Wir haben keinen Adventskalender für unsere Kunden! Aber wir werden versuchen, an allen 24 Tagen ein informatives und unterhaltsames Schmankerl im Blog zu veröffentlichen.*
1. Ihr Presseverteiler besteht nur aus Faxnummern.
2. Auf Pressefotos hat der Chef die rechte Hand am Kinn und den Zeigefinger an der Wange.
3. Facebook? Nein danke. Sie wollen keine Fans, sie wollen Kunden.
4. Ihr letztes Presse-Interview war mit der Schülerzeitung Ihrer Tochter.
5. Produkttests erlauben Sie nur im Beisein des Firmenanwalts.
6. Social Media? So schlecht geht es ihnen nun auch nicht.
7. Wenn sie sich selbst googeln, ist der erste Treffer: “Was wurde eigentlich aus…?”
8. Sie fragen sich, worüber die Verlagsbranche eigentlich klagt, Sie zahlen schließlich für jeden Artikel über Ihr Unternehmen gutes Geld.
9. Twitter?
10. Sie denken bei Public Relations nur an Sex in der Fußgängerzone.
*Außer der Reihe: Sie machen gerne große Versprechungen, die sie später nicht halten.
Wenn ich bei Kunden oder auf Veranstaltungen Twitter-Workshops halte, dann fällt in 100% der Fälle irgendwann der Satz: „Und was soll ich dort schreiben?“
Wenn ich den einen oder anderen dann von Twitter überzeugt habe (kommt vor) und ich mit diesen Kunden oder Freunden einen Twitter-Account aufsetze, kommt ebenfalls in 100% der Fälle irgendwann der Punkt, an dem ein hinreichendes Strategiepapier erstellt wurde, die wichtigsten Keywords und Infoquellen für die Startphase definiert wurden, das Profil eingerichtet und gestaltet ist und die Zeit reif ist für den ersten Tweet!
In 100% der Fälle kommt dann ein angespanntes, atemloses, eher an den Schützen als an den Torwart vorm Elfmeter erinnerndes: „Und nun?“
Und weil mir das gerade erst vor wenigen Tagen wieder so ging, habe ich mir mal den kleinen Spaß gemacht, einige ganz frühe Tweets von bekannten oder unbekannten Twitterern zusammen zu tragen. Die Auswahl und die Reihenfolge erfolgte weder per Zufall noch durch System. Ich hab mich einfach ein wenig treiben lassen.
Ich schiebe es mal auf, diesen Tweet zu kommentieren….
@dieternuhr am 28.06.2009 So, jetzt wird gewitschert, erstmal auf Probe. Wichtige Nachricht: Michael Jackson ist verstorben.
Die Generalprobe muss man versauen, damit die Premiere gut wird, sagt man. Dieter Nuhr gibt dem Recht. Einer seiner wenigen “schlechten” Tweets überhaupt…
@frischefische am 27.06.2009 Herzliches Willkommen an alle, die mehr am professionellen Teil meines Lebens teilhaben wollen!
Der Twitterfisch ist bei uns bis heute Chefsache. Da darf der Pluralfisch singularisieren.
Immerhin genial genug, um später in der Überschrift eines Blogbeitrags zu landen
Und mein erstes Mal? Nun ja, nicht ganz mein erstes Mal (zwischen den Zeilen zu lesen), aber irgendwie doch
Irgendwann Anfang 2009 schrieb ich (@salvaDDor)einhundertvierzig zeichen sind genug um sich richtig auszumüllen. jetzt auch privat
Stellt sich zwar die Frage, was heutzutage noch privat ist und warum ich so destruktiv drauf war, aber am Ende ist die Antwort darauf auch einfach zu privat.
Und die Moral von der Geschicht?
Lange Grübeln lohnt sich nicht!
Nimm den ersten Tweet nicht so genau,
liest doch eh noch keine Sau!
Und wenns Jahre später einer tut,
findet er es eher gut,
was nach vielen harten Tagen
Du auf Twitter hast zu sagen
PS: Auf Scattered.de ist man der viel spannenderen Frage nachgegangen, was denn der erste Tweet überhaupt war!
Was war Euer erster Tweet? (Im Zweifel könnt Ihr hier schauen)
Jeden Tag wechselt ab sofort das Facebook-Profilbild der Frischen Fische.
Seit einiger Zeit beschäftige ich mich nun schon mit Social-Media-Profilbildern für Unternehmen. Wie oft begrüßen uns auf Facebook oder Twitter noch uninspiriert das Firmenlogo oder ungünstige Fotos der entsprechenden Mitarbeiter, deren – im schlimmsten Fall gelangweilter – Blick sich weder dem eigenen Text noch dem Leser zuwenden, sondern starr auf den linken (Facebook) oder rechten (Twitter) Bildschirmrand geheftet sind. Dass Facebook beim Posten von Statusmeldungen nur Miniaturanzeigen verwendet, ist offenbar auch vielen Markenverantwortlichen noch nicht aufgefallen. Abgeschnittene oder extrem verkleinerte Logos sind dann die Folge.
Ausnahmen bilden zum Beispiel Germanwings (aktionsgebundene Profilbilder) oder Puma mit einem Banner im Hochformat, welches in voller Größe auf der Pinnwand und ausgeschnitten als Miniaturvariante sehr gut funktioniert. Bei dem einen oder anderen Experiment (wie z.B. der Nutzung von Facebook-Design-Elementen) hat Germanwings zwar etwas zu viel gewollt, insgesamt aber gilt Germanwings durchaus als Vorreiter.
Einen ähnlichen Ansatz haben wir auch mit unserem Kunden Saxoprint entwickelt. Hier kommen jetzt mit Visitenkarten nicht nur Produkte des Unternehmens zum Einsatz. Diese zeigen auch auf dem Profil alle wichtigen Kontaktinfos, funktionieren aber auch als Miniaturbild.
Die Frischen Fische werden ab sofort auf Facebook jeden Tag das Profilbild wechseln. Dafür haben wir mit unserem neuen Grafik-Buddy Ronny Wunderwald aus dem Netzwerk Kumpels & Friends kleine Kalenderblätter entwickelt. Nachts gehen auch die Fische (ab und zu) mal schlafen und am Wochenende entspannt der Fisch beim Fußball und/oder mit seiner Familie. Und manchmal… Nein, das wird noch nicht verraten
Allgemein empfehlen wir:
Unternehmen sollten im einfachsten Fall ihr Logo in quadratischer Form aufarbeiten, so dass es als Profil- und Miniaturbild passt. Wer ein Logo im Querformat hat, sollte dies nicht einfach kleinrechnen bis es passt sondern dringend mit einem Grafiker reden!
Wenn es feste Mitarbeiter für den Bereich Social Media gibt, macht es durchaus Sinn, diese in das Profilbild zu integrieren, da das Zeigen der Menschen hinter einem Unternehmen ja ein nicht unwesentliches Ziel von Social Media-Maßnahmen ist. Auf ein Foto des Mitarbeiters ohne Corporate-Elemente (Kleidung, Logo, Hintergrund) sollte meiner Meinung nach aber verzichtet werden. Wer Fotos benutzt, sollte darauf achten, dass die Personen Leser und Text im Blick haben und nicht ins Leere schauen. Lächeln ist auch hier selbstverständlich King!
Wie auch Facebookmarketing oder das Agenturblog empfehlen wir aber das Ausnutzen des vollen Platzes für Profilbilder (wie Puma, Germanwings oder Saxoprint). Profilbilder können mit maximal 200 Pixel Breite und 600 Pixel Höhe dargestellt werden. Andere Größen werden entsprechend skaliert. Unsere Kalenderblätter werden wir sicherlich in Zukunft auch noch mit weiterem Content versehen und den Platz nach unten ausnutzen. Derzeit sind wir erstmal gespannt, wie die Reaktionen auf das täglich wechselnde Motiv sind.
Überhaupt sollte man sich Gedanken machen, sein Profilbild so zu gestalten, dass es immer wieder aktuelle Motive geben kann, die aber immer sofort mit dem Unternehmen identifiziert werden können (ähnlich Titelblättern auf Magazinen). Ein Wechsel muss ja nicht immer gleich täglich erfolgen
Über Hinweise auf gelungene oder furchtbare Profilbilder freue ich mich sehr.
Spätestens seitdem facebook zum globalen Social Network schlechthin avanciert ist, und allein in Deutschland pro Monat Mitgliederzuwächse in sechsstelliger Höhe verzeichnet, hat sich die Diskussion um Datenschutz und Schutz der Nutzer-Persönlichkeitsrechte schon fast zu einer Art Running Gag entwickelt. Möglicherweise auch als Antwort darauf sind zum 31. Mai 2010 zahlreiche Neuerungen in kraft getreten, die es dem gemeinen facebook-Nutzer ermöglichen, seine Daten so optimal wie möglich zu schützen – wenn er sich die Zeit nimmt, sich durch die unzähligen Privatsphäre-Optionen durchzuklicken. Hauptvoraussetzung dafür: ein Bewusstsein beim Nutzer dafür bzw. die Erfordernis, seine Kontakte zu ordnen, und zu kontrollieren, wer welche Informationen zu sehen bekommt. Das ‚special feature’, dem dabei die größte Bedeutung zukommt, möchte ich heute anhand zweier kleiner Beispiele etwas näher vorstellen.
Ich habe eine Freundin, nennen wir sie mal Sarah. Sarah ist im prüden, überreligiösen Mittleren Westen der USA aufgewachsen, und als sie vor gut 5 Jahren nach Berlin kam, begann in vielerlei Hinsicht ein neues Leben für sie – grade auch, weil sie zum ersten Mal eine Beziehung zu einer Frau hatte, und sich ihr Freundeskreis allein dadurch veränderte. Seit facebook endgültig nicht nur in Deutschland, sondern auch bei Sarahs Familie und Eltern angekommen ist, jongliert sie nicht zuletzt auch deswegen 5 oder 6 verschiedenen Freundeslisten: family, school friends, queer friends, work,… . Denn: Sie hätte ja schlecht die Freundschaftsanfrage ihrer Mutter und ihrer besten Freundin aus der High School ablehnen können. Nach 2 Wochen des Hin- und Herüberlegens legte sie ihre erste Liste an. Auf die Frage, wie sie all diese unterschiedlichen Sarah-Bilder aufrecht erhält, ohne komplett durcheinander zu kommen oder/und wahnsinnig zu werden, gab sie mir die Antwort „Well, you know, I decided to just post very general stuff, about politics or cooking“. Na wunderbar.
Genaugenommen hält sie sich 1:1 an die in Thomas Hutters facebook-Leitfaden aufgestellte Grundregel, dass man niemals Inhalte veröffentlichen sollte, die man im Zweifelsfall nicht öffentlich publiziert sehen möchte. Die Freundeslisten ermöglichen ihr, gesammelt an Menschen, die sich untereinander kennen, weil sie zusammenarbeiten oder in die gleiche Schule gegangen sind, Nachrichten zu schreiben, oder benutzerdefinierte Status-Updates abzusetzen. Auf diese Weise kann Berufliches von Privatem effektiv getrennt werden. Dennoch: höchstwahrscheinlich sieht Sarah nicht die inhärente Problematik eines möglichen Doppellebens in dem Ausmaß, wie ich das tue.
Ja, ich bin ein facebook-Junkie – oder, laut facebookBIZ, ein absoluter Hardcore User, der sogar fast dem Durchschnitt entspricht, was Alter, Geschlecht und Bildungsstand angeht. Ich gebe zu: bei mir hat sich mittlerweile eine Art Drei-Klassen-Gesellschaft etabliert. Wenn ich wirklich private News teilen will, dann sehen das auch nur meine engsten Freunde. Dann gibt es noch eine generelle Liste, und eine zu Menschen, den ‚far aparts’, die im Grunde gar nichts sehen können, deren Freundschaftsangebote ich aber aus den verschiedensten Gründen nicht ablehnen wollte – weil ich sie mag, sie aber nicht gut genug kenne, weil ich ihnen nicht alles kommunizieren will… Undsoweiter. You get the picture. Mittlerweile gehe ich circa einmal im Monat meine Freundesliste durch und sortiere neu. Und ja, ich gebe es zu: gut 70% aller Kontakte sind ‚far aparts’, Tendenz steigend.
Manchmal frage ich mich wirklich, wozu die ganze Sache gut ist, und ob sie überhaupt praktikabel ist, wie sie ist. Meine Prämisse beim Anfreunden auf facebook war eigentlich immer, meine facebook-Freunde zu kennen und zu mögen. Seitdem es die Unterteilung der Listen gibt, sind diese Prinzipien auch bei mir immer weiter aufgeweicht worden. Jetzt geht es noch mehr darum, wem ich eigentlich vertraue. Für mich wären weitere Listen aber undenkbar weil schlicht unpraktikabel– siehe Sarah. Don’t get me wrong: ich koche auch gerne, und lese leidenschaftlich gerne den Politikteil meiner Tageszeitung. Aber vielleicht presst das social networking die Wirklichkeit tatsächlich in immer kleinere digitale Schubladen – um mit dieser sich immer weiter ausdefinierenden digitalen Komponente überhaupt klarzukommen.
Fazit: Wenn man sich dazu entscheidet, Teil dieses Systems zu sein, aus welchen Gründen auch immer, dann sollte man das bewusst tun – sich bewusst schützen, oder eben nicht. There’s no other way. Für weitere Infos empfehle ich neben dem schon genannten Leitfaden auch die etwas kompaktere, 2-teilige Darstellung auf facebookmarketing.de.
Als Seeding (also säen) bezeichnet man das (gewerbliche bzw. professionelle) Verbreiten von Inhalten (Videos, Games, Texte, Bilder) auf relevanten Internetseiten. Dies können Blogs, Foren und Portale sein oder Soziale Netzwerke wie Facebook, Myspace und Twitter.
Mittlerweile gibt es Anbieter, die sich – mehr oder wenig offen und mehr oder weniger „korrekt“ – auf diese Art der Verbreitung von Inhalten spezialisiert haben. Eine Branche, der zwangsläufig immer etwas leicht Verruchtes anhaftet. Zum einen vermuten viele (nicht zu unrecht), dass zum Verbreiten von Content (und zum Erreichen von Klickzahlen) jede Menge Fake-Accounts zum Einsatz kommen. Und Vorgetäuschtes aller Art gehört nun mal zu den wirklich lästigen Dingen im Internet. Auf aktuelle Fallbeispiele möchte ich hier aber lieber nicht eingehen.
Zum anderen wird wiederum bei den Systemen, wo reale Personen über ihre echten Blogs oder Accounts Inhalte gegen Bezahlung verbreiten, die Kennzeichnungspflicht von Werbung fast zwangsläufig permanent umgangen. Selbst Google AdSense Anzeigen sind in diversen Blogs ja für Laien nicht immer als solche zu erkennen. Wie soll man da auf die Idee kommen, jemand verbreite ein Video in seinem Blog nicht (nur), weil er es toll findet, sondern weil er (auch) dafür Geld bekommt?
Die Meinungen sind geteilt. Während einige Vertreter - wie z.B. Roland Kühl-v.Puttkamer in einem sehr guten Beitrag im Werbeblogger – jegliche Manipulation vermeintlicher Mundpropaganda ablehnen, hat Seeding-Dienstleister Dan Ackerman Greenberg auf techcrunch seine Arbeit durchaus überraschend offen dargestellt. Er garantiert mit seiner Agentur durch Versendung von E-Mails, Kommentaren und Klicks auf Youtube sowie ein großes Blogger-Netzwerk 100.000 Abrufe für ein Video. Nur dann werde seine Arbeit bezahlt und erst dann sei die kritische Masse erreicht, die ein Video brauche, um sich wirklich von alleine zu verbreiten. Klingt alles andere als sauber? Korrekt! Aber es kommt eben auch auf den Blickwinkel in jedem Einzelfall, vor allem aber auf die Methodik an.
Ist Seeding wirklich unverzichtbar?
Im ersten Augenblick neigt sicher jeder zur Behauptung, dass allein Inhalt und Aufmachung entscheidend sind und sich wirklich gute Videos auch von selbst verbreiten. Wenn eben das Video tierisch lustig, extrem provozierend oder künstlerisch außergewöhnlich wertvoll ist.
Aber ist das wirklich so? Ist es dann nicht interessant, dass wir in der Musik genau das Gegenteil empfinden? Trotz aller Sozialen Netzwerke rund um Musik kennt doch jeder von uns mindestens einen Musiker, der es verdient hätte, erfolgreicher zu sein. Weil er einfach richtig gut ist. Doch in die Charts steigen eben nach wie vor nur die ein, für die die Schallplattenfirma durch intensive Marketing- und PR-Arbeit Airplay bei reichweitenstarken Sendern erreichen konnte. Ohne diesen Anschub schafft es kein Musikstück in die Charts. Und ohne Anschub schaffen es eben auch nur ganz wenige Videos, fünf- oder sechsstellige Klickzahlen zu erreichen.
Und die PR für ein virales Video nennt man neudeutsch halt Seeding und hat nur deshalb nicht automatisch etwas damit zu tun, sich redaktionelle Beiträge zu erkaufen oder mit Fake-Accounts zu arbeiten.
Wie also sieht das ideale Seeding aus und was kostet es?
Das kann man – natürlich – nicht pauschal beantworten. B2C machen Angebote starker und professioneller Seedingpartner aber auf jeden Fall Sinn. Ein extrem bedeutender Partner sind dabei die Videoportale selbst! Das Social Video Network sevenload.com bezeichnet sich als „Deutschlands führenden Anbieter für professionelles Viral Video Seeding“. Das wird schon so stimmen, da sie durch eigene Nutzer und Netzwerke eine sehr hohe Reichweite und ein gutes Targeting liefern können. Der ganz ordentliche Leitfaden “10 Tipps für erfolgreiche Viralspots” von sevenload findet sich hier.
Ein neues und vielversprechendes Angebot bietet das Distributionsnetzwerk shareifyoulike.com, bei dem Nutzer einen kleinen Betrag gutgeschrieben bekommen, wenn sie Inhalte bei Facebook, Twitter oder in Blogs posten. Das geht so lange bis ein vorher festgelegtes Budget der Contentlieferanten (ab ca. 7.000 Euro für Neukunden) aufgebraucht ist. Bisher sind allein 450 Blogger registriert. Ob und wie die Beiträge als “Werbung” gekennzeichnet sind, konnte ich bisher nicht testen. Ob bei 2,- Euro für eine Statusmeldung eine solche Kennzeichnung wirklich zwingend nötig ist, diese Diskussion überlasse ich anderen. Rein instinktiv – das gebe ich zu – war mein erster Gedanke: Man kann’s auch übertreiben. Nach einigem Nachdenken denke ich aber: Doch, eine solche Kennzeichnung muss auch bei Kleinstbeträgen sein.
Neben solchen netzwerkbasierten Lösungen gibt es auch Anbieter, die Inhalte über große E-Mail-Verteiler versenden können und PR-Lösungen, die sehr viel mehr Manpower beanspruchen.
Alle kosten logischerweise Geld. Allgemein sollte man im B2C Bereich auf jeden Fall 10% – 20% der Produktionssumme eines Videos für das Seeding einkalkulieren. Lösungen unter 2.000 Euro (Minimallösung) dürften schwer zu finden sein, realistischer für professionelle Lösungen B2C sind Beträge ab 10.000 Euro aufwärts.
Wer nur eine regionale Kundengruppe anspricht (Händler, Gastronomen, Dienstleister), der sollte nicht nur seinen Videos Lokalkolorit verpassen, sondern auch das Seeding möglichst selbst in die Hand nehmen. Hier gilt es, lokale Foren, Facebookseiten und Blogs zu identifizieren, ausgewählten Stammkunden eine Mail zu schicken und potentielle Multiplikatoren (Blogger, die auch bei Twitter aktiv sind) persönlich anzusprechen. Hier reicht manchmal auch eine Einladung ins eigene Restaurant als Gegenleistung.
Im B2B Bereich sind PR-Agenturen, die über ein gutes Netzwerk zu Fachbloggern und Multiplikatoren verfügen, die besten Partner. Hier ist das Ziel auch nicht, massenhaft Klicks auf ein Video zu erzielen, sondern möglichst die richtigen. Dabei gilt es, die richtigen Multiplikatoren zur richtigen Zeit über das richtige Medium (E-Mail, Blogs, Twitter, XING) zu erreichen.
Gerade B2B werden Webvideos jedoch noch viel zu selten genutzt, egal ob IT-Branche oder Gesundheitswesen. Ich bin kein Experte für das Dentalwesen, aber ich denke, es dürfte möglich ein, Videos zu produzieren, deren Witz nur Zahnärzte verstehen und die sich unter Kollegen verbreiten wie ein Lauffeuer. Ein ideales Instrument für Dentallabore also.
Die Kosten für das Seeding durch eine PR-Agentur hängen von vielen Faktoren ab. Je spezieller eine Agentur aufgestellt ist, desto einfacher hat sie es, die richtigen Multiplikatoren zu identifizieren und desto weniger aufwendig ist auch die Verbreitung von Content.
Die Frischen Fische sind in ihren Spezialgebieten – also (Mobile) Web, IT, E-Commerce, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik – hervorragend vernetzt. Nahezu alle Mitarbeiter vom Volontär bis zum Senior Berater twittern und bloggen selbst und sind bei XING und Facebook aktiv. Das erleichtert das Seeding über eigene und externe Kanäle enorm.
Vor allem aber gilt, dass wir nur dann an der Verbreitung eines Videos oder einer Kampagne mitwirken, wenn wir von dessen Qualität überzeugt sind.
Am vergangenen Mittwoch betraten wir gemeinsam mit unserem Kunden blauarbeit.de Neuland und starteten eine Social Media Aktion im Umfeld eines Vergleichstests deutscher Online-Serviceauktionen bei Stern TV.
Im Mittelpunkt stand dabei die Möglichkeit, während und nach der Sendung John Minah, Co-Geschäftsführer von blauarbeit.de, im Facebook-Profil sowie auf ganz frischen Plattform formspring.me Fragen zu Serviceauktionen im Allgemeinen und blauarbeit.de im Speziellen zu stellen.
Unsere strategischen Aufgaben bestanden dabei in der Auswahl der richtigen Social Media Instrumente (Formsping.me als Alternative für Nichtmitglieder von Facebook zum Beispiel hat sich hier wirklich sehr bewährt), dem Erreichen möglichst viele Menschen im Vorfeld sowie natürlich der Beratung und Livebetreuung unseres Kunden während der Aktion.Insbesondere im Hinblick auf die spontane und kurzfristige Entscheidung (ca. 36 Stunden vor Sendebeginn) haben wir unser Social Media KnowHow optimal nutzen können, um die Aktion vorzubereiten und den Kunden auf die spezielle Form der Social Media Kommunikation einzustellen.
So standen wir John Minah zum Beispiel durchgehend via Skype zur Verfügung, wurden aber so gut wie nie gebraucht. Es hat ihm ganz offensichtlich Spaß gemacht, auf Augenhöhe mit den Fragenden zu kommunizieren. Ganz bewusst hatte er sich bereits im Vorfeld dafür ausgesprochen, dass Du als Ansprache zu wählen. Auch kritischen Anmerkungen hat er sich sehr freundlich, fachlich fundiert und persönlich gestellt. Nur in ganz wenigen Fallen berieten wir gemeinsam über Kleinigkeiten der Formulierung.
Mit dem Ergebnis jedenfalls können wir absolut zufrieden sein
Die Zahl der Fans bei Facebook konnte von Mittwoch auf Freitag verdoppelt werden.
Bei Facebook entstanden insgesamt 26 Fragen/Beiträge in der eigens angelegten Diskussion
13 Fragen davon wurden, teilweise anonym, über formspring.me/blauarbeit eingereicht und anschließend von John Minah bei Facebook eingestellt und auf beiden Portalen beantwortet
Auch bei Twitter und in einigen Foren sorgte die ungewöhnliche Aktion für Aufsehen, nicht zuletzt, weil die Branche der Serviceauktionen immer wieder unter einigen wenigen schwarzen Schafen leidet, die sich unter Vorgabe falscher Tatsachen Aufträge sichern, die dem zertifizierten Handwerk entgehen. Natürlich gelten da auch die Plattformbetreiber schnell als Mittler minderwertiger Serviceleistungen. Diesen Eindruck konnte John Minah sehr gut widerlegen.
Fazit: Mit der Resonanz sind wir durchaus zufrieden, weil blauarbeit.de sich als kundennah und engagiert zeigen konnte. Wichtig ist es, diesen ersten Schritt im Social Web konsequent auszubauen und die transparente und offene Art weiter zu perfektionieren.
Die Computerbild hat in Person von Jan Bruns und unter Einsatz eines Teils der Redaktion Handwerkerauktionen im Internet getestet. Das Urteil der Computerbild-Experten: MyHammer und unser Kunde blauarbeit.de sind gut, der Rest nicht.
Angesichts der schicken Tatsache, dass Günther Jauch und Stern TV heute Abend über den Computerbild-Test ausführlich berichten werden, haben wir uns gemeinsam mit blauarbeit.de etwas Besonderes einfallen lassen: Wir starten ein Social Media Experiment.
D.h. John Minah, Co-Geschäftsführer von blauarbeit.de, wird ab Sendungsbeginn (ca. 22:15 Uhr) im Facebook-Profil von blauarbeit.de Rede und Antwort stehen – wird die virale Verbreitung dieser Social Media Aktion für reges Interesse sorgen? Oder werden wir alle um Mitternacht enttäuscht ins Bett sinken?
John Minah zur Motivation für die Aktion in unserer Pressemitteilung:
„Wir möchten den Millionen Stern TV-Zuschauern und Computerbild-Lesern die Möglichkeit geben, direkt mit uns über die Chancen der Handwerkerauktionen im Internet zu diskutieren und gleichzeitig die Akzeptanz der Kommunikation über Facebook testen. Es existieren trotz aller positiver Tests immer noch Vorurteile über unsere stark wachsende Branche der Handwerkerauktionen – die Berichterstattung bei Stern TV möchten wir daher zum Anlass nehmen, sowohl mit denjenigen, die bislang eher skeptisch sind als auch mit allen Interessenten, die erstmals von blauarbeit.de hören, ins Gespräch zu kommen, die Hintergründe zu erläutern oder konstruktive Vorschläge entgegen zu nehmen. Wir freuen uns auf diese neue Erfahrung im Social Web und sind sehr auf das Feedback gespannt.“
Genau wie John Minah und das gesamte blauarbeit.de-Team fiebern auch wir von den Frischen Fischen dem Beginn der Stern TV-Sendung entgegen.
Neben der Gelegenheit, bei Facebook mit John Minah in Kontakt zu treten, stehen auch die Kanäle formspring.me und Twitter zum Stellen von Fragen zur Verfügung.
Aus unserer Sicht ist es absolut ungewöhnlich und erfreulich zugleich, dass sich John Minah für die Aktion zur Verfügung stellt – und mit vollem Einsatz mitmacht. Wir freuen uns auf einen spannnenden Abend und viele Fragen der Web-Community