl-v.Puttkamer in einem sehr guten Beitrag im Werbeblogger – jegliche Manipulation vermeintlicher Mundpropaganda ablehnen, hat Seeding-Dienstleister Dan Ackerman Greenberg auf techcrunch seine Arbeit durchaus überraschend offen dargestellt. Er garantiert mit seiner Agentur durch Versendung von E-Mails, Kommentaren und Klicks auf Youtube sowie ein großes Blogger-Netzwerk 100.000 Abrufe für ein Video. Nur dann werde seine Arbeit bezahlt und erst dann sei die kritische Masse erreicht, die ein Video brauche, um sich wirklich von alleine zu verbreiten. Klingt alles andere als sauber? Korrekt! Aber es kommt eben auch auf den Blickwinkel in jedem Einzelfall, vor allem aber auf die Methodik an.

Ist Seeding wirklich unverzichtbar?

Im ersten Augenblick neigt sicher jeder zur Behauptung, dass allein Inhalt und Aufmachung entscheidend sind und sich wirklich gute Videos auch von selbst verbreiten. Wenn eben das Video tierisch lustig, extrem provozierend oder künstlerisch außergewöhnlich wertvoll ist.

Aber ist das wirklich so? Ist es dann nicht interessant, dass wir in der Musik genau das Gegenteil empfinden? Trotz aller Sozialen Netzwerke rund um Musik kennt doch jeder von uns mindestens einen Musiker, der es verdient hätte, erfolgreicher zu sein. Weil er einfach richtig gut ist. Doch in die Charts steigen eben nach wie vor nur die ein, für die die Schallplattenfirma durch intensive Marketing- und PR-Arbeit Airplay bei reichweitenstarken Sendern erreichen konnte. Ohne diesen Anschub schafft es kein Musikstück in die Charts. Und ohne Anschub schaffen es eben auch nur ganz wenige Videos, fünf- oder sechsstellige Klickzahlen zu erreichen.

Und die PR für ein virales Video nennt man neudeutsch halt Seeding und hat nur deshalb nicht automatisch etwas damit zu tun, sich redaktionelle Beiträge zu erkaufen oder mit Fake-Accounts zu arbeiten.

Wie also sieht das ideale Seeding aus und was kostet es?

Das kann man – natürlich – nicht pauschal beantworten. B2C machen Angebote starker und professioneller Seedingpartner aber auf jeden Fall Sinn. Ein extrem bedeutender Partner sind dabei die Videoportale selbst! Das Social Video Network sevenload.com bezeichnet sich als „Deutschlands führenden Anbieter für professionelles Viral Video Seeding“. Das wird schon so stimmen, da sie durch eigene Nutzer und Netzwerke eine sehr hohe Reichweite und ein gutes Targeting liefern können. Der ganz ordentliche Leitfaden “10 Tipps für erfolgreiche Viralspots” von sevenload findet sich hier.

Ein neues und vielversprechendes Angebot bietet das Distributionsnetzwerk shareifyoulike.com, bei dem Nutzer einen kleinen Betrag gutgeschrieben bekommen, wenn sie Inhalte bei Facebook, Twitter oder in Blogs posten. Das geht so lange bis ein vorher festgelegtes Budget der Contentlieferanten (ab ca. 7.000 Euro für Neukunden) aufgebraucht ist. Bisher sind allein 450 Blogger registriert. Ob und wie die Beiträge als “Werbung” gekennzeichnet sind, konnte ich bisher nicht testen. Ob bei 2,- Euro für eine Statusmeldung eine solche Kennzeichnung wirklich zwingend nötig ist, diese Diskussion überlasse ich anderen. Rein instinktiv – das gebe ich zu – war mein erster Gedanke: Man kann’s auch übertreiben. Nach einigem Nachdenken denke ich aber: Doch, eine solche Kennzeichnung muss auch bei Kleinstbeträgen sein.

Neben solchen netzwerkbasierten Lösungen gibt es auch Anbieter, die Inhalte über große E-Mail-Verteiler versenden können und PR-Lösungen, die sehr viel mehr Manpower beanspruchen.

Alle kosten logischerweise Geld. Allgemein sollte man im B2C Bereich auf jeden Fall 10% – 20% der Produktionssumme eines Videos für das Seeding einkalkulieren. Lösungen unter 2.000 Euro (Minimallösung) dürften schwer zu finden sein, realistischer für professionelle Lösungen B2C sind Beträge ab 10.000 Euro aufwärts.

Wer nur eine regionale Kundengruppe anspricht (Händler, Gastronomen, Dienstleister), der sollte nicht nur seinen Videos Lokalkolorit verpassen, sondern auch das Seeding möglichst selbst in die Hand nehmen. Hier gilt es, lokale Foren, Facebookseiten und Blogs zu identifizieren, ausgewählten Stammkunden eine Mail zu schicken und potentielle Multiplikatoren (Blogger, die auch bei Twitter aktiv sind) persönlich anzusprechen. Hier reicht manchmal auch eine Einladung ins eigene Restaurant als Gegenleistung.

Im B2B Bereich sind PR-Agenturen, die über ein gutes Netzwerk zu Fachbloggern und Multiplikatoren verfügen, die besten Partner. Hier ist das Ziel auch nicht, massenhaft Klicks auf ein Video zu erzielen, sondern möglichst die richtigen. Dabei gilt es, die richtigen Multiplikatoren zur richtigen Zeit über das richtige Medium (E-Mail, Blogs, Twitter, XING) zu erreichen.

Gerade B2B werden Webvideos jedoch noch viel zu selten genutzt, egal ob IT-Branche oder Gesundheitswesen. Ich bin kein Experte für das Dentalwesen, aber ich denke, es dürfte möglich ein, Videos zu produzieren, deren Witz nur Zahnärzte verstehen und die sich unter Kollegen verbreiten wie ein Lauffeuer. Ein ideales Instrument für Dentallabore also.

Die Kosten für das Seeding durch eine PR-Agentur hängen von vielen Faktoren ab. Je spezieller eine Agentur aufgestellt ist, desto einfacher hat sie es, die richtigen Multiplikatoren zu identifizieren und desto weniger aufwendig ist auch die Verbreitung von Content.

Die Frischen Fische sind in ihren Spezialgebieten – also (Mobile) Web, IT, E-Commerce, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik – hervorragend vernetzt. Nahezu alle Mitarbeiter vom Volontär bis zum Senior Berater twittern und bloggen selbst und sind bei XING und Facebook aktiv. Das erleichtert das Seeding über eigene und externe Kanäle enorm.
Vor allem aber gilt, dass wir nur dann an der Verbreitung eines Videos oder einer Kampagne mitwirken, wenn wir von dessen Qualität überzeugt sind.

Die MESH GmbH beschreibt die Umstellung auf das neue Internetprotokoll im aktuellen IX Magazin. IPv6 verfügt über so viele Adressen, dass es locker alle Sterne im Universum damit versorgen könnte.

Wo bleibt IPv6?
IPv6 ist der running Gag des Internets. Bisher hat sich das neue Protokoll null durchgesetzt. Leider. Dabei ist es gar nicht schlecht. Anders als IPv4 mit seinen lächerlichen vier Milliarden Adressen verschwendet IPv6 diese regelrecht an uns User! Ihre Zahl ist höher, als die geschätzte Anzahl der Sterne im gesamten Universum.

Abermilliarden IPv6-Adressen
Im Weltall gibt es etwa 70 Trillionen  (7 * 1022 ) Sterne. IPv6 bietet rund 340 Sextillionen (3,4·1038) Adressen. Theoretisch könnte also jedes Sternsystem ungefähr 4,8 Billiarden (4,8* 1015) IPv6-Adressen besitzen. Das ist pro Stern tausend Mal mehr, als IPv4 kann. Es ließe sich also in jedem Sternensystem eine Erde gründen, die über tausend Mal mehr Internetadressen verfügt, als wir derzeit haben … Krass, oder?

aresauburn : Pleiades Star Cluster (cc)

aresauburn : Pleiades Star Cluster (cc)

MESH stellt auf IPv6 um
Die MESH GmbH fängt jetzt auf unserem Planeten mit IPv6 an. Sie stellt auf das Protokoll um und betreibt es parallel zu IPv4. Patrick Kambach und Rolf Hanßen haben die IPv6-Umstellung für das IX Magazin festgehalten.

ntv berichtet über den Graphdatenbanken-Entwickler sones

Die Datenbank der sones GmbH folgt den Gesetzen eines seit Jahrtausenden bewährten natürlichen Speichers: dem Gehirn. Es speichert Erinnerungen an den Urlaub, die Schulzeit und das erste Auto. Dank diesem können wir um die Ecke denken, zwischen den Zeilen lesen und Neues erschaffen. Warum? Im Hirn verknüpfen sich die Daten netzartig.

Genau diesen natürlichen Vorgang imitiert die Technologie von sones. Ja, sie verzichtet darauf, Informationen wie bisher in der IT üblich in Tabellen zu speichern. Stattdessen hinterlegt sie Fotos, Bilder und Texte in einem ständig wachsenden Netz. Sie verbindet die Daten sinnvoll miteinander, deckt neue Zusammenhänge auf und zaubert gesuchte Informationen flink aus dem Hut – ähnlich wie das Gehirn. Ist ja auch praktischer und passt viel besser zu uns Menschen.

… Oder speichert Ihr Gehirn etwa in Tabellen?

Über die Zukunftsmacher sones berichtet ntv hier.

In seinem sehr informativen Blogbeitrag “Sechs Einstellungskriterien: So finden Sie den richtigen Social-Media-Experten” gibt Martin Poreda von Kununu Personalern Tipps zur Identifizierung von Mitarbeitern im Bereich Social Media und verweist dabei auf alleine 282 offene Stellen bei monster.de. Ein sehr spannendes Thema, mit dem mich auch unsere Kunden gerne konfrontieren.

Warum im Bereich Social Media immer von “Experten” die Rede ist, das lässt allerdings auch er offen. Ich persönlich bevorzuge Bezeichnungen wie “Social Media Manager” oder “Dialog Manager” und kann den “Social Media Editor” nachvollziehen.  Der “Experte” hat aber meiner Meinung nach nichts in einer Jobbezeichnung zu tun. Aber darum soll es hier gar nicht gehen!

Das vorab: Ich stimme den genannten sechs Kriterien voll zu, anhand derer man den “Experten” laut Poreda identifizieren kann, vermisse aber das Wichtigste von allen.

Sechs Einstellungskriterien nach Poreda:

1.    Umgang mit Social-Media-Kanälen – Wie nutzte der Experte diese bisher?
2.    Know-How in Social-Media – Welche Informationsquellen nutzt der Experte?
3.    Social-Media-Awareness – Welche Meinung hat er zu unternehmensrelevanten Vorgängen im Bereich Social-Media?
4.    Social-Media-Openness – Ist der Experte offen für weitere Social-Media-Kanäle?
5.    Privatsphäre und Monitoring – Wieviel Know-How ist dazu vorhanden?
6.    Allzeit-Bereitschaft zum Dialog – Reagiert der Experte notfalls auch am Wochenende auf Kommentare?

In seinem Beitrag gehr er dabei lobenswerterweise konkret auf die einzelnen Kriterien ein und führt alle wichtigen Aspekte und Netzwerke auf, die ein Bewerber kennen bzw. mitbringen sollte. Zwischendurch überrascht er auch, zum Beispiel mit der Meinung, Social Media Experten sollten eine Wunschliste bei Amazon führen.

Konform gehe ich auch mit der Meinung, Social Media Verantwortliche in Unternehmen sollten einen Hochschulabschluss mitbringen. Es ist nun einmal so, dass man als Social Media Verantwortlicher den Dialog mit der gesamtem Unternehmensumwelt führt. Tweets können (und werden) von Kunden ebenso gelesen werden wie von potentiellen Investoren, Gläubigern, Journalisten, Wettbewerbern. Das verlangt ein sehr hohes Allgemeinwissen und eine akademisch geprägte Lebenserfahrung.

Zwei Aspekte fehlen mir allerdings und die sind wirklich extrem wichtig, wenn es um Social Media Verantwortliche in Unternehmen geht. Bei Agenturen ist das ein wenig anders.

Leidenschaft und Fachwissen vor Social Media Skills

Wenn ein Unternehmen nämlich einen Social Media Verantwortlichen einstellt, dann sollte dieser vor allem anderen bedingungslose Leidenschaft für die Branche des Unternehmens mitbringen und entsprechendes Fachwissen.

Was nützt dem Chemieunternehmen der Twitter-Guru schlechthin, wenn dieser Chemie nach der 10. Klasse abgewählt hat? Was nützt dem IT-Unternehmen der bestvernetzte Germanist, der Social Media vor allem als Instrument des Austauschs von Kulturinteressierten kennt?

Einem nicht allzu introvertierten Chemiker kann man in einer Woche die wichtigsten Social Media Instrumente erklären. Einem Social Media Experten zum Pharma-Experten zu machen, dürfte einiges länger dauern.

Neben dieser Leidenschaft, dem Fachwissen und den klassischen Social Media Kanälen sollte ein Bewerber in einem Unternehmen fortgeschrittene Kenntnisse in HTML und der Bildbearbeitung mitbringen oder die Bereitschaft, diese zu erlangen. Das ist der zweite Punkt, der mir in Poredas Aufführungen fehlt. Denn während man in Agenturen hierzu auf Unterstützung professioneller Programmierer und Grafiker zurückgreifen kann, sollte man in Unternehmen diese Dinge selber beherrschen.

Es sind also eher acht Kriterien, die ein Social Media „Experte“ mitbringen sollte, um Euer Unternehmen optimal zu vertreten. Mit dieser Checkliste solltet Ihr die richtigen Bewerber identifizieren können.

Ich wünsch Euch viel Erfolg bei der Suche und freue mich über Fragen, Anregungen und Erfahrungen.

Als neuer Frischer Fisch im Teich bin ich in einem interessanten Moment zu unserem Kunden Webtrekk gestoßen. Er hat gerade die aktuelle deutsche Webstatistik veröffentlicht. Die Browsernutzung in Deutschland ist jetzt, im 3. Quartal 2010, an einem Wendepunkt angelangt: Internet Explorer und Firefox teilen sich den Markt, fasst die Computerbild das Bild treffend zusammen. Webtrekk hatte den Abwärtstrend des IE nachgewiesen: Es handelt sich um einen anhaltenden Prozess, während der Firefox im gleichen Zeitraum einen konstanten Aufstieg verzeichnete (wenn er in diesem Quartal auch erstmals 2,7 Prozent Nutzeranteile verloren hat).

Die Chip titelte folglich: Internet Explorer: Absturz in Deutschland! Woran liegt es, dass der IE immer weniger genutzt wird? Betrachtet man die Historie des Microsoft-Browsers, fällt auf, dass Microsoft im Internet seit Jahren den Trends hinterherläuft. Außerdem schätzen die User ihre Freiheit im Internet. So kann der Firefox mit Hilfe von 6.000 AddOns mit fast allen IE-Features aufgerüstet werden, ein enormer Vorteil der Open Source Software. Und während Firefox eine starke Community um sich versammelt, hat der IE immer wieder mit Imageproblemen zu kämpfen – Sicherheitslücken, gefühlt endlos viele Updates, Absturz des ganzen Browsers bei Problemen in nur einem Tab, Performanceprobleme. Alles Probleme denen sich auch andere Browser gegenüber sehen, die deren Marke aber nicht im selben Maße negativ beeinflussen. Die Entwicklung der Browsernutzung zeigt meiner Meinung nach, dass sukzessive immer mehr User Souveränität im Umgang mit dem Internet erlangen und sich in der Folge bewusst für einen Browser entscheiden, statt den voreingestellten zu nutzen. Die Zahlen belegen, dass in den letzten Jahren die meisten IE-User zum Firefox gewechselt und dort auch geblieben sind.

Microsoft hat mittlerweile reagiert und der IE 9, der momentan als Betaversion erhältlich ist, soll einen radikalen Bruch mit den bekannten Problemen vollziehen (vgl. Golem, Chip, Focus). Ob mit dem Slogan „Das Internet neu erleben“ die klassischen Wechselhürden überwunden werden können, bleibt abzuwarten, denn die meisten User handeln letztlich nach dem „never change a running system“-Prinzip und werden nicht leicht vom Nutzen eines erneuten Wechsels zu überzeugen sein. Eine baldige Änderung der Entwicklung erscheint zudem dadurch unwahrscheinlich, dass nur wenige User den neuen Browser nutzen können. Er läuft nur auf Windows Vista und 7, während mit 46,61 Prozent Nutzungsanteil Windows XP unangefochten das führende Betriebssystem der Deutschen ist.

Ich bin schon jetzt sehr neugierig, wie der „Krieg der Browser II“ weitergeht. Um die Wartezeit auf die Nutzungszahlen für Quartal 4 etwas zu verkürzen, möchte ich eine kleine Marktforschung ins Leben rufen: Welchen Browser benutzt ihr? Was wünscht ihr euch von einem Browser? Und was könnte euch dazu bewegen, euren jetzigen Standardbrowser zu wechseln? Ich benutze übrigens Firefox. Mein liebstes Tool ist die Tab-Wiederherstellung nach dem Neustart, weil ich manche Tabs gern wochenlang geöffnet lasse, aber trotzdem keine Lust habe, diese als Favoriten extra abzulegen. Wechseln würde ich nur, dann aber sofort, für eine ganz neue Art der Lesezeichenverwaltung. Eine automatische, intelligente, sich selbst verwaltende Lesezeichenleiste. Wer bietet mir das als Erstes?

Wie weit darf eigentlich die technische Kontrolle der Reaktion von Journalisten auf eine Pressemitteilung durch eine PR-Agentur gehen? Sprich, ist es erlaubt, die Öffnung einer PM-Mail nachzuvollziehen? Dürfen Agenturen das Klicken darin enthaltener Links tracken – gar personenbezogen?

Viele große Agenturen und die Hersteller entsprechender Automatisierungssoftware behandeln Pressemitteilungen offensichtlich nicht anders als herkömmliche Newsletter und das hat heute für einen kleinen Aufschrei in einem Blog und via Twitter gesorgt:

“PR-Agenturen überwachen Journalisten”

Natürlich sind PR-Tracking-Module oft reizvoll, denn neben der bloßen Clipping-Analyse stehen weitere Parameter zur Verfügung, die für die Tagesarbeit durchaus hilfreich sein können – selbst wenn keine personenbezogenen Daten erhoben werden. Zum Beispiel:

- schnelle Auswertung von A/B-Versionen von PMs
- Verhältnis von PM-Lesern zu Veröffentlichungen
- Attraktivität von Bildern und anderem Zusatzmaterial

Technisch wird dabei allerdings ein Trackingserver zwischengeschaltet, der diese Informationen vom Journalisten sammelt, aufbereitet und der Agentur übermittelt. Das mögen nicht alle Redakteure; nach meiner Erfahrung mag das ungefragt sogar kaum ein Radakteur aus dem Technologie-Umfeld. Und gefragt würde kaum einer auf einen Link in einer HTML-Mail klicken mit der Markierung: “Achtung, Sie werden jetzt auf dem Weg zur gewünschten Info umgeleitet, damit wir wissen, dass Sie hier geklickt haben.”

Resultat ist ein höheres Misstrauen der Presse gegenüber Agenturen. Und das mit Recht.

Wir Frische Fische haben dazu einen sehr klaren Standpunkt:
- Pressemitteilungen werden nur als Plain Text und nie als HTML verschickt.
- Links gehen direkt zur angekündigten Info.
- Die Ziel-URL ist transparent.

Und trotzdem fragen wir nie telefonisch nach, ob denn eine PM-Mail angekommen ist :)

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