To be honest: When I first heard about flattr, I really didn’t get it. Was was a flattr-button? Another kind of facebook-like-button? How can I spend money there and how do they allocate the money among my flattred things? As you can see, there were a couple of big question marks on my forehead – and I don’t know about you, but if something of minor relevance appears to be too complicated to understand immediately, I usually lose interest. So I peg flattr as another one of these thousand hopeless attempts to monetize your digital content.
But as everybody knows: you always meet twice in life. And so it was – at the Cebit Global Conferences this year, where Peter Sunde Kolmisoppi spoke about Flattr. (Personal side note: I must admit, I sympathised with Peter at first sight – and for many good reasons. Albeit it has nothing to do with flattr, the whole business model and so on: I just really like people who use their publicity to fight for animal rights, vegetarianism and against Finnish right wing parties! So Peter, keep it up!)

But back to Flattr. What I’ve learned during his keynote at Cebit and re:publica 11: I’m not the only one who didn’t understand the concept of Flattr straightaway. After all, this seems to be one of their main problems when it comes to making flattr more popular, as Peter also pointed out. He admitted that, in the past, they were really good at programming but rather bad at communicating the concept of flattr to the public. A kind of nerdy problem, I guess. Actually, for me, who is working in the communication business, it once again shows that nobody is gonna hear and understand you without a good communication strategy.
By the way, after the release of flattr about a year ago and Peter’s speech at the 10th re:publica, the German blogosphere appeared to have grasped the overall concept of flattr in a flash and used it quite frequently – in contrast to other countries. He obviously met the right people – or possibly just the right multiplicators – there, which is yet another proof of the beneficial results of professional communication. Anyhow, I didn’t attend re:publica 10 and didn’t blog actively at the time. I just ‚heard’ about it and as I said before, it hadn’t fascinated me that much to get any deeper into the matter.
But after Kolmisoppi’s two ‚live appearances’, – which were by the way very entertaining and witty,- I finally understood the concept, it made me really curious and my colleagues of course noticed that. So they made me a very clever birthday present: a 10 Euro credit for my very own Flattr-account. With no excuses left, I started using Flattr a few days ago. Here are my very first impressions:
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Das Thema Social Media ist heiss, keine Frage. So war es auch nicht verwunderlich, dass auf den diesjährigen Global Conferences der Cebit auch zu diesem Thema gesprochen und diskutiert wurde. Im Vorfeld wurde uns, meiner Kollegin Kathi und mir, von den Vorträgen eher abgeraten; das sei sicher fade und nicht am ‚Puls der Zeit’. Was tatsächlich eher statisch mit zwei schon fast im Dauerlauf vorgetragenen Vorträgen, u.a. vom CEO von Xing, begann, steigerte sich jedoch merklich. Hier Kathis und meine Beobachtungen.

Als erstes Highlight erwies sich die Keynote von Crazy Entertainer Chris Pirillo, der laut Programmheft als „Internet Celebrity & Gründer von lockergnome.com“ – „a blogging network for people who are curious about the world around them“ – angekündigt wurde. Und auch wenn sein braunes Cord-Jackett schon fast Show-Geek-Charakter hatte, nahm man ihm seine Leidenschaft in seinem doch teils recht philosophischen Vortrag über die Community zu 100% ab. Pirillo zog auf der Bühne das volle Entertainment-Programm durch, locker, amerikanisch unterhaltend, ein bisschen wie Popcorn-Kino. Er brach eine Lanze für kostenlose Inhalte, zeigte die unüberschaubare Anzahl von Apps auf seinem iPhone, wetterte gegen „Trolle“ und forderte von seinem Publikum vor allen Dingen eins ein: die Leidenschaft, mit der er selbst Social Media lebt. Denn wo er Recht hat, hat er Recht: Communities cannot be built – they have to grow.
Nach Pirillos U
nterhaltungsprogramm stand Jeremy Stoppelman, CEO und Mitbegründer von Yelp, dem lokalen Vergleichsportal für Restaurants, Ärzte und andere Dienstleister, auf der Showbühne. Yelp ist als Gegenstück zu Qype mittlerweile auch hierzulande ein Begriff, zumal die Europaaktivitäten gerade erst kürzlich auf Frankreich, Großbritannien und Deutschland ausgeweitet wurden. Abgesehen davon, dass das ursprünglich aus San Francisco stammende Portal sehr erfolgreich ist, kontinuierlich wächst und weltweit monatlich bereits über 46 Mio. User in 42 Städten hat: Mit dem Auftritt von Stoppelman hatten wir endlich mal die Gelegenheit, einen waschechten US-Startup-Entrepreneur/Millionär in Aktion zu erleben: smart, perfekt gestylter Haarschnitt, top vorbereitet, Zahlen, Grafiken, und Präsentation stimmten. So macht man Karriere, doch wo war da bitte die Leidenschaft? Wir dachten, im Startup-Land USA geht es ein wenig verrückter zur Sache. Bierernst, aber stets bemüht entspannt, rannte Stoppelman mit souveränen Gesten durch seine Powerpoint-Präsentation, in der mindestens 2x das Gesicht von Steve Jobs auftauchte, der Yelp während einem seiner zahllosen Vorträge ausführlich lobte. Und dann wollte der smarte CEO dem mehr oder weniger geneigten Publikum auch noch seine ‚Yelp Deals’-Kampagne als völlige Neuheit verkaufen. Groupon lässt grüßen. Ob er uns Deutsche als Hinterwäldler abtut oder wirklich von der Relevanz und Neuheit seiner Idee überzeugt ist, blieb unbeantwortet: Wir jedenfalls waren ob der Werbemessage „schaut her, wir können was“ leicht peinlich berührt.
Wie sagt man doch so schön: Das Beste kommt zum Schluss – und da kam Peter Sunde Kolmisoppi, Mitbegründer der Bit Torrent Plattform The Pirate Bay
und dem Social Micropayments-Dienst Flattr und Held der Hackerszene, der seinen Vortrag in quietschgrünen Turnschuhen, ohne Sakko,mit Joggingjacke und PETA Vegetarian T-Shirt in gewohnt skandinavischer Selbstironie abhielt. Er führte das Publikum zunächst durch die Geschichte des Kopierens und vermeintlichen Klauens. Die Betonung lag natürlich auf „vermeintlich“. Seine These lässt sich einfach zusammenfassen: Immer wenn etwas Neues erfunden wurde, wie etwa der Tonfilm, das Radio, die Kassette oder die CD, profitierten die ‚älteren’ Modelle davon, anstatt unterzugehen. Passenderweise heißt auch sein Blog Copy me happy. Auch wenn man sich teilweise schon fragte, wann er denn nun auf Flattr zu Sprechen kommt (was er dann gegen Ende und für ca. fünf Minuten tat), war sein chronologischer Abriss zu seiner Pirate Bay-Vergangenheit sehr spannend - The Spirit of Anarchy eben. Durch eine aufschlussreiche Schlusspräsentation dürften dann auch diejenigen CeBIT-Besucher Flattr verstanden haben, die eher außerhalb der Blogosphäre verortet sind. Nach Kolmisoppis Meinung sei Flattr übrigens nicht DAS ultimative Konzept, um Inhalte zu monetarisieren. Philosophisch geleitet sieht er das Konzept des Social Micropayment-Portals eher als Beginn einer Revolution des Umdenkens in der Community – wo wir wieder bei Pirillo und seiner „growing community“ wären, denn nur aus der Community heraus können solche Umdenkprozesse funktionieren. Werden sie von der Wirtschaft wie beispielsweise der Musikindustrie oktroyiert, ist die einzige logische Konsequenz der Boykott. Viva La Revolución, Che, ….äääh…Peter! Übrigens: mit den Masterminds von Flattr kann man auch über die sogenannte ‚Schneckenpost’ in Kontakt treten – für all diejenigen, die denselben subversiven Spirit wie Kolmisoppi & Co. atmen genau das Richtige!
Aufgrund eines Kamera-Malheurs können wir leider nicht mit selbst geschossenen Fotos vom Event dienen – deswegen sei an dieser Stelle auf den Livestream (und da vor allem auf Pirillos und Kolmisoppis Keynotes) verwiesen.
(Fotos von Pirillo & Kolmisoppi: Wikipedia; Stoppelman: eigener Blog)
1. Das mehr oder weniger catchy mit „Social Media: The art of conversation“ betitelte Donnerstags-Thema der Global Conferences war fast unerwartet kurzweilig, intelligent und aufschlussreich. Leider haben wir die Keynote von Sascha Lobo verpasst, der freitags über Apps gesprochen hat. Zum Glück kann man alle Keynotes immer noch im aufgezeichneten Livestream ansehn.
2. Wer nicht mindestens eine großformatige Papiertüte mit Gimmicks aus der IT-Welt mit sich rumtrug, wurde sicher in keinen der unzähligen Nerd-Zirkel aufgenommen, deren Anhänger auf der CeBIT herumgelaufen sind.
3. Damit verbunden: beim Publikum betrug das Verhältnis Männer:Frauen (nicht ganz überraschend) circa 80:20. Booth Babes nicht mitgezählt. Bei den Ausstellern selbst lag das natürlich etwas anders.
4. A propos: Die höchste Booth Babes-Dichte gab es unter Garantie an den Ständen von Schenker Notebooks und von ComputerBild. Bei letzterem sogar inklusive Sternchen-Tattoos, Nasen-Piercings und ‚Bill Kaulitz 2008’-Gedenk-Frisuren.
5. Die Flaniermeilen zwischen den Gängen: breit und komfortabel. Ein Spötter, wer sich das mit den seit Jahren sinkenden Ausstellerzahlen erklärt. Und tatsächlich: dieses Jahr waren wieder etwas mehr Aussteller und Besucher dabei.
6. Wenn es 10 Grad wärmer gewesen wäre, hätten wir uns noch entspannter sonnen können auf den freien Plätzen zwischen den Hallen. Das Messegelände Hannover verfügt schon über ein tolles, weitläufiges Areal.
7. Unbedingt verbesserungsbedürftig: die Verpflegungsmöglichkeiten. Die sind immer noch anno 1973 – über Curry mit Pommes plus entsprechendem Dunst hin zu Kantinenflair und staubiger Plastikdeko im ‚Restaurant Hannover’ war alles dabei. Dafür aber nicht viel Frisches oder Vegetarisches. Bio? I wo! Auf der CeBIT wird eben über andere Trends, – Cloud Computing, Tablet PC’s oder eben Social Media – gesprochen…
8. Den farblich abgetrennten Webciety-Bereich hab ich mir lebendiger und größer vorgestellt – dennoch, die gebotenen Diskussionsrunden im Speaker’s Corner hatten Spannendes im Angebot. Und es gab frische holländische stroopwafels auf die Hand.
9. Imposant: die Gaming-Halle. Nicht nur angesichts der Dichte langhaariger Halbwüchsiger, die sich regelrecht um die neusten Gaming-Notebooks und Spiele stritten. Hier war auch richtig was los: statt Anzugträgern und Damen in Kostümchen (der Uniform fast aller CeBIT-Aussteller) gab es Tattoos, Piercings und Metal-T-Shirts, laute Musik, und Müll an allen Ecken und Enden. Fotos? Werden – natürlich – nachgeliefert.
10. Wie gut, dass es die Buslinien ‚Blue’ und ‚Red’ gab – grade am Ende eines langen Tages auf der CeBIT kann einem schon mal die Puste ausgehen.
Abgesehen vom insgesamt positiven Feedback, das die CeBIT in den IT-Medien und von meinen Kollegen bekommen hat, war es auch für mich als ‚Newbie’ eine spannende und interessante Erfahrung, mal für ein paar Stunden einzutauchen ins CeBIT-Universum. Ich bin gespannt, was nächstes Jahr die Hauptthemen und -trends sein werden – und ob sich das doch recht vorhersehbare Männer-Frauen-Verhältnis bis dahin etwas angeglichen hat.:)
Seit dieser Woche wissen wir : Die Veranstalter sind zufrieden mit der diesjährigen Cebit in Hannover. 334.000 Besucher wandelten durch die schlanker gestalteten Hallen, in denen 4157 Unternehmen aus 68 Ländern ausstellten. Der Messe-Sonntag fiel dieses Jahr aus und eine Premiere feierte die Cebit Sounds!
Unser musikaffiner Kollege Eric nahm diesen neu geschaffenen Musik-Bereich genauer unter die Lupe, war aber enttäuscht. Sein Fazit: Wenig interessante Aussteller in einer gespenstisch leer wirkenden Halle. Hochkarätige Panels ohne neue Erkenntnisse über die Zukunft des digitalen Musikgeschäfts. „Für das nächste Jahr sollten sich die Verantwortlichen überlegen, ob es nicht zielführender wäre, den Entertainment Teil des Programms auszusparen und statt dessen einen kleinen, aber feinen Fachkongress, anlog zur all2gethernow im Rahmen der CeBIT abzuhalten.”
Ebenfalls aus dem Berliner Haupstadtbüro zog Thomas seine Runden auf der Cebit. „Seit meinem Wechsel nach Berlin das erste und sehr schöne Wiedersehen mit IT-Redakteuren und vielen anderen Köpfen aus dem IT-Channel. Außerdem war die CeBIT eine prima Gelegenheit, um die “externen Fische” Alex und Anja zu treffen.“ Bemerkenswert fand er, dass der Planet Reseller dieses Jahr noch größer und voller war.